Eine Ortserkundung mit Grâce und Mike Kamdem in Oberreut

»Oberreut hat ja keinen so guten Ruf. Aber ich habe in den zwölf Jahren, die wir hier leben, nichts Negatives erlebt«, sagt Grâce Kamdem. Die Software-Entwicklerin kam, frisch vom KIT diplomiert, mit ihrem kleinen Sohn in den Stadtteil im Südwesten Karlsruhes. Zunächst skeptisch, ist sie heute überzeugt von den Qualitäten Oberreuts. Das viele Grün und die promenadenartigen Spazier- und Fahrradwege, der nahe Oberwald – man kann sich sehr gut draußen bewegen.
Lebensmittelgeschäfte, Gastronomie, Ärzte und Dienstleistungen in Kombination mit der guten ÖPNV-Anbindung: Es gibt alles, um den Alltag zu bestreiten. Ihr Sohn Mike ist 13 und geht »in der Stadt« auf eine zweisprachige Schule. Er hat die Wahl zwischen einer Tram- und zwei Buslinien, zusätzlich zum Fahrrad versteht sich. Zum Basketball-training bringt sie ihn aber dann doch.
Auch die spirituelle Versorgung in Oberreut ist gut – eigentlich, denn es gibt Kirchen mehrerer christlicher Konfessionen. Grâce Kamdem besucht das ökumenische Gemeindezentrum, vermisst aber den Gottesdienst, der mangels Priester nicht regelmäßig stattfinden kann. Dennoch: Im Gemeindezentrum gibt es Vereinsräume, eine Essensausgabe, wöchentliche gemeinsame Essen – kurzum, hier schlägt das Herz des Stadtteils.
Schön ruhig sei das Leben in Oberreut, sagt Grâce Kamdem und ihr Sohn ergänzt, dass es im Sommer doch auch sehr lebendig und lebhaft sei. Eine gute Mischung, finden die beiden. Und das passt zur Geschichte des Stadtteils, der errichtet wurde, um Wohnraum für die Bewohnerinnen und Bewohner des Karlsruher Dörfle zu schaffen – des Stadtteils, der in den 1970ern großflächig abgerissen und neu aufgebaut wurde. Seitdem ist Oberreut ein Ort für Neuanfänge genauso wie fürs Heimisch-Sein.




finden auch der Wochenmarkt und der Weihnachtsmarkt statt.





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