Klimakolumne
Müssen wir wirklich den stützenden Pappring um den Joghurtbecher aus Plastik abfummeln und separat entsorgen? Unsere Nase in festgezurrte Deckel von Getränkeverpackungen stecken, mit scheußlich schmeckendem Holzbesteck essen, wenn wir gelegentlich etwas an einem Imbiss essen? Muss man jetzt echt irgendwo ein Lager mit alten Batterien anlegen, um sie zu entsorgen, anstatt sie einfach in die Tonne zu werfen (ganz abgesehen davon, dass die alten Batterien immer verschwinden und man sie nie findet, wenn man mal daran denkt, sie wegzubringen)? Für uns lautet die Antwort auf alle Fragen: ja. Wir empfinden es als äußerst befriedigend, zu wissen, dass unser Müll recycelt oder anders genutzt werden kann. Ob das total naiv ist? Ob wir denn wissen, dass es Menschen gibt, die sich im Privatflugzeug fortbewegen und denen ihr CO2-Fußabdruck sowas von egal ist? – Ja, das wissen wir, und dennoch ist es ja nicht naiv, etwas Sinnvolles zu tun.

Wir leihen, tauschen, schenken und lassen uns schenken. So wird der Fehlkauf des einen zum Lieblingsteil des anderen. Wir stehen auf Pfandsysteme. Wir benutzen Dinge, bis sie nicht mehr reparierbar sind. Und damit gehören wir noch immer zu den Menschen in der EU, die die Müllmenge pro Einwohner in die Höhe treiben. Ganze 180 Kilogramm pro Jahr sind es im Durchschnitt, in Deutschland sogar 215 Kilo. Ganz ehrlich? Wir finden diese Menge atemberaubend bescheuert von uns. Wir haben doch nicht ein Geburtsrecht darauf, Ressourcen zu verschwenden! Es kann ja leider keiner allein die Welt retten und unser bisschen Müll ist halt auch nur unser bisschen Müll. Deshalb liegt der Ball jetzt im Tor der Hersteller, Produkte schlauer, innovativer zu designen und gute Konzepte zu finden für das Wirtschaften für morgen.
Kommt gut und mit frischen Ideen ins neue Jahr! Eure miteinander-Redaktion
In unserer Klimakolumne geht die miteinander-Redaktion der Frage nach, wie wir alleklimafreundlicher leben können. Und was unser Alltag hier undheute mit der Entwicklung des Weltklimas zu tun hat.
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