Nachhaltigkeit in Karlsruhe: mehr als ein Trendthema

Nachhaltigkeit bedeutet, sparsam mit den Ressourcen umzugehen, die wir nutzen – mit Blick auf die Umwelt, aber auch in sozialer oder ökonomischer Hinsicht. Nach Möglichkeit gilt es, nicht mehr zu verbrauchen, als nachwachsen oder sich regenerieren kann. Mit Blick auf die Stadtwerke Karlsruhe eröffnen sich eine Reihe von Handlungsfeldern – von der Wärmewende, den Einsatz erneuerbarer Energien bei den Natur-Tarifen, Sparsamkeit beim Verbrauch von Trinkwasser und viele mehr. Lesen Sie hier, wie die Stadtwerke den Begriff Nachhaltigkeit mit Leben füllen.

Stadtwerke Karlsruhe: Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Der Begriff Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Doch was genau bedeutet Nachhaltigkeit? Unter Nachhaltigkeit versteht man ein besonders ressourcenschonendes Verhalten, um damit eine dauerhafte Bedürfnisbefriedigung gewährleisten zu können. Einfach erklärt heißt es, dass nicht mehr verbraucht werden darf, als wieder bereitgestellt werden kann. Die natürliche Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme wird dabei also berücksichtigt. Bezogen auf die Forstwirtschaft bedeutet Nachhaltigkeit zum Beispiel, dass nicht mehr Holz gefällt werden darf als nachwachsen kann.

Auch bei wichtigen Ressourcen des täglichen Bedarfs wie Wasser und Strom spielt Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle, sodass eine langfristige Versorgung mit Energie und Wasser gewährleistet werden kann. Beim Wasser sind wir selbst gefragt, einen nachhaltigen Umgang mit diesem kostbaren Gut zu gewährleisten. Bei Strom spricht man in dem Zusammenhang dann generell davon, möglichst wenig Strom zu verwenden. Beziehungsweise diesen aus erneuerbaren Energien zu beziehen. Dieser sogenannte Ökostrom wird aus umweltfreundlichen, erneuerbaren Energiequellen gewonnen.

Die Stadtwerke Karlsruhe haben eine nachhaltige Art des Wirtschaftens für ihr Unternehmen selbst verankert. Zudem unterstützen sie ihre Kunden dabei, nachhaltig zu leben. Sie erfüllen damit eine doppelte Aufgabe.

Plastik vermeiden: Einstieg in ein nachhaltiges Leben

Wer sich mit Nachhaltigkeit auseinandersetzt, stößt schnell auf die Themen Verpackungen und Müll. Dabei geht es insbesondere um die Vermeidung von Plastik und darum, so wenig Müll wie möglich zu produzieren. Zum Start in ein nachhaltiges Leben kann es bereits helfen, das Bewusstsein zu schärfen, in welchen Situationen überhaupt (Plastik-)Müll entsteht.

Mit einer bewussteren und schrittweise angepassten Lebensweise, kann hier im Alltag zumindest im Kleinen schon einiges erreicht werden. Beim Einkaufen helfen beispielsweise Obst- und Gemüsenetze sowie wiederverwendbare Einkaufstaschen oder -beutel. Dadurch kann man den Verbrauch an Plastiktüten deutlich reduzieren. Sollte es mal nicht zu verhindern sein, können Plastiktüten auch mehrfach verwendet werden.
Verbraucherinnen und Verbraucher kaufen in sogenannten „Unverpackt-Läden“ lose Lebensmittel wie Mehl, Zucker, Haferflocken, Nüsse, Nudeln oder Reis ohne Umverpackung in eigenen mitgebrachten Behältnissen. Die Stadtwerke Karlsruhe haben entschieden, als Unternehmen ebenfalls weniger Plastikmüll verursachen zu wollen. Deshalb wurde Anfang 2020 der Bistrobereich der Stadtwerke-Kantine auf ein plastikfreies Sortiment umgestellt. Einige Artikel verschwanden ersatzlos, andere, wie Marmelade, Butter und Frischkäse, portioniert das Kantinenpersonal in kleinen Glasschälchen vor. Joghurt kann man in kleinen Pfand-Weckgläsern kaufen und Müsli selbst zusammenstellen. Durch diese Maßnahme bleiben der Umwelt jährlich rund 10.000 Kleinstverpackungen erspart!

