Vermeiden, wieder aufbereiten, recyclen bei den Stadtwerken
Für die Stadtwerke Karlsruhe als Unternehmen sind Fragen der Kreislaufwirtschaft schon seit vielen Jahren ein Thema. Derzeit laufen neue Projekte zu Entsorgungs- und Recyclingthemen.

Am besten ist es ja, sparsam mit wertvollen Ressourcen umzugehen. Was ich gar nicht erst kaufe, darum muss ich mich später nicht kümmern. Zum Beispiel Druckerpapier, Einwegverpackungen, Mobilitätsangebote … Hier haben die Stadtwerke schon viel erreicht. Für andere Dinge finden sich auch ökonomisch und ökologisch sinnvolle Lösungen. »Recycling ist eine Notwendigkeit «, sagt Markus Gropp vom Referat Umweltschutz bei den Stadtwerken. »Je weniger wir von Rohstofflieferanten abhängig sind, desto besser.« »Seit Ende 2024 haben wir eine gute Lösung dafür gefunden, Abfälle von Kunststoffrohren zur Granulatherstellung für neue Rohre recyceln zu lassen. Seit der Umstellung im Juli 2024 haben wir bis Oktober 2025 knapp über 22 Tonnen ins Recycling gelenkt«, erklärt Christian Kistner, Abfall- und Gefahrgutbeauftragter der Stadtwerke Karlsruhe. Bei diesen Rohren handelt es sich meist um Verschnitte (Abfallstücke) von Wasserrohren und Leerrohren für Kabel. Auf den Baustellen fällt viel Verschnitt an, manchmal greift das Ablaufdatum. Solchen Kunststoff könnte man auch als Ersatzbrennstoff verwenden, aber es ist viel sinnvoller, das Material weiterzunutzen.

Die Ersatzbaustoffverordnung greift auch für die Baustellen der Stadtwerke beziehungsweise der Stadtwerke Netzservice GmbH, beispielsweise beim Bau von Strom-, Wasser- oder Fernwärmeleitungen. Sie besagt, dass Bauschutt sortenrein entsorgt werden muss und dass bei der Verfüllung von Gruben oder im Straßenbau mineralische Ersatzbaustoffe zum Einsatz kommen sollen. Dazu zählen unter anderem Bodenmaterial, Recycling-Baustoffe aus Bau- und Abbruchabfällen sowie Schlacken und Aschen.

Im Großen wie im Kleinen: Materialien, die nicht mehrgenutzt werden können, werden gesammelt,sortiert und weiter verwertet.
Auch in der Verwaltung der Stadtwerke tut sich was. Büro-Elektronik in die Wiederaufarbeitung geben – das funktioniert für die Stadtwerke teilweise. Alte Telefone will niemand haben oder das Angebot ist so ungünstig, dass es total unwirtschaftlich ist. »Aber wir sind in Gesprächen für eine Zusammenarbeit mit einem Dienstleister, der gebrauchte PCs, Laptops und Bildschirme aufbereitet und dann weiterverkauft«, sagt Christian Kistner. Kleine Geräte wie alte oder defekte Mobiltelefone gehen aus Datenschutzgründen direkt ins Recycling.
Ein überraschend einfacher, aber vielversprechender Ansatz sind Recyclingboxen für Stifte, in die man vom Kuli bis zum Textmarker alles versenken kann, was man nicht mehr braucht. Dieser befindet sich noch in der Planungsphase.
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