Kommunales Crowdfunding

 

Solidarisch helfen in der Krise

Die durch den Corona-Virus bedingten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einschränkungen bedrohen zahlreiche Vereine, Kultureinrichtungen, soziale Initiativen, aber auch zahlreiche klein- und mittelständische Unternehmen unmittelbar in ihrer Existenz. Die meisten „Projekte“ stehen dabei nicht still und sind auf der Suche nach Förder- und Finanzierungslösungen. In Zeiten der Corona-Krise sind Solidarität und schnelle Hilfsinitiativen gefragt. Dabei setzen ab sofort und zeitlich befristet auch die Stadtwerke Karlsruhe auf ein innovatives und digitales Angebot: Kommunales Crowdfunding.

Das Wort Crowdfunding [ˈkɹaʊdˌfʌndiŋ] setzt sich aus den englischen Wörtern "crowd" (Menschenmenge) und "funding" (Finanzierung) zusammen, und lässt sich am besten mit Schwarmfinanzierung übersetzen. Konkret bedeuet es hier, dass finanziell in Schieflage geratene Projekte aus Karlsruhe ihre Situation online darstellen können und die Bürger aus Solidarität dafür spenden können. Jeder noch so kleine Beitrag zählt. Auch die Stadtwerke Karlsruhe selbst werden einen begrenzten Fördertopf in Höhe von 2.500 Euro bereithalten und die Spenden für die unmittelbare und direkte Förderung nach Kräften aufstocken. (Ab 10 Euro Bürgerspende legen die Stadtwerke 10 Euro dazu, bis der Topf leer ist).

Die entsprechende Plattform, um dies alles zu ermöglichen, betreibt der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) gemeinsam mit seinem Partner fairplaid. Die Stadtwerke Karlsruhe dürfen die Plattform für einige Zeit mitnutzen und ermöglichen so Karlsruher Projekten eine Chance auf diese Art der Finanzierung.

Betroffene Projekte und Initiativen aus Karlsruhe können auf der nationalen Plattform www.kommunales-crowdfunding.de ihr persönliches Herzensprojekt anlegen und vorstellen und um Unterstützer werben. Jeder Projektstarter wird dabei von den Crowdfunding-Experten von fairplaid eng an die Hand genommen und im gesamten Prozess bis zur erfolgreichen Crowdfunding-Aktion unterstützt. Die Projekte aus der Region Karlsruhe werden dabei zusätzlich hier auf unserer Website ausgespielt und über die sozialen Medien kommunikativ unterstützt. Damit wird eine maximale Reichweite erzielt und für Aufmerksamkeit in der Bevölkerung gesorgt.

Wenn Sie auf diesen Bereich klicken, wird eine Anfrage an den externen Anbieter gesendet. Datenschutzhinweis

 

Kommunales Crowdfunding

„Wir haben uns regionale Verantwortung und Bürgernähe auf die Fahne geschrieben und daher wollen wir jetzt auch mittels Crowdfunding dabei helfen, dass das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in unserer Region möglichst schadlos diese weltweite Krise übersteht. Auch das ist Teil der Daseinsvorsorge, für die wir als kommunales Unternehmen seit Jahrzehnten stehen."

Iman El Sonbaty,
Geschäftsfeldleiterin Vertrieb & Marketing

 

FAQ

Wer kann welche Projekte bei "Kommunales Crowdfunding" starten?

Bei "Kommunales Crowdfunding" kann Jeder, egal ob Verein, Unternehmen, Gastronomie, kulturelle und soziale Einrichtungen/Initiativen oder Privatpersonen ein Projekt ins Leben rufen und dafür innerhalb von maximal 60 Tagen finanzielle Mittel von Unterstützern zusammensammeln. Projekte mit politischem oder religiösem Hintergrund können nicht berücksichtigt werden. Jedes Projekt wird vom jeweiligen regionalen Partner für die Ausspielung über das Widget auf der jeweiligen Unternehmenshomepage freigegeben.
Die Projektanlage, -betreuung und -beratung ist kostenfrei und wird von uns geleistet. Für die komplette Projektberatung und -betreuung zu Ihrem Projekt werden 7 % Gebühr von der erreichten Projektsumme einbehalten, sollte Ihr Projekt erfolgreich werden. Dazu kommen im Erfolgsfall 4 % für die komplette Zahlungsabwicklung inklusive der treuhänderischen Verwaltung der Gelder. Sollte Ihr Projekt nicht erfolgreich sein, übernehmen wir diese Gebühren. Wir empfehlen die Gebühr bereits vorher in die Zielsumme einzukalkulieren, so dass die benötigte Summe auch nach Abzug der Gebühr erreicht wird. Das ist ein im Crowdfunding üblicher Mechanismus, der offen und transparent auch gegenüber der Unterstützer-Community kommuniziert werden kann. Dabei gilt das „Alles-oder-Nichts-Prinzip“ (etwas weiter unten). (siehe auch "Was passiert mit dem Geld während der Finanzierungsphase?")

