02.08.2011
(02.08.2011) Karlsruher Trinkwasser hat Spitzenqualität

Reich an Mineralstoffen wie Calcium und Magnesium / Wasserwerk Kastenwört soll Trinkwasserversorgung langfristig sichern

Das Karlsruher Trinkwasser gehört zu den besten Leitungswässern in Deutschland. Es wird ausschließlich aus Grundwasser gewonnen und ist von Natur aus so gut, dass es nicht gechlort werden muss. „Karlsruher Trinkwasser ist außerdem reich an Mineralstoffen wie Calcium und Magnesium und praktisch nitratfrei. Deswegen ist es auch hervorragend für die Zubereitung von Babynahrung geeignet“, betonte Harald Rosemann, Kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe, am Trinkwassermobil beim Freibad Rappenwört. Dort informieren die Stadtwerke über das „Lebensmittel Nummer eins“ und schenken Trinkwasser an die Badegäste aus. „Viel Wasser trinken fördert die Gesundheit“ so Harald Rosemann. „Am besten löscht man seinen Durst mit Karlsruher Trinkwasser: Es ist kalorienfrei, gesund und vor allem konkurrenzlos günstig: Ein Liter kostet gerade mal ein Viertel eines Cents und ist somit gegenüber manch teurem Modewasser aus der Flasche unschlagbar günstig.“

Von Natur aus gut und bestens überwacht

Das Karlsruher Trinkwasser ist gerade deshalb so gut, weil die Wasserwerke der Stadtwerke in ausgedehnten Waldgebieten liegen, wo sich das Grundwasser weitgehend unbeeinflusst vom Menschen bilden und mit wertvollen Mineralstoffen anreichern kann. Damit das Trinkwasser auch zuverlässig und in gleich bleibend guter Qualität bei den über 400.000 Kunden ankommt, investieren die Stadtwerke jedes Jahr mehrere Millionen Euro in die Trinkwasserversorgung der Fächerstadt und von Umlandgemeinden, im Jahr 2010 waren es allein über 7 Millionen Euro.

Keine Engpässe in der Trinkwasserversorgung

Die Stadtwerke verzeichneten in der für die Jahreszeit außergewöhnlichen Hitzeperiode im vergangenen Mai die diesjährige Rekordnachfrage nach dem kühlen Nass: Über 85 Millionen Liter Trinkwasser verteilten sie am 30. Mai. „Dies ist nicht ungewöhnlich: Im Sommer verteilen wir in vielen Jahren rund 90 Millionen Liter Trinkwasser am Tag“, so Prof. Matthias Maier, Leiter der Karlsruher Wasserwerke. Im vergangenen Jahr gab es im Juli einen Abgaberekord mit 113 Millionen Litern an einem Tag.

Doch selbst bei einer anhaltenden Hitzewelle kommt es in der Fächerstadt nicht zu Engpässen bei den Grundwasserressourcen. „Karlsruhe liegt in einer Region mit großen Grundwasservorräten, in der jedes Jahr rund 75 Millionen Kubikmeter Grundwasser neu gebildet werden“, erläutert Prof. Maier. „Im Mittel entnehmen wir nur ein Drittel davon für die Trinkwassergewinnung.“ Nicht nur über die Qualität, sondern auch die Quantität ihres Trinkwassers können sich die Karlsruherinnen und Karlsruher also freuen.

Wasserwerk Kastenwört soll Versorgung in Zukunft sichern

Doch die Förderung des in ausreichender Menge vorhandenen Grundwassers muss auch auf technischer Seite funktionieren. „Hier stoßen wir an Spitzenverbrauchstagen an die Leistungsgrenze unserer technischen Anlagen“, erklärte Prof. Maier, „Umfangreiche Berechnungen zeigen, dass in heißen Sommermonaten schon heute bei Ausfall des stärksten Wasserwerkes (Rheinwald) nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Versorgung der Stadt Karlsruhe und deren Umlandgemeinden gefährdet ist. Daher ist das neue Wasserwerk Kastenwört dringend erforderlich.“ Um die Trinkwasserversorgung auch für zukünftige Generationen auf sichere Beine zu stellen und für Bedarfsspitzen im Sommer gewappnet zu sein, brauchen die Stadtwerke das Wasserwerk Kastenwört als neues Standbein. Dabei ist dieses neue Wasserwerk kein zusätzliches Wasserwerk, sondern es ersetzt das Wasserwerk Durlacher Wald, das aufgrund von Gefährdungspotential im weiteren Einzugsgebiet des Wasserwerkes langfristig nur mit geringeren Entnahmemengen betrieben werden kann.

Grundwasserförderung im Einklang mit der Natur

Die Stadtwerke sind überzeugt, dass die Sicherung der Trinkwasserversorgung durch das Wasserwerk Kastenwört im Einklang mit der Natur erfolgen kann. Hierfür sorgen ein umfangreiches Überwachungs- und Präventionsprogramm sowie ein Risikomanagement für einen nachhaltigen Naturschutz. Das Wasserwerk Kastenwört soll nach diesen Planungen 2016 in Betrieb gehen, aktuell wird der entsprechende Wasserrechtsantrag bei den zuständigen Behörden geprüft.


Werbung für das Karlsruher Trinkwasser

Für die Bewusstseinsbildung der Bevölkerung in Sachen Karlsruher Trinkwasser tun die Stadtwerke Einiges: Neben Imagekampagnen und dem Einsatz ihres Trinkwassermobils statteten sie in einem Pilotprojekt im letzten und in diesem Jahr sechs Karlsruher Schulen mit Trinkwasserspendern aus, an denen sich die Kinder kostenlos Trinkwasser für den Unterricht zapfen können. Mit der Aktion „Schüler ins Wasserwerk“ können sich Kinder, wie bereits im letzten Jahr, während der Sommerferien das Wasserwerk Rheinwald einmal von innen ansehen und bekommen den Wasserkreislauf erklärt. Termin hierfür ist der 31. August 2011.

 

 

 

Im Rheinstrandbad Rappenwört freuten sich große und kleine Badegäste
am 2. August über eine kühle Erfrischung am Trinkwassermobil der Stadtwerke.

 



 
 
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