Mut

Mut kann bedeuten, seiner Zeit voraus zu sein und Themen beherzt aufzugreifen, bevor sie ins allgemeine Bewusstsein treten. Die Stadtwerke handeln als ein solcher Vorreiter für Umweltschutz und Klimawende.

»In der Coronakrise haben wir eine Impfung und damit Abhilfe in Aussicht. Gegen die Klimakrise gibt es keine Impfung. Das Thema verschwindet nicht«, sagt Markus Schleyer, Leiter des Referats Umweltschutz bei den Stadtwerken Karlsruhe. »Wir als Unternehmen haben eine gesellschaftliche Verantwortung und dürfen jetzt nicht wegen Corona den Kopf in den Sand stecken«, sagt er. Mit welchen ökologischen Themen die Stadtwerke derzeit besonders aktiv sind, verrät er hier:

Engagement mit Tradition und Leidenschaft:

25 Jahre

zertifiziertes Umweltmanagement

Beim Thema EMAS – kurz für Eco-Management and Audit Scheme – waren die Stadtwerke von Anfang an dabei mit einem zertifizierten Umweltmanagementsystem. 1996 hieß es zum ersten Mal Formulare ausfüllen und Rechenschaft ablegen. Seitdem haben die Stadtwerke im Rahmen ihrer EMAS-Aktivitäten über 450 Klima- und Umweltschutzmaßnahmen angestoßen, von denen mehr als 90 Prozent auch durchgeführt wurden beziehungsweise werden. So zeigen unter anderem der Bau von Wind- und Solaranlagen, unterschiedliche Ökostromangebote, Maßnahmen zur Umsetzung der lokalen Wärmewende sowie Aktivitäten für den Artenschutz und zur Minderung von Plastikmüll, dass die Stadtwerke ihre Verantwortung für die Umwelt schon früh ernst genommen haben.

International Kräfte bündeln:

Rhein in Trinkwasserqualität
Illustration Darstellugn Trinkwasserqualität

Stadtwerke in der IAWR aktiv

Um auf europäischer Ebene politisch Einfluss nehmen zu können, haben sich 120 Wasserwerke im Rhein-Einzugsgebiet zu einer internationalen Arbeitsgemeinschaft, der IAWR, zusammengeschlossen. Die Stadtwerke Karlsruhe stellen den Hauptsitz der IAWR dar; Präsident ist Prof. Matthias Maier von den Stadtwerke Karlsruhe GmbH, die Geschäftsführung liegt bei Wolfgang Deinlein, ebenfalls von den Stadtwerken Karlsruhe. Ziel der IAWR ist es, »den Rhein und seine Nebenflüsse sowie die Seen und das Grundwasser in seinem Einzugsgebiet so zu schützen, dass daraus mit naturnaher Aufbereitung Trinkwasser gewonnen werden kann«. Mit dem Europäischen Fließgewässer-Memorandum trieben die Wasserschützer ihr Anliegen im vergangenen Jahr auf EU-Ebene voran. Aktuell läuft ein großer Appell zum sofortigen Umsteuern der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP). Unter iawr.org/aktuelles/ findet sich auch der GAP-Appell.

90%

der Fernwärme stammt aus industrieller Prozessabwärme

40.000

Haushalte sind mittlerweile an das klimafreundliche Fernwärmenetz angeschlossen

Nutzung industrieller Abwärme:

Illustration Heizung / Stadt

Vorzeigeprojekt Fernwärme

Bereits seit den 50er-Jahren treiben die Stadtwerke Karlsruhe ein besonderes Projekt voran, das mittlerweile 40.000 Haushalte in Karlsruhe mit klimafreundlicher Wärme versorgt: Fernwärme. Diese stammt heute zu rund 90 Prozent aus industrieller Prozessabwärme und aus Abwärme bei der Stromerzeugung in so genannter Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) – sie wird also nicht extra als Heizwärme produziert. Partner in diesem Verbund sind vor allem die MiRo-Raffinerie und die EnBW mit dem Rheinhafen-Dampfkraftwerk. Neu dazu kommt ab Ende 2022 die Papierfabrik Stora Enso. Der Ausbau des Leitungsnetzes von den Erzeugern und hin zu den Kunden auch in nicht-zentralen Stadtteilen wie Durlach oder Rüppurr bedeutet einen erheblichen finanziellen Aufwand. Und der lohnt sich: Die Stadtwerke liefern gemütliche Wärme für die Fächerstadt und sparen durch die Nutzung von industrieller Abwärme pro Jahr zwischen 100.000 und 150.000 Tonnen CO2.