Was passiert mit dem Geld während der Finanzierungsphase?

Während der Projekt-Laufzeit (max. 60 Tage) wird das Geld von unserem BaFin zertifizierten Partner, der Secupay AG, rechtlich getrennt und treuhänderisch sicher verwahrt. Zur Sicherheit und aus gesetzlichen Gründen werden Identität und Kontodaten entsprechend verifiziert. Für die komplette Zahlungsabwicklung müssen 4 % Gebühr von der erreichten Projektsumme einbehalten werden. Diese Gebühr wird genauso wie die Beraterprovision (7 %) bereits vorher in die Zielsumme einkalkuliert, so dass die tatsächlich benötigte Summe von Seiten des Projektstarters auch nach Abzug der Gebühr erreicht wird. Auch hierbei gilt
das „Alles-oder-Nichts-Prinzip“ (etwas weiter unten).

Handelt es sich bei der neuen Plattform um eine neue Entwicklung?

Es handelt sich um eine White-Label-Plattform, die über den VKU-Verlag und uns als Plattform-Betreiber bereitgestellt und bereits seit etwas mehr als 2,5 Jahren auch von Weitere kommunale Partner-Plattformen befinden sich in der Programmierung.

Wieso gibt es erfolgreiche und nicht erfolgreiche Projekte? Das "Alles-oder-nichts-Prinzip"

Unterstützer wollen genau wissen, wofür ihr Geld verwendet wird. Zu ihrem Schutze gibt es das »Alles-oder-Nichts-Prinzip«. Das ist ein bewährter Mechanismus des Crowdfundings weltweit. Dieser besagt, dass eine eingangs definierte Projekt-Zielsumme zu 100 % erreicht werden muss, um das Projekt erfolgreich zu finanzieren. Gelingt dies nicht, werden die eingesammelten Spendengelder automatisch rückabgewickelt. Die Beraterprovision von fairplaid (7 %) fällt in diesem Fall ebenso nicht an, wie die Gebühr für die Zahlungsabwicklung (4 %). D.h. bei Nicht-Erreichen der Zielsumme entstehen auf Seiten des Projektstarters keine
Kosten. Insgesamt haben wir durch diesen Mechanismus eine Erfolgsquote über unsere kommunalen Crowdfunding-Plattformen hinweg von rund 90 %, da wir ein großes Interesse in der Projektberatung daran haben, dass die Projekte auch erfolgreich werden und entsprechend den Projektstarter sehr eng an die Hand nehmen und von der Idee bis zum erfolgreichen Projekt umfassend betreuen.

Müssen sich Projekt-Unterstützer registrieren, um zu unterstützen?

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Unterstützung als Gast und registrierter Nutzer. Als registrierter Nutzer besteht die Möglichkeit öffentlich mit Namen und Bild zu unterstützen. Als Gast besteht nur die Möglichkeit anonym zu unterstützen. Beiden Varianten stehen die gleichen Zahlungsoptionen (Kreditkarte, Lastschrift) zur Verfügung.

Wie können potenzielle Unterstützer der Projekte aktiviert werden?

Um möglichst viele Unterstützer ins Boot zu holen, sollten die Projekte alle Kommunikationskanäle und Kontakte nutzen, die zur Verfügung stehen. Durch das Einstellen von attraktiven Prämien können potentielle Unterstützer zusätzlich motivieren,
dass das Projekt von der Community unterstützt wird. Dabei ist Kreativität gefragt. Aber dabei sind die Projekte nicht auf sich alleine gestellt. Mit unserer Erfahrung unterstützen wir die Projekte mit wertvollen Tipps und Tricks und helfen dabei, diese zum Erfolg zu führen.

Erhalten Unterstützer eine Spendenquittung

Ist ein Projektstarter ein gemeinnütziger und eingetragener Verein, so kann er selbstverständlich Spendenbescheinigungen ausstellen. Wird vom Projektstarter eine freie Unterstützung getätigt, d.h. keine Prämie als Gegenleistung ausgewählt, sondern mit einer beliebigen Summe unterstützt, dann kann der Projekt-Unterstützer eine Spendenbescheinigung automatisiert im „Bezahlprozess“ vom Verein anfordern. Das Ausstellen der Spendenbescheinigungen fällt in den Aufgabenbereich des Projektstarters. Wählt ein Projekt-Unterstützer eine Prämie aus und bekommt dafür also eine Gegenleistung
für die Spenden, so kann keine Spendenbescheinigung angefordert werden.

Weitere häufig gestellte Fragen rund um die Projekte finden Sie auf folgenden Informationsseiten:

https://crowdfunding-hilfecenter.de/kb/projektstarter-fpl/
https://crowdfunding-hilfecenter.de/kb/fuer-unterstuetzer/

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