Umweltprämie für die Umstellung auf Fernwärme

04.11.2019 | Stadtwerke fördern den Umstieg auf die klimafreundliche Fernwärme und zahlen zusätzlich eine Umweltprämie aus

Die Stadtwerke erleichtern den Karlsruher Bürgern ab sofort den Umstieg auf die klimafreundliche Fernwärme mit einer zusätzlichen Umweltprämie. Mit diesem konkreten Angebot möchte der Energieversorger den Klimaschutzplänen der Bundesregierung vorweggreifen. „Die aktuelle Fridays-for-Future-Bewegung im Rahmen der Klimadebatte bringt aktuell viele Bürger zum Nachdenken, wie sie ihren eigenen Beitrag zum Klimaschutz leisten können“, informiert Michael Homann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Karlsruhe. Ein großer Hebel beim Klimawandel ist die Raumwärme – der Wärmeverbrauch macht in Deutschland rund 40 Prozent des CO2-Ausstoßes aus. Dafür sind in erheblichem Maße auch Öl-Heizungen verantwortlich. Daher hat die Bundesregierung in ihrem Klimaschutzpaket auch ein Einbauverbot für Öl-Heizungen ab 2026 beschlossen.
„Unsere Umweltprämie soll die Kunden dazu ermuntern, sich bereits jetzt mit dem Thema Heizungsumstellung zu beschäftigen. Man könnte sie also auch als Abwrackprämie bezeichnen“, erläutert Michael Homann weiter. „Wir unterstützen den Umstieg zur Fernwärme weiterhin mit mindestens 2.000 Euro und legen jetzt noch die Prämie oben drauf.“ Sowohl die Förderung als auch die die Umweltprämie sind abhängig von der Größe der Heizung. Für eine Anschlussleistung von 150 Kilowatt gibt es zum Beispiel insgesamt 4.950 Euro, für eine Anschlussleistung von 300 kW sind es 7.400 Euro.

Karlsruher Fernwärme boomt

Aktuell werden rund 40.000 Wohneinheiten und eine Großzahl von Gewerbeeinheiten in der Stadt mit dieser ganz besonderen Form der Wärme versorgt. Und in Zukunft werden es noch mehr: Seit einigen Jahren bauen die Stadtwerke ihr Fernwärmenetz in der Fächerstadt intensiv aus und schließen über eine dritte Haupttransportleitung Zug um Zug neue Stadtteile an. Erstmals überwindet die Fernwärme aktuell auch die Stadtgrenze Richtung Süden – die neue Trasse von der Rheinstrandsiedlung über Forchheim bis zur neuen Stadtmitte Rheinstetten wird im Jahr 2021 fertig.

Klimafreundliche Wärme aus Abwärme

Die Karlsruher Fernwärme stammt zu über 90 Prozent aus industrieller Prozessabwärme und aus Abwärme bei der Stromerzeugung in so genannter Kraft-Wärme-Kopplung. Hauptlieferanten sind die Mineralölraffinerie Oberrhein (MiRO) und das Rheinhafen-Dampfkraftwerk der Energie Baden-Württemberg AG. Sowohl die Raffinerie als auch das Kraftwerk nutzen dabei Abwärme, die sonst verloren ginge, konsequent für die Fernwärmeversorgung. Das spart Ressourcen und schont Umwelt und Klima. Allein durch die Nutzung der MiRO-Abwärme reduziert sich der CO2-Ausstoß jedes Jahr um rund 100.000 Tonnen.

Niedriger Primärenergiefaktor und geringer CO2-Ausstoß

Aufgrund ihrer Entstehung ist die Karlsruher Fernwärme eine äußerst klimaschonende und emissionsarme Heizenergie, die mit einem Primärenergiewert von nur 0,26 leicht alle Anforderungen der Energie-Einsparverordnung und der Wärmegesetze des Bundes und des Landes Baden-Württemberg erfüllt. So können Bauherren kostensparend planen und zum Beispiel auf eine thermische Solaranlage oder auf besonders aufwändige zusätzliche Wärmedämm-Maßnahmen verzichten. Die Karlsruher Fernwärme spielt auch beim spezifischen Feinstaub-, Kohlendioxid- und Stickoxidausstoß in der ersten Liga und schneidet hier deutlich besser ab als zum Beispiel Heizöl. Das verbessert die Luftqualität vor Ort deutlich.
Insgesamt ist der Karlsruher Fernwärme-Ausbau ein wichtiger Beitrag zur Energiewende und eines der größten Klimaschutz-Projekte in Baden-Württemberg. Die Fernwärme in der
Region Karlsruhe hat daher 2016 den Umweltpreis des Landes Baden-Württemberg gewonnen.

Viele Vorteile für Fernwärme-Kunden

Wer mit Fernwärme heizt, hat keine Heizung mehr im Keller. Auch einen Kamin sucht man vergeblich. Denn wo nichts verbrannt wird, entstehen auch keine Abgase. Die Fernwärme kommt in Form von heißem Wasser über Rohrleitungen ins Haus. Weitere Vorteile für Fernwärme-Kunden sind die überschaubaren Investitionskosten für den Hausanschluss und die Wärme-Übergabestation. Die mit über 30 Jahren veranschlagte lange Lebensdauer der Anlage hat niedrige Betriebskosten und benötigt nur wenig Platz. Es sind weder Tank, Kessel noch Schornstein notwendig. Eine gewisse Preisstabilität rundet das Vorteilspaket ab.

Interessierte können sich auf folgenden Seiten über den Anschluss und die Förderung informieren:

Umweltprämie
 

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