Stadtwerke Karlsruhe
(06.11.2006) Stadtwerke starten Geothermie-Initiative
Da sich in Karlsruhe Erdwärme als regenerative und umweltfreundliche Energiequelle besonders gut nutzen lässt, unterstützen die Stadtwerke Karlsruhe seit einiger Zeit die Entwicklungen in diesem Bereich. „Eine Nutzung der Geothermie im Rheingraben macht Sinn“, betont Dr. Karl Roth, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke, anlässlich der Geothermischen Fachtagung, die vom 15. bis 17. November im Karlsruher Kongresszentrum stattfindet. „Der mittlere Oberrheingraben zwischen Offenburg, Karlsruhe und Hockenheim bietet aus Sicht der Fachleute geologisch besonders günstige Voraussetzungen.“

Die Stadtwerke möchten sich insbesondere verstärkt für die so genannte flache Geothermie einsetzen. Darunter versteht man die Nutzung von geothermischer Wärme aus dem oberflächennahen Bereich bis wenige 100 Meter Tiefe mittels Wärmepumpen. Das sind Geräte, die die natürlich vorhandene Wärme aus Erdreich und Grundwasser auf ein höheres Temperaturniveau „pumpen“ und anschließend in die Hausheizung einspeisen, also eine umweltfreundliche Alternative zu konventionellen Heizungssystemen darstellen.

Auf der Fachtagung zur Geothermie stellen die Stadtwerke erstmals ihre neue Geothermie-Initiative vor. „Inhalt dieser Initiative wird sein, unseren Kunden die flache Geothermie-Nutzung mittels der Wärmepumpe im Komplett-Paket und nach Möglichkeit zu pauschalierten Preisen anzubieten“, erläutert Dr. Karl Roth. Dies bedeutet, dass der Kunde einen Ansprechpartner hat, der für ihn alles abwickelt. Die Stadtwerke übernehmen hierbei den Beratungspart, und ein oder mehrere Partnerfirmen kümmern sich um die Bohrungen und die technische Realisation. „Es liegt also ein ähnliches Konzept zugrunde, wie wir es bereits bei unserer erfolgreichen Photovoltaik-Initiative angewendet haben“, so Dr. Roth. Ebenfalls in der Planung sind Contracting-Angebote für Wohnungsbaugesellschaften oder Bauträger.

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