Die Mineraloelraffinerie Oberrhein (MiRO) und die Stadtwerke Karlsruhe haben in einem gemeinsamen Großprojekt die Wärmeauskopplung aus der Raffinerie in Karlsruhe realisiert.
Die Raffinerie speist überschüssige Niedertemperatur-Prozessabwärme aus inzwischen beiden Werkteilen in das Karlsruher Fernwärmenetz ein. 2023 kam auch die Prozessabwärme der Maxauer Papierfabrik hinzu.
Die Installationsarbeiten an der neuen Fernwärme-Verbindungsleitung vom Betriebsgelände der Maxauer Papierfabrik an die von der Raffinerie MiRO kommende Fernwärme-Transportleitung sind abgeschlossen. Nach zweijähriger Bauzeit fließt ab jetzt Wärme aus dem Industriekraftwerk der Papierfabrik in das Fernwärmenetz der Fächerstadt. Die jährlich von der Fabrik zur Verfügung gestellte Wärmemenge wird mit rund 50.000 Megawattstunden prognostiziert. Rechnet man die Einspeisemenge auf Haushalte um, so reicht das, um jährlich rund 5.000 Karlsruher Haushalte mit Fernwärme zu versorgen. Die damit verbundene zusätzliche CO₂-Einsparung beträgt rund 11.500 Tonnen CO₂ pro Jahr.
Vor zehn Jahren wurde erstmals industrielle Abwärme aus der Raffinerie zur Wohnungsheizung in die Stadt transportiert. Ein bundesweit beachtetes Leuchtturmprojekt, das gefördert und mehrmals ausgezeichnet wurde. Die Wärmemenge aus der MiRO reicht, um rund ein Drittel aller Karlsruher Wohnungen zu versorgen. Das gemeinsame Projekt der Stadtwerke Karlsruhe und der Mineraloelraffinerie Oberrhein (MiRO) war vor zehn Jahren eine Neuheit.
Ein Teil der industriellen Prozessabwärme der am Rhein gelegenen Papierfabrik in Maxau wird zukünftig für die Fernwärmeversorgung der Fächerstadt nutzbar gemacht. Dies haben die Stadtwerke Karlsruhe und die Papierfabrik gemeinsam beschlossen und im Januar 2020 vertraglich festgehalten. Dem Beschluss ging eine Studie voraus, die ergeben hat, dass es technisch, ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, die Abwärme aus der Papierproduktion für das Fernwärmenetz nutzbar zu machen.
Die Schaffung der technischen Voraussetzungen und der Infrastruktur wird bis zum Jahr 2022 realisiert. Einmal umgesetzt, führt das Projekt zu einer Vermeidung von weiteren 10.000 Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr.
100 Betriebe für Ressourceneffizienz: MiRO und Stadtwerke wurden im Oktober 2016 für ihr gemeinsames Fernwärme-Projekt als Exzellenzbeispiel für wirtschaftliche Ressourceneffizienz vom Umweltminister ausgezeichnet.
Umweltpreis 2016: Die Stadtwerke haben im November 2016 zum zweiten Mal den Umweltpreis des Landes Baden-Württemberg für Unternehmen in der Kategorie „Handel und Dienstleistungen“ gewonnen. Die Stadtwerke überzeugten auch mit ihrem Fernwärmekonzept und der Nutzung industrieller Prozessabwärme aus der Mineraloelraffinerie Oberrhein (MiRO). mehr erfahren
Die 2. Stufe der Wärmeauskopplung ist pünktlich zum Start der Heizperiode 2015 realisiert.
Die Mineraloelraffinerie Oberrhein (MiRO) und die Stadtwerke Karlsruhe haben die zweite Ausbaustufe der Wärmeauskopplung aus der Raffinerie in Karlsruhe abgeschlossen. Seit Beginn der Heizperiode 2015 speist die Raffinerie auch überschüssige Niedertemperatur-Prozessabwärme aus dem Werkteil 1 in das Karlsruher Fernwärmenetz ein. Damit stammt nun mehr als die Hälfte der Karlsruher Fernwärme aus der Raffinerie.
Bisher nutzten die Stadtwerke Karlsruhe rund 300.000 Megawattstunden Wärme aus dem Werkteil 2 der MiRO für die Fernwärmeversorgung. Mit der zweiten Ausbaustufe kommen weitere 220.000 Megawattstunden hinzu. Damit kann der Wärmebedarf von vielen weiteren Gebäuden gedeckt werden. Aktuell versorgt das Unternehmen fast 32.000 Wohnungen mit Fernwärme. Hinzu kommt die Fernwärmeabgabe an Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Industrie in der gleichen Größenordnung.
