Quartiersportrait: »Ich bekomme in Oberreut alles, was ich brauche.«

Eine Ortserkundung mit Grâce und Mike Kamdem in Oberreut

1. Anne-Frank-Schule, 2. Basketballplatz, 3. Julius-Leber-Platz mit Tram-Haltestelle Zentrum, 4. Pfarramt Versöhnungsgemeinde, Ökumenisches Zentrum, 5. Spielplatz, 6. Badenia-Platz mit Tram-Wendeschleife, 7. Eis-Oma-Wagen.
1. Anne-Frank-Schule, 2. Basketballplatz, 3. Julius-Leber-Platz mit Tram-Haltestelle Zentrum, 4. Pfarramt Versöhnungsgemeinde, Ökumenisches Zentrum, 5. Spielplatz, 6. Badenia-Platz mit Tram-Wendeschleife, 7. Eis-Oma-Wagen.

»Oberreut hat ja keinen so guten Ruf. Aber ich habe in den zwölf Jahren, die wir hier leben, nichts Negatives erlebt«, sagt Grâce Kamdem. Die Software-Entwicklerin kam, frisch vom KIT diplomiert, mit ihrem kleinen Sohn in den Stadtteil im Südwesten Karlsruhes. Zunächst skeptisch, ist sie heute überzeugt von den Qualitäten Oberreuts. Das viele Grün und die promenadenartigen Spazier- und Fahrradwege, der nahe Oberwald – man kann sich sehr gut draußen bewegen.

Lebensmittelgeschäfte, Gastronomie, Ärzte und Dienstleistungen in Kombination mit der guten ÖPNV-Anbindung: Es gibt alles, um den Alltag zu bestreiten. Ihr Sohn Mike ist 13 und geht »in der Stadt« auf eine zweisprachige Schule. Er hat die Wahl zwischen einer Tram- und zwei Buslinien, zusätzlich zum Fahrrad versteht sich. Zum Basketball-training bringt sie ihn aber dann doch.

Auch die spirituelle Versorgung in Oberreut ist gut – eigentlich, denn es gibt Kirchen mehrerer christlicher Konfessionen. Grâce Kamdem besucht das ökumenische Gemeindezentrum, vermisst aber den Gottesdienst, der mangels Priester nicht regelmäßig stattfinden kann. Dennoch: Im Gemeindezentrum gibt es Vereinsräume, eine Essensausgabe, wöchentliche gemeinsame Essen – kurzum, hier schlägt das Herz des Stadtteils.

Schön ruhig sei das Leben in Oberreut, sagt Grâce Kamdem und ihr Sohn ergänzt, dass es im Sommer doch auch sehr lebendig und lebhaft sei. Eine gute Mischung, finden die beiden. Und das passt zur Geschichte des Stadtteils, der errichtet wurde, um Wohnraum für die Bewohnerinnen und Bewohner des Karlsruher Dörfle zu schaffen – des Stadtteils, der in den 1970ern großflächig abgerissen und neu aufgebaut wurde. Seitdem ist Oberreut ein Ort für Neuanfänge genauso wie fürs Heimisch-Sein.

Grâce und Mike Kamdem
Das Ökumenische Zentrum direkt am Julius-Leber-Platz bietet auch viel Raum für Vereinsleben, Feiern und andere soziale Aktivitäten.
Das Ökumenische Zentrum direkt am Julius-Leber-Platz bietet auch viel Raum für Vereinsleben, Feiern und andere soziale Aktivitäten.
Die Anne-Frank-Schule steht direkt neben den Wohn-Hochhäusern entlang der Otto-Wels-Straße.
Die Anne-Frank-Schule steht direkt neben den Wohn-Hochhäusern entlang der Otto-Wels-Straße.
Am Julius-Leber-Platz gibt es zwei Supermärkte, eine Bank und kleine Geschäfte. Hier  finden auch der Wochenmarkt und der Weihnachtsmarkt statt.
Am Julius-Leber-Platz gibt es zwei Supermärkte, eine Bank und kleine Geschäfte. Hier
finden auch der Wochenmarkt und der Weihnachtsmarkt statt.
Mehrere Fußball- und Basketballplätze sind über das Quartier verteilt.
Mehrere Fußball- und Basketballplätze sind über das Quartier verteilt.
Viel Grün gibt es in Oberreut und gefühlt noch mehr Spielplätze – Kinder haben viele Möglichkeiten zum Toben und Spielen.
Viel Grün gibt es in Oberreut und gefühlt noch mehr Spielplätze – Kinder haben viele Möglichkeiten zum Toben und Spielen.
»Fast eine Promenade«, sagt Grâce. Im Sommer läuft sie auf den zahlreichen Fuß-/Radwegen in und um Oberreut und hält sich fit.
»Fast eine Promenade«, sagt Grâce. Im Sommer läuft sie auf den zahlreichen Fuß-/Radwegen in und um Oberreut und hält sich fit.
Am Badenia-Platz endet die Linie 4 mit einer Wendeschleife. Hier gibt es einen neuen Supermarkt und mehrere kleine Geschäfte.
Am Badenia-Platz endet die Linie 4 mit einer Wendeschleife. Hier gibt es einen neuen Supermarkt und mehrere kleine Geschäfte.
Grâce lobt die Infrastruktur für Kinder – vom Spielplatz über die Zahl der Kindergärten und Schulen.
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