Bürgeraktion hat fast 40 Jahre Tradition / Engagierte Karlsruher melden auch in diesem Jahr dunkle Stellen im Stadtgebiet
Die Bürgeraktion „Wo leuchtet eine Straßenlampe nicht?“, die die
Stadtwerke Karlsruhe 1971 ins Leben riefen, ist die längste in der
Geschichte des Unternehmens. Seit fast 40 Jahren spürten engagierte
Karlsruher Bürgerinnen und Bürger hunderttausende defekte Straßenlampen
auf und meldeten diese an die Stadtwerke weiter. „Den Erfolg dieses
‚Dauerbrenners’ sichern die so genannten Mehrfachmelder“, betonte Erste
Bürgermeisterin Margret Mergen bei der Dankesfeier Anfang Dezember. Die
Mehrfachmelder sind jene Gruppe engagierter Karlsruher, die jedes Jahr
über 100 defekte Straßenlampen an die Entstörtrupps der Stadtwerke
weitergeben, erklärte Margret Mergen. In diesem Jahr sind es 22, viele
von ihnen sind schon mehr als zehn Jahre dabei. Fast 90 Prozent der
insgesamt 7.740 Meldungen gehen auf das Konto dieser Mehrfachmelder.
2.700 dunkle Ecken in Karlsruhe spürte allein Helmut Zöller auf. Das
Engagement des „Lampenfahnder-Königs“ ist beinahe so lang wie die
Bürgeraktion selbst. In 35 Jahren fand und meldete er über 90.000
defekte Straßenlampen – eine Leistung, die ihm bereits einen Eintrag
ins Guinnessbuch der Rekorde und zahlreiche TV-Auftritte einbrachte.
„Dank des Engagements dieser Bürger können defekte Leuchten schneller
geortet und umgehend repariert werden. Das sichert die Verkehrswege in
der Dunkelheit und erspart Aufwendungen, die für die Modernisierung und
den Ausbau der Straßenbeleuchtung verwendet werden“, so Dr. Karl Roth,
Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke. Hierfür hat die Stadt
Karlsruhe alleine in diesem Jahr fast 1 Million Euro investiert. Neben
der Störungsbeseitigung tauschten die Stadtwerke turnusbedingt 3.000
Lampen des mittlerweile über 40.000 Leuchten umfassenden
Straßenbeleuchtungsnetzes der Fächerstadt aus. Neben weiteren
Instandhaltungs- und Qualitätssicherungsarbeiten kümmern sich die
Stadtwerke auch um die Anstrahlung von Gebäuden: Derzeit sind die
Illuminationen der St. Bernhard-Kirche am Durlacher Tor und der
Karl-Friedrich-Gedächtniskirche am Lindenplatz in Arbeit.
Auch für alle, die nicht dauerhaft auf Lampensuche gehen, lohnt sich
das Melden defekter Lampen: Jede einzelne Störungsmeldung, die das Jahr
über schriftlich, telefonisch (0721/599-4266) oder per E-Mail
(lampenfahnder@stadtwerke-karlsruhe.de) bei den Stadtwerken eingeht,
nimmt als Dankeschön an einer Verlosung teil. Zu Gewinnen gibt es zehn
Geldpreise zwischen 225 und 500 Euro.
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Erste Bürgermeisterin Margret Mergen bedankt sich bei Helmut Zöller
und dessen Ehefrau. Der Lampefahnder-König hält der Bürgeraktion nun
schon 35 Jahre lang die Treue.