„Kleines Bruch“: Aufwändiges Spülbohrverfahren erhöht Versorgungskapazität

06.12.2017 | Netzservice-Gesellschaft der Stadtwerke verlegt neue Trinkwasser-, Strom-, Erdgas- und Glasfaserleitungen / Erhöhung von Kapazität und Versorgungssicherheit

Die Netzservice-Gesellschaft der Stadtwerke ist dabei, ihre Versorgungsleitungen für das Gewerbegebiet „Kleines Bruch“ bei Neureut auszubauen. Die Bauarbeiten dazu laufen bereits seit Mitte letzten Jahres. Kern der Baumaßnahme ist eine neue Versorgungstrasse über fünf Kilometer Länge, die mehrere Ver- und Entsorgungsleitungen enthält. Da die Trasse die B36 sowie ein Fließgewässer kreuzt, wenden die Stadtwerke zur Unterquerung zwei groß dimensionierte Spülbohrungen an. „Dabei handelt es sich um eine technisch äußerst anspruchsvolle Methode, die in diesem Ausmaß für uns ein Novum darstellt und auch landesweit sehr selten sein dürfte“, informiert Dr. Becker, Geschäftsführer der Netzservice-Gesellschaft. „Insgesamt erhöhen wir durch die aufwändige und mehrere Millionen Euro teure Gesamtmaßnahme nicht nur die Kapazitäten sondern mit den neuen Leitungen auch die Versorgungssicherheit des Gewerbegebietes in hohem Maße.“

Bohrkopf hat einen Durchmesser von 130 Zentimetern

Das große Spülbohrgerät mit einer Zugkraft von 250 Tonnen wurde vom Hersteller mit elf Sattelschleppern in Einzelteilen angeliefert, die Montage der Anlage erfolgte vor Ort. In zwei Bohrtrassen von jeweils rund 280 Metern werden jeweils die Bundesstraße und das Fließgewässer „Weißer Graben“ unterquert. Dazu wurden zunächst Pilotbohrungen durchgeführt und in mehreren Aufweitvorgängen auf einen Durchmesser von 130 Zentimetern vergrößert. Dann zog die Anlage die rund 300 Meter langen Rohrbündel ein: Dabei handelt es sich um Versorgungsleitungen für Wasser, Strom, Erdgas, Glasfaser und Telekommunikation, ebenso sind Druckentwässerungsleitungen des Tiefbauamtes enthalten.

Die Drohnenaufnahme zeigt das 300 Meter lange Rohrbündel unmittelbar vor dem Einzug in den Bohrkanal. Im Vordergrund ist der Bohrkopf zu erkennen. 
Die Drohnenaufnahme zeigt das 300 Meter lange Rohrbündel unmittelbar vor dem Einzug in den Bohrkanal. Im Vordergrund ist der Bohrkopf zu erkennen.
 
 

Alle Leitungsstränge sind jeweils in Hülsrohren geschützt. Für den Vorgang des Rohreinzugs war jeweils ein enges Zeitfenster gesetzt, in denen verschiedene Faktoren für das Gelingen maßgeblich waren, beispielsweise die geologischen Verhältnisse in knapp 20 Metern Tiefe. Beide Spülbohrungen sind dem Netzservice der Stadtwerke und den beauftragten Fachfirmen gut gelungen.

Nach Abschluss der Baumaßnahme stehen dem Gewerbegebiet „Kleines Bruch“ höhere Kapazitäten für Strom- und Trinkwasserversorgung zur Verfügung und erstmals auch Anschlussmöglichkeiten an das Erdgasnetz.

 

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