Hinweise zum sicheren Betrieb von raumluftabhängigen Gasthermen bei Hitze

23.06.2026

Zu- und Abluftöffnungen frei halten. Gasgeräte regelmäßig durch ein Vertragsinstallationsunternehmen warten. CO-Warner können zusätzliche Sicherheit bieten.

Die anhaltend hohen Temperaturen in Karlsruhe und der Region können sich auch auf den Betrieb raumluftabhängiger Gasthermen auswirken. Die Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH weist die Bevölkerung deshalb vorsorglich darauf hin, bei großer Hitze besonders auf eine gute Zu- und Abluft bei diesem speziellen Typ von Gasthermen zu achten. Betroffen sind nicht alle Geräte, sondern raumluftabhängige Gasthermen. Diese sind daran erkennbar, dass sie ihre Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum beziehen und die Abgase über den Kamin / Schornstein führen. Hinweise auf ein solches Gerät können zum Beispiel Lüftungsöffnungen im Aufstellraum oder Schlitze in der Tür sein, die der Luftzufuhr dienen. Ob eine Gastherme raumluftabhängig betrieben wird, lässt sich in der Regel den Geräteunterlagen oder dem Typenschild entnehmen. Im Zweifel sollten Nutzerinnen und Nutzer einen Fachbetrieb oder den zuständigen Schornsteinfegerbetrieb fragen.

Bei sehr hohen Außentemperaturen kann es bei diesen Geräten in Einzelfällen bei unzureichender Belüftung dazu kommen, dass unter ungünstigen Bedingungen der Abzug von Abgasen durch den Kamin bzw. Schornstein vermindert ist. Dadurch können Abgase, darunter Kohlenmonoxid, entstehen und in Aufenthaltsräume gelangen. Kohlenmonoxid ist farb-, geruch- und geschmacklos und deshalb für den Menschen nicht sinnlich wahrnehmbar. Für Bewohnende kann dies eine Gefahr darstellen.

Sollten Sie eine raumluftabhängige Gastherme besitzen, empfiehlt die Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH daher bei großer Hitze:

Entsprechende Gasthermen müssen ordnungsgemäß installiert und regelmäßig durch Fachbetriebe gewartet werden. Auffälligkeiten sollten ernst genommen werden. Dazu zählen ungewöhnliche Gerüche, Verfärbungen am Gerät, oder wiederkehrende Störungen.

Sorgen Sie für eine gute Zu- und Abluft. Wenn eine Gastherme in einem Raum ohne Fenster installiert ist, befinden sich häufig Lüftungsöffnungen oder Schlitze in der Tür. Diese Öffnungen dürfen nicht verdeckt werden – auch nicht durch Handtücher, Bademäntel, Wäsche oder andere Gegenstände. Auch Möbel oder Einbauten sollten die Luftzirkulation nicht behindern.

• Vorsicht auch bei mobilen Klimageräten. Mobile Klimageräte, die Raumluft nach außen abführen, können bei geschlossenen Fenstern einen Unterdruck im Raum erzeugen. Wird gleichzeitig eine raumluftabhängige Gastherme betrieben, kann dies unter ungünstigen Bedingungen den Abgasabzug über Kamin oder Schornstein beeinträchtigen. Deshalb sollte auch beim Einsatz mobiler Klimageräte auf eine ausreichende Luftzufuhr geachtet werden.


• Nehmen Sie Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Atemnot im Zusammenhang mit dem Betrieb der Gastherme ernst. Verlassen Sie in solchen Fällen umgehend den betroffenen Bereich und nehmen Sie weitere anwesende Personen mit. Verständigen Sie im Notfall Feuerwehr und Rettungsdienst über den Notruf 112 und warten Sie draußen auf die Einsatzkräfte. Fenster sollten nur geöffnet und das Gerät nur ausgeschaltet werden, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist.

• Zusätzliche Sicherheit können Kohlenmonoxid-Warner bieten. Sie ersetzen keine Wartung und keine freie Zu- und Abluft, können aber vor gefährlichen CO-Konzentrationen in Innenräumen warnen. Beim Kauf sollte auf geprüfte Geräte geachtet werden.

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