Die Mineraloelraffinerie Oberrhein (MiRO) und die Stadtwerke Karlsruhe haben den weiteren Ausbau der Wärmeauskopplung aus der Raffinerie in Karlsruhe beschlossen.
Im Mai 2014 beschlossen die MiRO und die Stadtwerke Karlsruhe, das erfolgreiche Projekt weiter auszubauen: In einer zweiten Ausbaustufe
soll nun auch die Niedertemperatur-Abwärme aus Werkteil 1 der MiRO für
die Fernwärmeversorgung nutzbar gemacht werden. Künftig kann eine
Wärmeleistung von 90 Megawatt nutzbar gemacht werden und so jährlich der Ausstoß von 100.000 Tonnen Kohlendioxid vermieden werden, die Fernwärme wird noch umweltfreundlicher und die Energieeffizienz der Raffinerie steigt weiter.
Die Wärmemenge
entspricht dem Bedarf weiterer 18.000 Wohnungen. Aktuell werden in Karlsruhe rund
26.000 Wohnungen mit Fernwärme beheizt. Hinzu kommt in der gleichen
Größenordnung die Fernwärmeabgabe an Gewerbe, Handel, Dienstleistung und
Industrie. Darüber hinaus werden durch den extensiven Ausbau der
Fernwärmeversorgung in Karlsruhe bis 2020 rund 40.000 Wohnungen und viele
weitere Gewerbe und Industrieunternehmen an die Fernwärme angeschlossen.
Das Fernwärme-Projekt mit der MiRO hat den Energy Award in der Kategorie "Gewerbliche Anlage des Jahres" erhalten und gilt damit als Leuchttumprojekt der Energiewende!
Das Projekt ist von überregionaler Bedeutung und wurde vom Bundesministerium
für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit mit fünf Millionen
Euro gefördert.
Das gemeinsame Projekt mit der MiRO hat Signalwirkung
für andere Städte und Gemeinden, zahlreiche Besucher aus dem In- und
Auslang haben sich bereits vor Ort über die Fernwärme-Auskopplung
informiert.
Eine besondere Auszeichnung erhielt das "Leuchtturmprojekt der Energiewende"
mit dem Energy Award im
November 2013.
Andere Auszeichnungen waren die Aufnahme in die Klimaschutzgruppe der
Bundesregierung oder der Umweltpreis Baden-Württemberg im Jahr
2010.
Stadtwerke Karlsruhe und Mineraloelraffinerie Oberrhein feiern den erfolgreichen Abschluss von Karlsruhes größtem Umweltprojekt
Die
beiden Karlsruher Unternehmen Mineraloelraffinerie Oberrhein (MiRO) und
die Stadtwerke Karlsruhe haben in den vergangenen Jahren die
Nutzung von Niedertemperatur-Prozessabwärme aus der Raffinerie
realisiert: Die anfallende Niedertemperatur-Abwärme des MiRO-Werkteils 2 wird durch moderne
Plattenwärmetauscher eingesammelt und in das Fernwärmenetz der
Stadtwerke eingespeist. Hierzu wurden moderne Plattenwärmetauscher installiert und eine große Transportleitung mit
Vor- und Rücklauf von der Raffinerie zum Heizkraftwerk West der
Stadtwerke gebaut.
Daneben wurden durch eine zusätzliche Leitung in Richtung Norden die beiden Neubaugebiete der VOLKSWOHNUNG, Knielingen 2.0 und Neureut/Kirchfeld-Nord, mit Fernwärme erschlossen.
Durch diese beiden erfolgreichen und bundesweit beachteten Projekte
mit einem Invest von insgesamt rd. 42 Millionen Euro konnte eine Wärmeleistung von 40 Megawatt nutzbar
gemacht werden, was für die Versorgung von mehreren tausend Haushalten
reicht. Am meisten profitiert von diesem Projekt die Umwelt, denn 65.000 Tonnen Kohlendioxid Einsparung pro Jahr sind ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz und zurzeit das größte Umweltprojekt in der Fächerstadt. Die
Investition in die beiden großen Fernwärmeleitungen diente auch der
langfristigen Sicherung der umweltschonenden Fernwärmeversorgung in
Karlsruhe, denn diese bekam mit der Nutzung der Raffinerie-Abwärme nun ein
weiteres Standbein.
