Stadtwerke liefern klimaneutrales Trinkwasser

31.07.2018

 Über 100.000 Kubikmeter Trinkwasser förderten die Karlsruher Wasserwerke am ersten Ferientag. Damit wurde der bisherige Spitzentag aus dem Jahr 2010 nicht ganz erreicht, so der Leiter der Karlsruher Trinkwasserversorgung Prof. Dr. Matthias Maier (links) mit Wolfgang Deinlein am Trinkwasserbrunnen bei der Turmbergterrasse.
Über 100.000 Kubikmeter Trinkwasser förderten die Karlsruher Wasserwerke am ersten Ferientag. Damit wurde der bisherige Spitzentag aus dem Jahr 2010 nicht ganz erreicht, so der Leiter der Karlsruher Trinkwasserversorgung Prof. Dr. Matthias Maier (links) mit Wolfgang Deinlein am Trinkwasserbrunnen bei der Turmbergterrasse.

Als erster Wasserversorger in Deutschland liefern die Stadtwerke Karlsruhe ein vollständig klimaneutrales Trinkwasser. Das bedeutet, dass die Wasserversorgung von der Grundwasserförderung bis zu den Wasserhähnen in den Haushalten und Betrieben ganz ohne schädliche Treibhausgasemissionen auskommt. „Wir liefern nicht nur sauberes und gesundes Wasser, sondern bewahren auch Klima und Umwelt, indem wir Karlsruhe mit Trinkwassser ohne negative Klimaauswirkungen versorgen, und darauf sind wir stolz“, so Prof. Dr. Matthias Maier, Leiter der Trinkwassergewinnung bei den Stadtwerken.

Die Klimaneutralstellung haben die Stadtwerke über folgende drei Schritte erreicht: Zum einen durch ihr zertifiziertes Energiemanagementsystem, mit dem der Strombedarf für die Trinkwasserversorgung seit 2013 kontinuierlich gesenkt wurde. Des Weiteren wird der verbleibende Strombedarf seit 2014 komplett mit Ökostrom des anerkannten ok-power-Siegels gedeckt. Damit werden jährlich über 4.000 Tonnen CO2 vermieden. Drittens: Die verbleibenden fünf Prozent des Gesamtenergieverbrauchs – für Dienstfahrzeuge, Heizungswärme und Notstromaggregate – können die Stadtwerke noch nicht vollständig vermeiden. Daher werden diese vergleichsweise geringen CO2-Mengen über hochwertige Zertifikate des Karlsruher Klimafonds ausgeglichen. Das erfolgt in lokalen Klimaschutzprojekten und in streng überwachten Aufforstungsprojekten in den Regenwäldern von Ecuador. Dort werden Bäume gepflanzt, die die entsprechenden CO₂-Mengen aus der Luft binden.

Klimaschutz aus der Wasserleitung

Wer gesunde Ernährung mit nachhaltiger Lebensweise kombinieren möchte, für den ist das Karlsruher Leitungswasser ein ideales Getränk. Für einen Liter Trinkwasser entstehen auf dem gesamten Weg bis in den Wasserhahn keinerlei Treibhausgas-Emissionen. Zum Vergleich: Der durchschnittliche CO2-Ausstoß für einen Liter Trinkwasser liegt in Deutschland bei 0,82 Gramm. Für einen Liter Mineralwasser fallen sogar rund 201 Gramm an. Dazu kommen große Mengen an Plastikflaschen und die Umweltbelastung durch die LKW-Transporte.

Köstlich, kostbar und klimaneutral

„In Sachen Klimaschutz kann dem Karlsruher Trinkwasser also niemand das Wasser reichen. Das Schleppen von Wasserkisten kann man sich im wahrsten Sinne des Wortes sparen“, so Prof. Maier weiter. Zumal: Trinkwasser direkt aus der Leitung ist das bestüberwachte Lebensmittel, das es gibt. Das Karlsruher Trinkwasser hat eine hervorragende Qualität und ist eines der besten in ganz Deutschland. Es ist praktisch nitratfrei und hat ein sehr gutes Verhältnis von lebenswichtigem Calcium und Magnesium. Damit ist es ein äußerst gesunder Durstlöscher, kalorienfrei, qualitativ hochwertig und vor allem konkurrenzlos günstig: ein Liter kostet nicht einmal einen viertel Cent.

Weitere Informationen sowie einen Podcast zum klimaneutralen Trinkwasser finden Sie hier.

