Große Baustellen brauchen gründliche Vorbereitung und Kommunikation mit den Anwohnenden und Gewerbetreibenden. Das leistet die Kampagne »Zukunftsbaustein«, die aktuell den Infrastrukturausbau begleitet.

Nicht immer läuft alles nach Plan, auch bei der besten Planung. Aber wenn man große Dinge bewegen und zur Klimaneutralität beitragen will, dann hilft es, an alles oder zumindest möglichst viel gedacht zu haben. Und wenn es darum geht, eine Verkehrsstraße in der Karlsruher Südweststadt für Wochen oder gar Monate zu sperren, umso mehr.
Zu den zahlreichen Baustellen, die die Stadtwerke Karlsruhe und die Stadtwerke Netzservice Gesellschaft derzeit im Stadtgebiet unterhalten, zählt seit November auch der Fernwärmeausbau in der Hirschstraße zwischen Roonstraße und Südendstraße. Dieser Ast des Fernwärmenetzes gehört zum Ausbau der umweltfreundlichen Heizenergie in der Südweststadt. Drei Häuser haben sich schon für den Anschluss entschieden, viele weitere sollen es werden. Aber die Leitung wird in jedem Fall gebraucht, um Netzteile miteinander zu verbinden.
Anwohnerschaft erhält Antworten auf praktische Fragen
Ein roter Zukunftsbaustein erklärt an der Kreuzung zwischen Hirsch- und Roonstraße die bevorstehenden Bauarbeiten und die Timings. Viele Passanten bleiben stehen und studieren die Informationen interessiert. Und tatsächlich: Der Informationsbedarf der Anwohnerschaft und der örtlichen Gewerbetreibenden ist verständlicherweise hoch. Wo ist gesperrt, wo sind Umleitungen, wie wird der Müll abgefahren, wie Ware angeliefert, kommen wir an unsere Höfe und Garagen?

Der leuchtend rote Zukunftsbaustein an der Kreuzung zwischen
Hirsch-und Roonstraße direkt am südlichen Ende der Hirschbrücke
informiert Passant*innen und markiert den
Startpunkt der Bauarbeiten.
Die Mobilität trieb die rund 40 Teilnehmenden einer Info-Veranstaltung Mitte Oktober zur geplanten Baustelle um. Gut also, dass die Techniker und Baustellenexperten der Stadtwerke Netzservice-Gesellschaft viele Fragen beantworten, Bedenken ausräumen und auch einige Themen mit zu ihren Kollegen tragen konnten. Im Nachgang zur Info-Veranstaltung konnten noch Verbesserungen der Planung umgesetzt werden, sodass der Anlieferverkehr für die ansässigen Betriebe ohne größeren Aufwand aufrechterhalten werden kann.
Alle Informationen und Hintergründe zum Fernwärmeausbau, seiner Bedeutung für die Energiewende und tagesaktuelle Informationen zu den einzelnen Baustellen finden Sie auf der Website zur Kampagne Zukunftsbaustein.

Wärmespeicher für Karlsruhe soll ab 2028 am Messplatz entstehen
Die Stadtwerke Karlsruhe planen die Integration eines Wärmespeichers in ihr Fernwärmenetz. Der Wärmespeicher soll auf dem freien Gelände südlich des Messplatzes in der Karlsruher Oststadt entstehen und den zukünftigen Ausbau des Fernwärmenetzes in Richtung der östlichen Stadtteile ermöglichen. Nach der Schaffung des notwendigen Baurechts soll der Bau des Turms im Jahr 2028 beginnen. Mit einer Inbetriebnahme ist voraussichtlich zur Heizperiode 2029/2030 zu rechnen. Die Investitionskosten für den Wärmespeicher einschließlich Nebenanlagen und seiner Einbindung in das Netz belaufen sich auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag.
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