Duschen und Baden im Check: Wie viel Wasser verbraucht man?
Nur kurz in der Dusche abbrausen oder doch ein entspannendes Vollbad mit einem Buch gönnen? Beides hat seine Vor- und Nachteile – doch in puncto Wasserverbrauch ist Duschen meist der klare Gewinner. Aber wie groß ist der Unterschied eigentlich genau? Ist Baden wirklich so verschwenderisch? Wir schauen uns das genauer an und zeigen, wie Sie sich reinen Gewissens im Wasser entspannen können.
Wasserverbrauch beim Duschen: Eine Frage der Zeit
Logisch – je länger Sie Ihre wohlverdiente Dusche genießen, desto mehr Wasser prasselt in den Abfluss. Aber wissen Sie genau, wie viel Zeit Sie wirklich unter der Dusche verbringen? Lassen Sie doch mal die Stoppuhr auf dem Smartphone laufen. Faustregel: Der Wasserverbrauch beim Duschen pro Person liegt je Minute bei etwa 10–15 Litern.
Welcher Duschtyp sind Sie? Hier können Sie grob einschätzen, wie hoch Ihr Verbrauch ist:
- Schnell-Duscher (ca. 5 Minuten): Pflegeleichtes Haar, kein großes Wellness-Programm. Verbraucht etwa 50–75 Liter.
- Durchschnitts-Duscher (ca. 10 Minuten): Wer den Wasserstrahl gerne etwas länger genießt, verbraucht ca. 100-150 Liter.
- Wohlfühl-Duscher (ca. 15 Minuten und mehr) Langes Haar entwirren, Spülung einwirken lassen, Rasur dazu: knackt schnell die 200-Liter-Marke.
Diese Werte gelten natürlich nur, wenn das Wasser die ganze Zeit durchläuft. Hahn abdrehen beim Shampoonieren, Kämmen und Rasieren spart schnell mal 20–30 Liter.

Tipp: Mit einem Sparduschkopf lässt sich der Verbrauch noch weiter reduzieren. Feinere Wasserdüsen, eingebaute Durchflussbegrenzer oder Luftbeimischer sorgen dafür, dass weniger Wasser fließt, ohne dass sich das unter der Dusche groß bemerkbar macht. Je nach Modell können Sie hier beim Duschen den Wasserverbrauch um bis zu 50 % senken!
Wie viel Wasser verbraucht man beim Baden? Auf die Wanne kommt es an
Nach einem langen Arbeitstag, an kalten Wintertagen oder bei Rückenbeschwerden ist ein heißes Bad für viele eine echte Wohltat. Kein Duschstrahl der Welt kommt gegen dieses Gefühl an, komplett im warmen Wasser zu versinken. Gleichzeitig schwingt (oder eher schwimmt) dabei oft ein schlechtes Gewissen mit, denn eine volle Wanne macht die verbrauchte Wassermenge direkt sichtbar. Das Augenmaß alleine kann jedoch trügen: Je nachdem, wie groß Ihre Wanne ist und wie viel bzw. wie wenig Wasser Sie einlaufen lassen, ist der Unterschied zur Dusche manchmal gar nicht so drastisch.

- Kleine Badewanne: ca. 100-120 Liter. Aufgrund der ohnehin geringen Größe lohnen sich für Erwachsene keine halben Füllungen.
- Standardwanne, halb gefüllt: ca. 70–90 Liter. Bei dieser Füllhöhe schaut der Körper im Liegen noch aus dem Wasser etwas heraus. Für Kinder ist die Menge ideal.
- Standardwanne, Vollbad: ca. 150–180 Liter. Erst ab dieser Füllmenge kann ein Erwachsener komplett eintauchen.
- Große Wanne/Duo-Wanne, Vollbad: 200–250 Liter. Halb gefüllt entspricht das ungefähr einem Vollbad in der Standardwanne. Und zu zweit ist der Wasserverbrauch pro Person rein rechnerisch nur halb so groß.
Wenn Sie sich nach dem Bad von Badezusätzen, Ölen oder Schaum noch kurz abbrausen, addieren Sie noch einmal ein paar Liter obendrauf.
Gut zu wissen: Das Fassungsvermögen einer Badewanne entspricht nicht der Wassermenge, die Sie beim Baden wirklich verbrauchen! Ihr Körper verdrängt pro Kilogramm Körpergewicht etwa einen Liter Wasser. Daher liegt der sogenannte Nutzinhalt immer unter dem technischen Fassungsvermögen Ihrer Wanne.
Fazit: Den Wasserverbrauch haben Sie im Griff
Duschen gewinnt – doch wie so oft kommt es auf das Wie an: Bleibt der Strahl täglich 15 Minuten und länger an, kann der Verbrauch schnell in Richtung Vollbad gehen. Eine kurze, erfrischende Dusche hingegen verbraucht vergleichsweise wenig Wasser und reicht für ein rundum sauberes Gefühl vollkommen aus. Ab und zu darf es aber auch ein Schaumbad sein, ein bisschen Wannen-Wellness gehört einfach dazu. Wer dabei Wasser sparen möchte, lässt die Wanne einfach nur halbvoll einlaufen und hebt sich das Baden als besonderes Ritual für den Sonntagabend auf.
Ähnliche Artikel

Mythos oder Fakt? Das Stadtwerke-Trinkwasser-Quiz
Muss man Karlsruher Leitungswasser vor dem Trinken filtern? Kann es Rückstände wie Blei und Kalk im Wasser geben? Und ist das Leitungswasser noch gut, wenn die Rohre uralt sind? Wir entlarven beim Stadtwerke-Wasser-Quiz einige Mythen rund um Trinkwasser.
Kein Urlaub auf der Wärmeinsel
Mit Ferien hat eine städtische Wärmeinsel leider wenig zu tun – dafür aber umso mehr mit Asphalt, Hitze und schlaflosen Nächten. Was steckt hinter dem Phänomen und was tut Karlsruhe dagegen? Wir haben uns das genauer angeschaut.
Leitungswasser im Restaurant: Muss es kostenlos sein?
Viele Restaurants rechnen das Glas Leitungswasser ab oder bieten es gar nicht erst an. Wir erklären die Rechtslage in Deutschland und zeigen, was in anderen europäischen Ländern gilt.