Köstlich, kostbar und Klimaneutral – Karlsruher Trinkwasser


Fakten rund um das Karlsruher Trinkwasser:

  • Von den Wasserwerken geliefert: Trotz der lang anhaltenden Hitze im Sommer 2018 liegt der Wasserbedarf bei den Stadtwerken auf dem Normalniveau eines heißen Sommers, da die Hitze immer wieder von Regengüssen und Gewittern unterbrochen wird, und sich daher sowohl das Gartengießen als auch der sonstige Wasserbedarf im üblichen Maß bewegen. Eine Extremspitze mit einer Abgabemenge aus den vier Karlsruher Wasserwerken von 105.428 Kubikmetern wurde am Donnerstag, 26. Juli, dem ersten Ferientag, erreicht. Die durchschnittliche Tagesabgabe eines heißen Sommertages liegt bei rund 90.000 Kubikmetern (90 Millionen Litern). Zum Vergleich: An Wintertagen liegt die täglich in das Netz eingespeiste Trinkwassermenge in der Regel zwischen 50.000 und 60.000 Kubikmetern. Der letzte Nachfragerekord mit einem maximalen Tageswasserbedarf über 113.000 Kubikmeter war im Jahr 2010.
  • Grundwasser ist in unserer Region eine erneuerbare Ressource: Es bildet sich aus versickernden Niederschlägen fortwährend neu. Im Bewirtschaftungsgebiet der Karlsruher Trinkwasserversorgung kommen etwa 23 Prozent der gesamten Niederschlagsmenge als Grundwasserneubildung an, das sind rund 76 Millionen Kubikmeter pro Jahr. Davon nutzen die Stadtwerke derzeit nur ungefähr ein Drittel zur Trinkwassergewinnung. Die Nachhaltigkeit der Entnahme ist durch die langfristige Überwachung der Grundwasserstände im engen Zeitraster belegt. Auch bei langanhaltenden Hitzeperioden ist daher in Karlsruhe nicht mit einer Wasserknappheit zu rechnen.
  • Investitionen sichern Trinkwasserversorgung langfristig: Damit das Trinkwasser zuverlässig und in gleich bleibend guter Qualität bei den über 450.000 Kunden in Karlsruhe und den Umlandgemeinden ankommt, investiert das Unternehmen jedes Jahr mehrere Millionen Euro, im Jahr 2017 waren es 10 Millionen Euro.
  • Die Stadtwerke werden ihr Wasserwerk Mörscher Wald in den kommenden Jahren (2018-2021) nach modernsten technischen Standards komplett neu errichten. Der Neubau des 70 Jahre alten Werkes erfolgt auf einem direkt angrenzenden Grundstück. Das über 30 Millionen teure Jahrhundertprojekt sichert die Trinkwasserversorgung der Stadt Karlsruhe und der mitversorgten Gemeinden im Umland für nachkommende Generationen.
  • Bestens und transparent überwacht: Trinkwasser ist das am meisten untersuchte und am besten überwachte Lebensmittel überhaupt. Im Technologiezentrum Wasser (TZW) werden jährlich über 10.000 wasserchemische und mikrobiologische Untersuchungen durchgeführt. Über die Homepage der Stadtwerke können tagesaktuelle Messergebnisse verschiedener Parameter eingesehen werden. Ebenso bieten die Stadtwerke einen Flyer mit den Jahresmittelwerten der Laboruntersuchungen an.
  • Das gesunde Karlsruher Trinkwasser ist reich an wertvollen Mineralstoffen wie Calcium und Magnesium und praktisch nitratfrei. Deswegen ist es auch hervorragend für die Zubereitung von Babynahrung geeignet. Bereits das Grundwasser, aus dem das Karlsruher Trinkwasser gewonnen wird, ist mikrobiologisch von so guter Qualität, dass auf eine Chlor-Desinfektion in den Wasserwerken verzichtet werden kann.
  • Bewusstseinsbildung: Mit dem Projekt „Trinkwasser in der Schule“ haben die Stadtwerke bereits 28 Karlsruher Schulen sowie das St. Antoniusheim, das Stephanienstift und die Kita Kentuckyallee mit kostenlosen Trinkwasserspendern ausgestattet. Dort kann der gesunde Durstlöscher frisch und wahlweise mit Kohlensäure versetzt gezapft werden.
  • Die Trinkwasser-App der Stadtwerke bietet alle wichtigen Daten & Fakten zum Karlsruhe Trinkwasser. Mit ihr finden Sportler oder Spaziergänger den nächstgelegenen Trinkwasserbrunnen oder einen öffentlich zugänglichen Trinkwassersprudler per Kartenfunktion. Die gratis App beinhaltet auch Rezepte für Trinkwassercocktails sowie Trink-Tipps und informiert über Trinkwasser-News. Infos
  • Mit dem Karlsruher Trinkwassermobil gehen die Stadtwerke in der wärmeren Jahreszeit auf Tour und schenken bei rund 30 Sportveranstaltungen und Festen gratis Kostproben des gekühlten Karlsruher Trinkwassers aus. 2017 waren es insgesamt rund 50.000 Becher.
 

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