|
(25.06.212) Mobil mit Strom und Erdgas auf dem Stephanplatz
Stadtwerke Karlsruhe präsentierten bei einem Mobilitätstag auf dem Stephanplatz am Samstag, 23. Juni, neben Elektroautos, -fahrrädern und Segways auch Erdgasfahrzeuge Umweltfreundlich und möglichst emissionsarm: So sollen sie sein, die neuen Antriebe für Autos oder Fahrräder. Bei einem Informationstag auf dem Stephanplatz konnten die Besucher mehrere Elektro- und auch Erdgas-Fahrzeuge besichtigen und sich über deren umweltfreundlichen Einsatz sowie deren Lade- beziehungsweise Tankmöglichkeiten informieren. Bei dieser Gelegenheit konnten sie auch mal mit einem Fahrrad mit elektrischer Tretunterstützung – dem so genannten Pedelec oder einem Segway fahren. Zu diesem Tag hatten die Stadtwerke zahlreiche Aussteller und Experten aus dem Bereich der Elektromobilität eingeladen. Die Stadtwerke selbst stellten ihr Förderprogramm für Elektrofahrräder, Elektro- und Erdgasautos vor und informieren über ihre Ökostromangebote NatuR und NatuR plus. Kinder erwartete am Aktionstag eine Elektro-Racing-Bahn und eine Schminkaktion, Erwachsene konntne mit etwas Glück ein E-Bike-Wochenende oder eine Segwaytour gewinnen. „Die Elektro- und Erdgasmobilität entlastet die Umwelt von Abgasen und verkehrsbedingten CO2-Emissionen, diesen Weg wollen wir aktiv mitgehen. Daher möchten wir unsere Kunden bei der Nutzung dieser umweltschonenden Mobilität mit Förderprogrammen, Tests und Beratung unterstützen“, so Harald Rosemann, Kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke. „Erdgasantriebe sind mittlerweile eine etablierte Sache“, unterstreicht Rosemann weiter. Der Fahrzeugpool der Stadtwerke umfasst heute knapp 140 erdgasbetriebene Autos. Auch in Sachen Elektrofahrzeuge hat man sich auf den Weg gemacht. Aktuell stehen drei Elektrofahrzeuge zur Verfügung: Zwei Smarts mit reinem Elektroantrieb und ein Vorserienmodell von Toyota, das als Plug-In-Hybrid an der Steckdose nachgeladen und sowohl elektrisch als auch mit einem Verbrennungsmotor gefahren werden kann. Förderprogramm für Elektrofahrzeuge ganz neu
Schon seit dem Jahr 2004 besteht das Förderprogramm für Erdgasfahrzeuge: 500 Euro Förderung erhalten Kunden, die sich ein Erdgasfahrzeug anschaffen. Bisher wurden 310 Fahrzeuge mit einem Fördervolumen von über 230.000 Euro gefördert. Die anfänglichen 1.000 Euro Unterstützung wurden im Laufe der Jahre auf 500 Euro angepasst. Das Förderprogramm für Elektrofahrzeuge ist noch ganz neu und wurde mit Beginn des Jahres 2012 aufgelegt. Bislang wurde ein Fahrzeug gefördert. „Was im Moment sehr gut ankommt ist die Förderung für Elektroräder, also Pedelecs und E-Bikes“, fügt Rosemann hinzu. Wer sich eine Strategie für einen umweltfreundlichen Fuhrpark überlegt, der muss Umwelt- und Wirtschaftlichkeitsargumente gegeneinander abwägen. Sowohl Erdgas- als auch Elektrofahrzeuge verursachen im Betrieb deutlich weniger CO2-Emissionen als herkömmliche Antriebe. Andreas Barth, der Leiter der Kundenberatung der Stadtwerke, hält den Elektroantrieb für besonders zukunftsfähig. Der Grund: „Der Strom für die E-Autos kann aus verschiedenen Quellen beschafft werden“. So ist es möglich, Ladestationen zu 100 Prozent mit regenerativer Energie zu beliefern. Auch die Verbrauchsberechnung fällt günstiger aus: Ein Kilo Erdgas kostet aktuell beispielsweise etwa 1 Euro und entspricht rund 1,5 Liter Benzin, beim Elektrofahrzeug ist es der handelsübliche Strompreis. „Die Ladezeit von momentan sechs bis acht Stunden kann mit moderner Technik künftig auf 1,5 Stunden reduziert werden“. Auch die Reichweite ist noch optimierbar, wenn bessere Speichertechniken zur Verfügung stehen. Ein Erdgasfahrzeug schafft 300 bis 380 Kilometer, der „Smart-Stromer“ der Stadtwerke etwa 120 Kilometer. Bisher ein echter Nachteil: Noch sind Fahrzeuge mit alternativen Antrieben deutlich teurer als Fahrzeuge mit herkömmlichen Antrieben. Die Förderprogramme der Stadtwerke wollen hier etwas helfen. Mit der Teilnahme an einem Forschungsprojekt für vernetzte Elektromobilität leisten die Stadtwerke einen Beitrag zum intelligenten Lade- und Lastmanagement aus der speziellen Sicht eines Stadtwerks. Besonderes Augenmerk liegt auf der Einbettung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und auf der dezentralen Erzeugung regenerativer Energien. Im Verbund sind die Stadtwerke hier mit namhaften Firmen wie der EnBW, Daimler, Bosch oder SAP. Mit von der Partie sind auch Forschungseinrichtungen wie das Karlsruher Institut für Technologie oder das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung. Gemeinsam wollen die Partner die Möglichkeiten von Elektromobilität noch viel besser ausschöpfen als dies bisher der Fall ist. Die Vision: Elektroautos flächendeckend zu Hause laden können, im Büro Energietankstellen installieren oder das Elektroauto als mobilen Speicher zu benutzen – beispielsweise, um Energie zu nutzen, die mit der heimischen Solaranlage produziert wurde.
|
|
|
