Karlsruhe: Hauptstadt des Wasserschutzes am Rhein

Die Stadtwerke engagieren sich in einer europäischen Arbeitsgemeinschaft für nachhaltige Wasserwirtschaft und den Schutz der Trinkwasserressourcen im Einzugsgebiet des Rheins.

Manche Aufgaben sind so groß, dass man sie allein nicht stemmen kann. Dazu gehört es auch, das Trinkwasser zu schützen. Deshalb haben sich die Anrainer des Rheins und seiner Nebenflüsse zusammengetan, um sich für den Schutz der Trinkwasserressourcen zu engagieren und dafür zu sorgen, dass wir auch künftig gesundes, sauberes Wasser zur Verfügung haben. Der Name der Organisation: Internationale Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke im Rheineinzugsgebiet, kurz IAWR. Ihr Ziel: »… der nachhaltige Schutz der Trinkwasserqualität als wesentliche Grundlage für öffentliche Gesundheit. Dies setzt eine wirksame Umsetzung des Vorsorgegrundsatzes voraus. Im Rheineinzugsgebiet sind demnach der Rhein mit seinen Nebenflüssen einschließlich der Seen und Grundwasserkörper so zu schützen, dass die Wasserqualität der Trinkwasser-Ressourcen es erlaubt, mit lediglich naturnahen Aufbereitungsverfahren Trinkwasser zu gewinnen.« 120 Wasserversorger in sechs Ländern sind dabei.

Politisch aktiv für sauberes Trinkwasser

Ein ehrgeiziges Ziel an einem intensiv genutzten europäischen Strom mit Schifffahrt, an seinen Ufern Industrie und Landwirtschaft! Wie soll das gehen? Unter anderem durch politische Überzeugungsarbeit, wie Wolfgang Deinlein erläutert. Der Stadtwerke-Experte für Trinkwasser ist derzeit Geschäftsführer der IAWR. Auch den Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft stellen die Stadtwerke derzeit mit Prof. Dr. Matthias Maier.
Zur politischen Arbeit gehört vor allem Einflussnahme. So rief die IAWR im vergangenen Jahr dazu auf, die Europäische Bürgerinitiative »Bienen und Bauern retten« gegen den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, so genannten Pestiziden, zu unterstützen. 1,2 Millionen europäische Bürger*innen folgten dem Aufruf insgesamt. Diese Willensbekundung war ein wichtiges Signal an die europäischen Gesetzgeber.


Durch den Zusammenschluss mit weiteren Trinkwasserversorgern und deren Organisationen entlang von Donau, Elbe, Maas und Schelde erhöht die IAWR ihre Möglichkeiten politischer Einflussnahme: Die ERM-Koalition steht für 170 Wasserversorger und 188 Millionen Verbraucher*innen. Im März 2022 verabschiedete die ERM-Koalition das Europäische Grundwassermemorandum. Dieses dient als Leitfaden für politische Entscheidungen zum Schutz der Lebensgrundlage Wasser.
In diesem Sommer informierte die IAWR das Kabinett des EU-Kommissars für Umwelt und Ozeane, Virginijus Sinkevičius, über die Notwendigkeit einer wesentlich strengeren Regulierung von Chemikalien im europäischen Rechtsrahmen zum Schutz der Trinkwasserversorgung. Teile dieser Empfehlungen flossen in den am 22. Juni vorgestellten Verordnungsvorschlag der Kommission über nachhaltige Verwendung von Pflanzenschutzmitteln ein. Eine gute Nachricht für alle Verbraucher*innen, wie Wolfgang Deinlein betont.

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