Wasserwende: Für Trinkwasser und gegen Plastikmüll

Durch das Trinken von Leitungswasser können Verbraucherinnen und Verbraucher das Klima auf einfache Weise schützen. Schließlich ist Trinkwasser hier nahezu überall zugänglich – und in Karlsruhe hat es eine hervorragende Qualität.

Zudem bieten die Stadtwerke Karlsruhe klimaneutral hergestelltes Trinkwasser. Das bedeutet, dass die Wasserversorgung von der Grundwasserförderung bis zur Abgabe des Trinkwassers an die Haushalte und Betriebe ganz ohne schädliche Treibhausgasemissionen auskommt.

Durch das Trinken von Leitungswasser spart man zum einen unnötigen Müll in Form von Plastikflaschen ein. Zum anderen werden Transportwege, nicht nur vom Supermarkt zur eigenen Wohnung, sondern auch Transporte durch ganz Deutschland oder Europa mit dem Lkw, und dadurch auch deren CO2-Emissionen vermieden. Zu guter Letzt ist Leitungswasser als Lebensmittel auch gut für den Geldbeutel.

Trotz all der Vorteile, die der Konsum von Leitungswasser bietet, trinken wir heute zehnmal mehr Wasser aus Flaschen als noch in den 70er-Jahren.

Wasser-Quartier Karlsruhe-Ost

Der Berliner Verein „a tip: tap e. V.“ setzt sich für den Genuss von Leitungswasser ein und möchte die Vorteile des Trinkens von Leitungswasser aufzeigen. Deshalb organisiert das der Verein das Projekt „Wasserwende - Trinkwasser ist Klimaschutz“.

Es geht dabei zum einen um die Aufklärung rund um das Thema Trinkwasser, die Effekte auf unsere Umwelt und ein nachhaltiges Leben. Zum anderen sollen Trinkbrunnen und andere Orte, an denen man seine Wasserflasche auffüllen darf, geschaffen werden.

Der Verein „a tip: tap e.V.“, das KIT/Quartier Zukunft, das Amt für Umwelt und Arbeitsschutz und die Stadtwerke Karlsruhe haben das Wasser-Quartier Karlsruhe-Ost in der Rintheimer Straße aufgebaut. Das Quartier wird durch die Förderung des Bundesumweltministeriums unterstützt und ist eines der ersten von zwölf, die im Land entstehen sollen.

Nachhaltigkeit im Alltag dank Strom aus erneuerbaren Energien

Beim Strom setzen Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie die Anbieter mehr und mehr auf erneuerbare Energien. Immer mehr Stromanbieter haben auch eine Auswahl an Öko-Tarifen. Das ist eine Tarifoption, bei der die Kundinnen und Kunden bewusst auf erneuerbaren Energien setzen und diese fördern. Oft werden verschiedene Öko-Anteile und Tarifmodelle für Ökostrom angeboten.
Jede Entscheidung für einen Öko-Tarif beschleunigt die Energiewende weg von Atomenergie und fossilen Brennstoffen. Denn je mehr Kunden sich für den Einsatz erneuerbarer Energien in ihrem Stromtarif entscheiden, desto höher der Anteil nachhaltig produzierter Energie am Energiemix. Somit fördern die Kundinnen und Kunden indirekt Investitionen in erneuerbare Energien und beschleunigt dadurch die Energiewende.

So bieten auch die Stadtwerke Karlsruhe mit ihren NaturStrom-Tarifen auch Ökotarife an, mit denen jeder seinen ganz eigenen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit leisten kann. Der Ökostrom der Stadtwerke Karlsruhe wird zu 100 Prozent regenerativ erzeugt – nahezu ohne klimaschädliche CO2-Emissionen. Seine hohen Standards bestätigt das Gütesiegel ok-power, das gemeinsam vom Öko-Institut, der Umweltstiftung WWF Deutschland, der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sowie des TÜV NORD vergeben wird.

