Stadtwerke Karlsruhe spenden Fernwärmerohre für ukrainische Partnerstadt Winnyzja

25.03.2026

Fernwärmerohre für den Wiederaufbau der Energieinfrastruktur vor Ort. Stadtwerke übernehmen Transportkosten.

Stadtwerke-Geschäftsführungsvorsitzender Michael Homann (ganz links) beim Verladen der Fernwärmerohre

Die Stadtwerke Karlsruhe unterstützen den Wiederaufbau der zerstörten Energieinfrastruktur in der Ukraine: Das Unternehmen spendet Fernwärmerohre aus dem eigenen Bestand an die ukrainische Partnerstadt Winnyzja. Der Transport der Materialien erfolgte am 24. März per Lkw auf Kosten der Stadtwerke Karlsruhe. Die Organisation der Lieferung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Hauptamt der Stadt Karlsruhe sowie der Rosinen Initiative gGmbH, die den Transport koordiniert.

Bei den gespendeten Fernwärmerohren handelt es sich um stadtwerkeeigene Materialien. Die Fernwärmerohre weisen Dämmserie 1 auf. Seit Anfang 2025 setzen die Stadtwerke Karlsruhe jedoch aufgrund des geringeren Wärmeverlusts über die Lebensdauer hinweg ausschließlich auf Fernwärmerohre der Dämmserie 2. Die Fernwärmerohre werden daher im Karlsruher Netz nicht mehr verbaut.

Der Winter 2025/2026 gilt als einer der härtesten der vergangenen Jahre in der Ukraine. Gleichzeitig wurden weite Teile der Fernwärme-Infrastruktur durch Angriffe beschädigt oder zerstört. Vor diesem Hintergrund erhalten die Fernwärmerohre nun eine sinnstiftende Verwendung.

Verladen der Fernwärmerohre

„Die Fernwärmerohre sind noch voll funktionsfähig. Für uns war daher schnell klar: Wir wollen sie dort einsetzen, wo sie dringend gebraucht werden“, so Michael Homann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Karlsruhe. „In einer Situation, in der in der Ukraine ganze Versorgungsnetze beschädigt sind und Menschen ohne verlässliche Wärmeversorgung auskommen müssen, ist es aus unserer Sicht selbstverständlich, vorhandene Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Wir hoffen, dass wir so einen Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation der Menschen in unserer Partnerschaft leisten können.“

„Die Schäden an der ukrainischen Energieinfrastruktur sind enorm, und gerade im Bereich der Fernwärme fehlen vielerorts grundlegende Materialien für den Wiederaufbau. Jede Lieferung hat daher unmittelbare Auswirkungen auf den Alltag der Menschen. Es geht um beheizte Wohnungen, funktionierende Krankenhäuser und Versorgungssicherheit in einem weiterhin belasteten Umfeld. Die Unterstützung der Stadtwerke Karlsruhe ist unglaublich wertvoll“, so Frau Skripnik von der Rosinen Initiative gGmbH aus Karlsruhe, die seit mehreren Jahren den Transport humanitärer Hilfsmittel in die Ukraine organisiert.

Auch die Stadt Karlsruhe hebt die Bedeutung der Aktion hervor: „Gerade weil in der Ukraine gezielt auch kommunale Infrastruktur angegriffen wird, kommt der Unterstützung auf städtischer Ebene eine besondere Bedeutung zu. Insbesondere durch unsere Partnerschaft mit Winnyzja ist es der Stadt Karlsruhe wichtig, konkret zu helfen. Die Stadtwerke Karlsruhe leisten durch diese Spende einen wichtigen Beitrag, um die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort in der Ukraine zu stabilisieren“, so Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz.

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