Stadtwerke Karlsruhe erwerben Beteiligung am größten Windpark in Rheinland-Pfalz von ENOVA

31.01.2024

Elf Windkraftanlagen erzeugen zukünftig jährlich 200 Millionen Kilowattstunden Ökostrom im Windpark Schneifelhöhe.

Nach erteilter BImschG-Genehmigung verkauft das niedersächsische Unternehmen ENOVA Power GmbH (ENOVA), Entwickler, Betreiber und Investor von Windkraft in Deutschland, seinen Anteil am Windpark Schneifelhöhe an die Stadtwerke Karlsruhe und übergibt das Projekt. Die Inbetriebnahme des Windparks ist für Mitte 2026 geplant. Der Standort liegt im Landkreis Bitburg-Prüm auf der Anhöhe Schneifelrücken. Der Gebirgszug gilt als bester Windstandort der Eifel.

In der bisherigen Planung umfasst der Windpark elf Windkraftanlagen vom Typ Nordex N163 mit einer Leistung von je 5,7 Megawatt. In Summe hat der Windpark eine Leistung von 62,7 Megawatt und ist damit das derzeit größte genehmigte Windkraftprojekt in Rheinland-Pfalz. Der prognostizierte Energieertrag beträgt rund 200 Millionen Kilowattstunden Ökostrom pro Jahr. Hiermit sollen zukünftig über 72.000 Zwei-Personen-Haushalte mit Strom versorgt werden können. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Energieversorgung Mittelrhein AG (evm), der THÜGA Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG (THEE) sowie der ENOVA. Rund zehn Jahre wurde daran gearbeitet, bis die Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImschG) für den Windpark erteilt wurde.

Mit der erteilten Genehmigung im vergangenen Dezember übergibt ENOVA das Projekt und hat mit den Stadtwerken Karlsruhe einen neuen Partner gefunden, der in die bestehende Kooperation mit der evm und der THEE eintreten wird. „Wir freuen uns, dass wir nach zehn Jahren Entwicklungsarbeit das Gemeinschaftsprojekt Schneifelhöhe zur Genehmigung führen konnten. Mit den Stadtwerken Karlsruhe haben wir den passenden Nachfolger für unseren Anteil und die anstehende Bau- und Betriebsphase gefunden und wünschen den drei Partnern viel Erfolg”, so Hauke Brümmer, CEO von ENOVA.

Die Beteiligung der Stadtwerke liegt bei 33,3 Prozent der Anteile. Die restlichen Anteile des Windparks teilen sich hälftig die THEE sowie die evm. Mit ihnen gemeinsam wird der Windpark errichtet und betrieben.

Die Stadtwerke Karlsruhe investieren bereits seit vielen Jahren in den Ausbau von Windkraft. Mit der Realisierung des Windparks Schneifelhöhe wird sich ihre installierte Windkraftleistung um weitere 21 Megawatt erhöhen. „Für uns ist die Beteiligung ein weiterer bedeutsamer Schritt im Ausbau unserer eigenen Erzeugungskapazitäten im Bereich der erneuerbaren Energien“, so Michael Homann, Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe. Er freue sich auf die Kooperation mit den neuen Partnern.

Elf Windkraftanlagen vom Typ Nordex N163 mit einer Leistung von je 5,7 Megawatt erzeugen zukünftig jährlich 200 Millionen Kilowattstunden Ökostrom im Windpark Schneifelhöhe. Foto: Ulrich Mertens
Elf Windkraftanlagen vom Typ Nordex N163 mit einer Leistung von je 5,7 Megawatt erzeugen zukünftig jährlich 200 Millionen Kilowattstunden Ökostrom im Windpark Schneifelhöhe. Foto: Ulrich Mertens

Die ENOVA-Gruppe mit Sitz in Bunde und Hamburg ist ein rund 100-köpfiges Familienunternehmen, das Windenergie-Projekte entwickelt, betreut und in diese investiert.

Das Leistungsspektrum des Unternehmens umfasst vier Kernkompetenzen. Es begann 1989 mit der Projektentwicklung, Planung und Errichtung von On- und Offshore-Windenergieanlagen.
Die technische und kaufmännische Betriebsführung baut auf diesem Know-how auf und verwaltet derzeit ENOVAs eigene und fremde Windparks in ganz Deutschland, vereint durch die eigene Asset Management Software e.live.
Hinzu kommt die technische Wartung und Instandhaltung durch die ENOVA Service GmbH, einem unabhängigen Dienstleister und Spezialisten für Enercon-Anlagen.
Das Portfolio wird vom Investment & Asset Management betreut, das 2017 einen unabhängigen Stromerzeuger (ENOVA IPP) startete und 2020 eine zweite Investitionsplattform (ENOVA Value) gegründet hat, welche sich auf den Erwerb von alten Windparks in Deutschland konzentriert. Beide Plattformen sehen vor, das Bestandsportfolio von ENOVA weiter auszubauen.

ENOVA hat seit 1989 mehr als 2.000 Megawatt an Windenergie-Genehmigungen erhalten und ist für Hunderte von Windkraftanlagen in Deutschland als Dienstleister tätig. Allein im Jahr 2023 erwirkte die ENOVA Genehmigungen für mehr als 170 Megawatt.

Die Stadtwerke Karlsruhe sind der regionale Energie- und Trinkwasserversorger für Karlsruhe und einige Umlandgemeinden. Gemeinsam mit ihrer 100-prozentigen Tochtergesellschaft, der Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH, versorgen sie die Karlsruher Bürgerinnen und Bürger mit Strom, Erdgas, Fernwärme und Trinkwasser. Über die klassischen Produkte hinaus bietet das Unternehmen eine Reihe von Energiedienstleistungen an und baut derzeit das Glasfasernetz im Karlsruher Stadtgebiet aus.

Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Stadt Karlsruhe, die über die städtischen Holding KVVH-Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH 80 Prozent der Anteile hält, sowie der EnBW Kommunale Beteiligungen GmbH, die über die übrigen 20 Prozent der Anteile verfügt. Mit über 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört der Energieversorger gemeinsam mit seinen Tochtergesellschaften Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH und Stadtwerke Karlsruhe Kommunale Dienste GmbH (SKD) zu den großen Arbeitgebern in der Region.

Das Unternehmen zeichnet sich durch sein starkes Umwelt- und Klimaschutzengagement aus und ist bereits seit vielen Jahren im Umwelt- und Klimaschutz aktiv. Unter anderem gehören die Stadtwerke Karlsruhe der deutschlandweiten Vorreiter-Initiative der Klimaschutz-Unternehmen an. Vor dem Hintergrund der Energiewende hat sich das Unternehmen zur Klimaneutralität bis 2040 verpflichtet und investiert dafür verstärkt in erneuerbare Energien und klimaschonende Energielösungen.

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