Im Mai 2008
starteten die Stadtwerke die Bauarbeiten für die fünf Kilometer lange
Fernwärmetransportleitung, und die Raffinerie MiRO installierte in den
Jahren 2009 und 2010 sieben hochmoderne Plattenwärmetauscher auf dem
Raffineriegelände, mit denen die Fernwärme „eingesammelt“ wird. Seit
Oktober 2010 wird die Wärme über das Heizkraftwerk West in das
Fernwärmenetz eingespeist.
Bereits
im Jahr 2007 vereinbarten die MiRO und die Stadtwerke Karlsruhe,
Niedertemperatur-Abwärme aus den Raffinerieprozessen für die
Fernwärmeversorgung der Stadtwerke nutzbar zu machen.
Das millionenschwere Gesamtprojekt erhöht die Energieeffizienz der Raffinerie und die Versorgungssicherheit bei der Fernwärme. Den größten Nutzen hat die Umwelt: Da diese Wärme nicht extra erzeugt wird, entstehen auch keine zusätzlichen CO₂-Emissionen und keine zusätzlichen Abgase. Es ist Wärme, die sowieso da ist. Daher macht diese Prozessabwärme die Karlsruher Fernwärmeversorgung noch umwelt- und klimaschonender. Jährlich wird der Ausstoß von über 100.000 Tonnen CO₂ vermieden. Damit leisten beide Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Karlsruher Klimaschutzziele.
Derzeit werden etwa 40.000 Wohnungen mit der Karlsruher Fernwärme versorgt. Dazu in der gleichen Größenordnung Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Industrie.
„Kälte aus Wärme“ – das klingt zunächst wie ein Widerspruch. In Wahrheit steckt dahinter ein innovatives Konzept zur Gebäudekühlung mithilfe von Fernwärme. Die Stadtwerke Karlsruhe haben im Sommer große Wärmemengen aus den Produktionsprozessen der Mineralölraffinerie Oberrhein zur Verfügung, die dort CO2-arm als Niedertemperatur-Abwärme entstehen. Sie können nun teilweise zur Gebäudekühlung genutzt werden
Zwei neue Gebäude mit Eigentumswohnungen, Büroflächen und Arztpraxen in der Karlsruher Südweststadt kühlen die Stadtwerke Karlsruhe CO2-arm und umweltschonend überwiegend mit Fernwärme. Dabei wurde für die Kälteversorgung eine Kombination aus fernwärmebetriebener Absorptionskälte und konventioneller Kompressionskälte entwickelt. Die Technik ist zwar schon länger bekannt, wurde nun aber weiterentwickelt. Bundesweit gibt es bisher nur wenige der innovativen Kälteanlagen. In Karlsruhe sorgt nun eine der größten an heißen Sommertagen für angenehme Temperaturen in Büros, Praxen und Wohnungen.
Ideale Kältetechnik für den Einsatz mitten in der Stadt
Im SYNUS-Gebäude in der Gartenstraße produzieren gleich drei Absorptions-Anlagen Kälte aus Wärme für die beiden großen Gebäude. Die Anlage zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass die Rückkühlgeräte der Absorptionsanlage nicht wie bisher üblich mit Wasser besprüht, sondern „trocken“ gefahren werden. Das hat deutliche Vorteile gegenüber der Nasskühlung: Kein Wasserbedarf, keine Schwadenbildung, die Kühler sind leichter, leiser und niedriger, so dass man sie auf dem Dach des Gebäudes installieren konnte. Die neue Kältetechnik ist also ideal für den Einsatz mitten in der Stadt. Damit kann man Gebäude auch an sehr heißen Sommertagen mit Temperaturen über 30 °C kühlen, an denen herkömmliche Absorptionsanlagen nur mit Nasskühltürmen funktionieren. Das Projekt ist auch für Forscher hochinteressant und wird von der Technischen Universität Berlin wissenschaftlich begleitet. Die Stadtwerke Karlsruhe haben die Anlage konzipiert und betreiben sie als Contracting-Projekt.
Neben der Pilotanlage im SYNUS-Gebäude betreiben die Stadtwerke in Karlsruhe seit einigen Jahren eine herkömmliche Absorptions-Kälteanlage im Gebäude des Landratsamtes an der Badenwerkstraße und eine hybrid gekühlte Anlage in der Zentrale des BGV - Badische Versicherungen an der Durlacher Allee.
Vorteile von Absorptions-Kälteanlagen mit Fernwärmenutzung