Energie – unverzichtbar und im Wandel

Wärme, Kraftstoff und Strom: Energie umgibt uns ständig und überall. Sie befeuert unsere Aktivitäten und verstärkt unsere Kraft. Wir verlassen uns darauf, Zugriff auf Energieträger zu haben und suchen gleichzeitig nach Alternativen. Was Energie eigentlich genau ist, welche Arten und Formen es gibt und was es mit erneuerbaren Energien sowie der Energiewende auf sich hat, wird hier erklärt.

Energie: Die physikalische Größe im Alltag

Laut Definition ist Energie eine fundamentale Größe in der Physik - doch sie spielt in der Biologie, Chemie, Technik, Wirtschaft und natürlich daher auch in unserem Leben eine zentrale Rolle. Denn Energie gibt es in unterschiedlichen Formen, zu denen die elektrische, chemische, potenzielle, kinetische und thermische Energie zählen.

Diese Energieformen können ineinander umgewandelt werden. Anders als in der Physik, wird in der Wirtschaft dieser Prozess als Energieerzeugung tituliert und umfasst beispielsweise die Umwandlung von chemischer Energie in Form von Kohle in elektrische Energie, also Strom.

Im physikalischen Sinne gibt es außerdem auch keinen Energieverbrauch - wirtschaftlich wird dieser Begriff allerdings dennoch genutzt. Er beschreibt den Übergang von Primärenergie, beispielsweise Gas, Kohle oder Erdöl, in eine nicht mehr weiter zu nutzende Energieform, wie zum Beispiel Abwärme.

Energieträger: Von der Kohle bis zur Wasserkraft

Körper, die Energie speichern oder besitzen, werden als Energieträger oder Energiequellen bezeichnet. Hierzu gehören, Heizstoffe und Kraftstoffe, aber auch angestautes sowie fließendes Wasser, Nahrungsmittel und Batterien. Auch die Sonne gilt als Quelle von Energie, die durch Solarzellen und Sonnenkollektoren nutzbar gemacht werden kann. 

Weitere Energieträger sind Biomasse, Wind und Kernbrennstoffe wie Uran oder Plutonium. In all diesen Körpern oder Dynamiken ist Energie gespeichert, welche wiederum für verschiedene Zwecke eingesetzt beziehungsweise genutzt werden kann. Elektrischer Strom ist streng genommen eine Energieform, wird aber auch oft zu den Energieträgern gezählt.

In vielen Ländern, auch in Deutschland, galten Erdöl, Kohle und Erdgas als die traditionell wichtigsten Energieträger. Allerdings sind diese Energiequellen bereits vor vielen Millionen Jahren entstanden und bilden sich nicht nach. Das bedeutet, dass diese Energiequellen endlich sind und irgendwann aufgebraucht sein werden.

Deshalb setzen Energieversorger, Unternehmen und Privatleute zunehmend auch regenerative oder erneuerbare Energieträger. Dazu zählen beispielsweise Biomasse wie Holz, das nachwächst. Zudem können Wasserkraft, Wind, Erdwärme oder Sonnenstrahlung immer wieder von Neuem genutzt werden. Diese Energieformen gelten als sogenannte saubere Energie, die wenig oder kein CO2 freisetzen.

Vor- und Nachteile von erneuerbaren Energien

Vorteile von erneuerbaren Energien

  • Erneuerbare Energien sind quasi unbegrenzt verfügbar.
  • Erneuerbare Energien sind umweltfreundlicher - Stichwort „Saubere Energie“
  • Erneuerbare Energien sind weltweit verfügbar.

(Aktuelle) Nachteile von erneuerbaren Energien

  • Aktuell kann die Versorgung durch bestimmte erneuerbare Energien noch teurer in der Anschaffung sein.
  •  Im Vergleich zu fossilen Brennstoffen fällt die Energieausbeute in der Regel noch geringer aus.

Energiewende: Mehr erneuerbare Energien

Sauberer, sicherer, bezahlbarer, alternativer und damit nachhaltiger sowie umweltfreundlicher soll die Energieerzeugung werden. Dieser Prozess wird als Energiewende bezeichnet. Er umfasst die Abkehr von der traditionellen Wärme- und Stromerzeugung, insbesondere durch Atom- und Kohlekraft, hin zu erneuerbaren Energien sowie einer höheren Energieeffizienz.

Hierbei verfolgen die Akteure das Ziel, die durch die konventionelle Energiewirtschaft entstandenen gesellschaftlichen, gesundheitlichen sowie ökologischen Herausforderungen zu verringern. Mit Hinblick auf die globale Erwärmung ist insbesondere die Dekarbonisierung der Energiewirtschaft wichtig. Das bedeutet: Es sollen weniger CO2-haltige fossile Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas zum Einsatz kommen. Weitere Argumente pro Energiewende sind die Gefahren der Kernenergie sowie die Endlichkeit der fossilen Energiequellen.

Damit die Energieerzeugung künftig auf Kohle- und Öl verzichten kann, wird die Nutzung erneuerbarer Energien derzeit ausgebaut. Hierzu zählen Bioenergie, Erdwärme, Wasserkraft, Meeresenergie, Sonnenenergie und Windenergie.

Energiewende bis ins Jahr 2050

Bereits im Jahr 1980 festigte das Öko-Institut mit seinem Buchtitel „Energiewende – Wachstum und Wohlstand ohne Erdöl und Uran“ den Begriff „Energiewende“. Das Buch handelt davon, dass ein Wohlstand sowie Wachstum ohne fossile Energiequellen oder Kernenergie bis in das Jahr 2050 umsetzbar sind.
Inzwischen ist über die Hälfte der Zeitspanne 1980 bis 2050 vergangen und knapp die Hälfte (rund 45 Prozent) des Stroms in Deutschland wird bereits durch erneuerbare Energien erzeugt. Ein Ausstieg aus der Kernenergie ist beschlossen.

Energie: Stadtwerke Karlsruhe: Nachhaltiger Energieträgermix

Die Stadtwerke Karlsruhe bieten ein breites Portfolio aus verschiedenen Energiemodellen. Im sogenannten „Energieträgermix“ veranschaulichen die Stadtwerke Karlsruhe den Strommix in Karlsruhe. Hier wird unter anderem deutlich, aus welchen unterschiedlichen Energiequellen und zu welchen jeweiligen Anteilen, die Endkunden der Stadtwerke ihren Strom bekommen. 

Der Vergleich zeigt: Der Strommix der Stadtwerke enthält einen deutlich höheren Anteil (rund 65 Prozent) an erneuerbaren Energien als der Bundesdurchschnitt (rund 45 Prozent). 

Aber kein Wunder! Die Stadtwerke Karlsruhe bauen den Anteil erneuerbarer Energien an ihren Produkten kontinuierlich aus. Hierzu gehört das Stromangebot „
NaturStrom,welches zu 100 Prozent in Wasserkraftanlagen erzeugt wird und dabei keine klimaschädlichen Emissionen verursacht. In Karlsruhe mit seinem besonders sonnigen Wetter setzen die Stadtwerke zudem schon lange und auch künftig verstärkt auf Solarenergie auf Dächern von Schulen, Unternehmen und anderen großen Dachflächen, beispielsweise auch von Wohngebäuden. In geringem Umfang nutzen die Stadtwerke Karlsruhe auch Bioenergie auf den Karlsruher Deponien – auf der ehemaligen Deponie West im Karlsruher Rheinhafen und auf dem Gelände der Deponie Ost.


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