Verkehrswende mit dem Elektroroller und E-Lastenrad

Auch im Bereich Mobilität findet ein Umdenken zu mehr Nachhaltigkeit statt: die Verkehrswende. Auch wenn Fahrzeuge mit klassischen Verbrennermotoren heute erheblich sparsamer sind als noch vor einigen Jahrzehnten, so stoßen sie mit ihren Abgasen noch immer große Mengen schädlicher Stoffe aus. Die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln ist deshalb ein erster Schritt Richtung nachhaltiges Leben. Doch nicht überall gibt es Bus und Bahn. Daher entstanden in den letzten Jahren immer mehr neuartige Konzepte im Zusammenhang mit Elektromobilität zur nachhaltigen Fortbewegung, insbesondere in Städten. Aber auch auf dem Land gibt es mittlerweile immer mehr Sharing-Modelle und Ideen für alternative Mobilität. Auch die Stadtwerke tragen ihren Teil zum Ausbau der Elektromobilität bei und bieten Förderprogramme und Tools an.

Das Thema nachhaltige Mobilität ist ein wesentlicher Bestandteil des Klimaschutzkonzepts 2030 der Stadt Karlsruhe. Durch verschiedene Maßnahmen will die Stadt die Bürgerinnen und Bürger davon überzeugen, ihr Mobilitätsverhalten nachhaltiger zu gestalten. Öfter mal das Rad nehmen, weniger häufig den eigenen PKW. In der Carsharing-Hauptstadt Deutschlands 2019 ist der Anfang schon gemacht.


Karlsruhe – eine Fahrradstadt

E-Lastenrad

Karlsruhe ist eine ideale Fahrradstadt. Hier wird bereits rund ein Viertel aller Wege mit dem Rad zurückgelegt – eine hervorragende Quote im Vergleich zu anderen Städten dieser Größe. Doch wer oft und viel transportieren muss, kommt mit einem normalen Fahrrad eventuell nicht aus. Eine mögliche Option kann dann die Anschaffung eines Elektro-Lastenrades sein. Dieser Investition in unsere Umwelt bezuschussen die Stadtwerke Karlsruhe. E-Lastenräder leisten einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu einem klimaneutralen Stadtgebiet.

Die Lastenfahrräder mit Elektroantrieb bieten eine clevere Transportalternative ohne Abgase. Das Transportmittel ist schnell, wendig und umweltfreundlich und liegt daher absolut im Trend. In einigen anderen Ländern ist es aus dem Stadtverkehr bereits nicht mehr wegzudenken. Durch den Elektroantrieb wird der Transport von schweren Lasten oder/und Kindern deutlich erleichtert. In der Transportbox lässt sich alles gut verstauen. Außerdem kann man mit diesem Fortbewegungsmittel immer direkt bis ans Ziel fahren und meist auch gut parken. Das Fahren und der Transport mit einem Lastenrad in der Innenstadt bieten sehr viele Vorteile im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln.

Karlsruhe: Die nächste Generation für Nachhaltigkeit begeistern

Die Idee der Nachhaltigkeit wirkt vielleicht am stärksten im Bereich des Natur- und Umweltschutzes, aber sie gilt auch in anderen Bereichen. So beispielsweise im Sozialen. Die Stadtwerke Karlsruhe sind in der Fächerstadt Karlsruhe stark verankert mit ihrem Engagement, ihrem Sponsoring und ihren Aktivitäten für eine lebenswerte Umgebung.

Die Stadtwerke Karlsruhe sehen sich als Energieversorger in der Pflicht, eine umweltbewusste Denkweise und Einstellung in der Region zu schaffen. Nachhaltigkeit fängt jedem einzelnen selbst an, um heute eine bessere Zukunft für die nachfolgenden Generationen zu schaffen. Deshalb engagieren sich die Stadtwerke beispielsweise in der Umweltpädagogik. Sie bringt Kindern und Jugendlichen jeden Alters den Umwelt- und Klimaschutz nahe, beispielsweise mit dem jährlichen beliebten Viertklässler-Malwettbewerb oder mit dem Club der Energie-Detektive. Schulklassen können auf dem Energieberg lernen, wie Energie in Karlsruhe erzeugt wird.

Auch Jugendliche und junge Erwachsene können bei den Stadtwerken und ihre Netzservice-Tocher nachhaltig für die Zukunft lernen: Jährlich starten junge Menschen in neun verschiedenen Ausbildungsberufen und fünf verschiedenen dualen Studiengänge in ihre berufliche Zukunft.

Die Stadtwerke sind zudem für die gesamte Region ein wichtiger Arbeitgeber für rund 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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