Erneuerbare Energien:

Illustration Solardächer

Karlsruhe sonnt sich

Von den drei großen, frei verfügbaren regenerativen Energiequellen funktioniert die Sonne in Karlsruhe am besten. Hier waren die Stadtwerke Vorreiter mit ihren großen Solarparks, an denen sich zahlreiche Karlsruherinnen und Karlsruher zu Beginn des neuen Jahrtausends beteiligten. Auch wenn vonseiten der Politik die Förderung von Solaranlagen mittlerweile deutlich zurückgegangen ist: Solar boomt weiter. Heute nutzen größere Wohnanlagen, Quartiere, Schulen oder Mittelständler die umweltfreundlich erzeugte Energie mithilfe ausgereifter Technik direkt vor Ort. Die Stadtwerke helfen mit Contractingmodellen und Beratung. Zudem geben sie der Solarenergie, zusammen mit der VOLKSWOHNUNG und dem 100-Dächer-Programm, einen neuen Schub. Die Stadtwerke unterstützen den Boom, z.B. mit dem Förderprogramm »Mein SolarDach«. Hier können Stadtwerke-Kundinnen und Kunden mit einer eigenen Photovoltaikanlage Strom erzeugen.

-58% CO2

Das Karlsruher Klimaschutzkonzept

Anspruchsvolles Karlsruher Klimaschutzkonzept:

58 Prozent weniger CO2-Emissionen
in Karlsruhe bis 2030

Das im vergangenen Jahr beschlossene neue Klimaschutzkonzept der Stadt Karlsruhe umfasst 75 Maßnahmen in fünf Bereichen wie beispielsweise »Strom und Wärme« oder »Mobilität«. 16 Maßnahmen liegen in der Verantwortlichkeit der Stadtwerke, beispielsweise die Erstellung eines Fahrplans zur Defossilisierung der Wärmeversorgung, der Ausbau der Strom-Ladeinfrastruktur oder eine Erhöhung des Öko-Anteils bei Gas- und Stromangeboten. An zahlreichen weiteren Aktivitäten sind die Stadtwerke an der Umsetzung beteiligt. Jährliches Monitoring wird den Fortschritt über zehn Jahre nachhalten. Die Teilhabe an diesem großen Vorhaben zahlt, so führt Markus Schleyer aus, auch auf die ehrgeizigen Klimaziele der Stadtwerke selbst ein. »Und die Teilnahme am Projekt der Klimaschutzunternehmen ›Wege zum klimaneutralen Unternehmen‹ über die nächsten zwei Jahre wird uns weitere Impulse bei der Umsetzung unserer ambitionierten Ziele geben«, so Schleyer weiter.

Mit Brief und Siegel

Manchmal ist es als Privatperson gar nicht so leicht, sich für den Klimaschutz stark zu machen. Eine einfache und nachweislich erfolgreiche Möglichkeit ist es, Energie mit zertifizierten Öko-Tarifen zu beziehen. – Aber wie sich im Dschungel der Zertifikate orientieren? Denn in der Tat: Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom, und Zertifikate zur Klimaneutralstellung des Gasverbrauchs gibt es in den verschiedensten Qualitäten. »Versorgung mit Verantwortung« – für uns nicht nur ein Spruch, sondern ein Leitbild, nach dem wir unsere tägliche Arbeit ausrichten.

Da uns bei den Stadtwerken Karlsruhe echter Umweltnutzen wichtig ist, haben wir unser Produktportfolio sorgfältig entwickelt. Wir bieten nur Öko-Tarife an, von denen wir selbst überzeugt sind. So können unsere Kunden sicher sein, mit ihrer Entscheidung für einen Öko-Tarif einen wirklichen Umweltnutzen zu stiften.

