2.400 Bäume für Ecuador und Uganda

08.12.2015

Bilanz des klimafairen Stadtgeburtstags/Kompensierung von rund 2.300 Tonnen CO2 durch Aufforstungs-Projekte in Südamerika und Afrika und durch Kühlschranktausch in Karlsruhe


Was haben Schüler in Ecuador oder Waldarbeiter in Uganda mit dem Karlsruher Stadtgeburtstag zu tun? Auf den ersten Blick nichts, auf den Zweiten eine ganze Menge. Der Karlsruher Stadtgeburtstag wurde klimafair gefeiert. Partner dafür waren die Stadtwerke Karlsruhe. Sie belieferten zum Beispiel alle zentralen Veranstaltungen des Festivalsommers im Schlosspark mit 100 Prozent Ökostrom. Bei einer mehrwöchigen Großveranstaltung mit fast 600.000 Besuchern lassen sich aber nicht alle CO2-Emissionen vermeiden. Daher finanzierten die Stadtwerke die Erhebung der Daten, die zur Ermittlung der CO2-Emissionen bei den zentralen Veranstaltungen im Schlossgarten notwendig waren, sowie den Kauf der Emissionszertifikate für die Ausgleichsprojekte.

Dienstleister war die Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK). „Wir ließen rund 3.650 Besucher und Akteure bei 25 zentralen Veranstaltungen zum Anreiseverhalten und rund 7.300 Personen zum Konsum von Speisen und Getränken befragen. Aus diesen Daten sowie aus den Zahlen zum Energieverbrauch, zum Abfallaufkommen und zu den Printprodukten ermittelte die KEK für uns den Gesamt-CO2-Verbrauch. Heraus kamen rund 2.300 Tonnen CO2, die sich nicht vermeiden ließen“, so Michael Homann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Karlsruhe. „Das ist weniger als ursprünglich vermutet, so dass ich den Besuchern ein großes Kompliment machen muss. Sie haben sich umwelt- und klimabewusster verhalten als wir dachten“, so Homann weiter. „Ein großes Lob gebührt aber auch den Organisatoren des Stadtgeburtstags, die bei ihren gesamten Planungen das Thema klimafair mit im Fokus hatten“.
 
Lokale und internationale Ausgleichsprojekte mit sozialer Komponente

Auf der Grundlage der errechneten CO2-Mengen kauft die KEK nun so genannte Emissionszertifikate, die von einem unabhängigen Gutachter geprüft und zertifiziert werden. Die Kosten dafür übernehmen die Stadtwerke. Die Erlöse werden in unterschiedliche Klimaschutzprojekte investiert. Zunächst gab es ein lokales Projekt mit einer sozialen Komponente. 100 einkommensschwache Karlsruher Haushalte konnten ihre alten Kühlschränke durch energieeffiziente, neue Geräte ersetzen.

Da Klimaschutz ein weltweites Thema ist, fließen die Gelder auch in zwei Aufforstungsprogramme in Ecuador und Uganda. In beiden Ländern werden zusammen ca. 2.400 Bäume gepflanzt. Da ein tropischer Laubbaum in 30 Jahren rund eine Tonne CO2 aufnimmt, werden durch die Aufforstungsprojekte rund 2.400 Tonnen CO2 kompensiert. Alle Kompensationsprojekte haben auch eine soziale Komponente: In Ecuador ziehen Grundschulen die Jungpflanzen für die Aufforstung groß. Die Erlöse aus dem Verkauf der Setzlinge kommen der Schule zugute. In Uganda wird seit 2002 ein Gebiet von etwa 12.000 Hektar wieder aufgeforstet. Über 600 einheimische Arbeitskräfte werden hier beschäftigt und erhalten ein Einkommen, das weit über dem Durchschnitt liegt. Durch die sozialen Komponenten profitieren viele Menschen von den Ausgleichsprojekten und erfahren, dass Umwelt- und Klimaschutz direkt die eigenen Lebensbedingungen verbessern kann.

Die Grundschüler von Los Andes am Westhang der Anden freuen sich, dass die Setzlinge für das Aufforstungsprogramm so gut gedeihen. Die Erlöse aus dem Verkauf der aufgezogenen Bäume bekommen die beteiligten Schulen.
Die Grundschüler von Los Andes am Westhang der Anden freuen sich, dass die Setzlinge für das Aufforstungsprogramm so gut gedeihen. Die Erlöse aus dem Verkauf der aufgezogenen Bäume bekommen die beteiligten Schulen.

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