Jährlich neu auf dem Prüfstand:

ok-power-Siegel

Ökostrom mit ok-power-Siegel 

Hochwertiger Ökostrom stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Ressourcen wie beispielsweise Wasserkraft. Zudem löst er einen Förderimpuls über staatliche Maßnahmen hinaus aus. So werden etwa sinnvolle Projekte unterstützt, die die Energiewende beschleunigen und qualitativ voranbringen. Wer sichergehen will, dass sein Ökostromtarif die Energiewende nachweislich vorantreibt, sollte einen zertifizierten Ökostromtarif wählen.

Die Stadtwerke Karlsruhe haben sich bereits im Jahr 2013 für die Zertifizierung ihrer Ökostromtarife mit dem ok-power-Siegel entschieden. Damit geben sie ihren Kunden die Sicherheit, mit ihrer Produktwahl einen zusätzlichen Umweltnutzen zu stiften. Hinter dem Siegel steht der EnergieVision e. V. – ein gemeinnütziger Verein, der nicht gewinnorientiert handelt und neutral sowie unabhängig arbeitet.

Um das ok-power-Siegel tragen zu dürfen, müssen wir jedes Jahr ein umfangreiches Zertifizierungsverfahren durchlaufen. Die folgenden Qualitätskriterien des ok-power-Siegels erfüllen wir:

  • Herkunft des Stroms zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen
  • Förderung innovativer Projekte, welche die Energiewende in besonderem Maße voranbringen
  • Keine Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe an Atomkraft-, Braunkohle- sowie neuen Steinkohlekraftwerken
  • Der Tarif wird zu fairen und verbraucherfreundlichen Vertragsbedingungen angeboten
  • Jährliche Überprüfung durch unabhängige Gutachter

Erfüllt Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen:

Klimaneutrales Gas

Zertifikate für klimaneutrales Gas können sehr unterschiedliche Qualitätsunterschiede aufweisen. Als nachhaltiger Versorger legen wir großen Wert darauf, dass unser internationales Klimaschutzprojekt neben der nachweislichen CO2-Reduktion auch einen Beitrag für die Bevölkerung vor Ort leistet. Deshalb haben wir für unser klimaneutrales Gas ein Projekt ausgewählt, welches mit dem anspruchsvollen Gold-Standard zertifiziert ist. Somit ist sichergestellt, dass unser Projekt nicht nur klima-, sondern auch entwicklungspolitisch einen Mehrwert bietet.

Entschieden haben wir uns übrigens für ein Windkraft-Projekt im indischen Madhya Pradesh. Neben dem Bau eines Windparks wurde außerdem ein großer Fokus auf die Unterstützung der folgenden Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen gelegt:

  • Nr. 3 Gesundheit und Wohlergehen
  • Nr. 4 Hochwertige Bildung
  • Nr. 6 Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen
  • Nr. 7 Bezahlbare und saubere Energie
  • Nr. 8 Menschenwürdige Arbeit- und Wachstumswirtschaft
  • Nr. 13 Maßnahmen zum Klimaschutz

Damit Sie sichergehen können, dass wir Ihnen auch wirklich die Qualität verkaufen, die wir bewerben, lassen wir unser klimaneutrales Gas im Rahmen eines jährlichen Audits vom TÜV NORD zertifizieren.

Siegel: ok-power und TÜV Nord
Ein Baum für die Stadt
Illustration Setzling

und viele Vorteile

Schließen Sie jetzt einen Öko-Tarif ab und erhalten Sie einen attraktiven Bonus nach dem ersten Vertragsjahr. Unser Tarifberater unter stadtwerke-karlsruhe.de ist Ihnen gerne bei der Tarifwahl behilflich.

Als Willkommensgeschenk pflanzen wir für jeden neuen Ökostromkunden einen Baum in Karlsruhe. Außerdem sichern Sie sich mit unseren Ökostromtarifen die Möglichkeit, eine unserer Elektromobilitäts-Förderungen in Anspruch zu nehmen.

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