(22.06.2010)n Erfolgreiche Initiative „Sonne in der Schule“ geht in eine neue Runde
Wieder Solaranlagen auf drei Schulen: Stadtwerke Karlsruhe finanzieren Solaranlagen für weitere drei Schulen/Schulen können sich mit ökologischem Konzept bewerben
Nach dem großem Erfolg der vergangenen drei Aktionen (seit 1999) geht das Projekt „Sonne in der Schule“ in diesem Jahr in die vierte Runde: Erneut werben die Stadtwerke Karlsruhe für eine Klimaschutz- und Energiesparinitiative an Karlsruher Schulen und zwar für ein von den Schülern für ihre eigene Schule selbst entwickeltes Konzept. In einem Wettbewerb können sich bis Mitte Dezember interessierte Schulen mit ihrem ökologischen Konzept bewerben. Die drei besten Konzepte werden mit einem Solardach im Wert von rund 20.000 € belohnt.
Stadtwerke finanzieren und betreuen die Solaranlagen
Die Gewinnerschulen bekommen netzgekoppelte Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von jeweils 3 Kilowatt. Die Anlagen auf den Schulen sind mit neuen innovativen Komponenten und mit der für die Veranschaulichung notwendigen Anzeigen und Messtechnik ausgestattet. Die Stadtwerke übernehmen die Planung und Ausschreibung der Solaranlagen mit der dazugehörenden Messtechnik zur Auswertung der Daten. „Hierbei arbeitet das Unternehmen eng mit dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg und den jeweiligen Schul- beziehungsweise Projektleitungen sowie der Gebäudewirtschaft zusammen", so der Stadtwerke-Geschäftsführer Harald Rosemann.
„Bei ‚Sonne in der Schule‘ geht es jedoch nicht in erster Linie um die Stromerzeugung, sondern vielmehr um den Lernprozess“, hebt Rosemann die Bedeutung des Projekts hervor. Um die solare Stromerzeugung für die Schülerinnen und Schüler anschaulich zu machen, werden die Messwerte über große Displays an exponierter Stelle in den Schulen visualisiert. Die Messdaten können auch direkt auf den Internetseiten der Schulen dargestellt werden.
Fördergelder mit stimmigem Ökokonzept
Schulen wie die Heinrich-Hertz-Schule, die Grund- und Hauptschule Grötzingen, das St. Dominikus Gymnasium, die Europäische Schule, die Grundschule Wolfartsweier oder die Carl-Engler-Schule bekamen in den vergangenen Jahren die Fördergelder jedoch nicht einfach so zugesprochen: Die Stadtwerke verlangten die Vorlage eines stimmigen ökologischen Konzepts. Insgesamt 31 Karlsruher Schulen nahmen diese Herausforderung in den vergangenen Jahren an und stellten der Jury – bestehend aus Vertretern des Bürgermeisteramts, des Schul- und Sportamts, der Gebäudewirtschaft und der Stadtwerke – dar, wie die künftige Solaranlage in ihr Ökokonzept eingebunden wird, welche Begleitmaßnahmen zur Anlage und welche sonstigen Aktivitäten im Umweltbereich geplant sind oder schon laufen.
„Sonne in der Schule“ pädagogisch wertvoll
Mit dem Programm „Sonne in der Schule“ ermöglichen es die Stadtwerke den ausgewählten Schulen, mit einem ideellen Kostenanteil von nur 250 Euro je installiertem Kilowatt, der selbst aufgebracht werden muss, eine eigene Solarstromanlage zu errichten. Die Schülerinnen und Schüler bekommen die Gelegenheit, regenerative Energieerzeugung praxisnah und anschaulich mit einer eigenen Photovoltaikanlage zu testen. „Bewusstseinsbildung durch Handeln ist hier die Devise“, verdeutlicht Geschäftsführer Rosemann, der übrigens selbst Mitglied der Jury ist, den Sinn des Projekts. „Es schärft das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie in der Schule aber eben auch im privaten Bereich und ist daher pädagogisch als wertvoll anzusehen.“
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Ein Pressefrühstück in der Kundenberatung der Stadtwerke gab den Startschuss für die 4. Runde von "Sonne in der Schule". Von links: Carola Bernert (St. Dominikus-Gymnasium), Klaus Kiefer (Fraunhofer ISE), Siegfried Oesterle (St. Dominikus-Gymnasium), Susanne Dresen (Stadtwerke Karlsruhe), Andreas Barth (Stadtwerke Karlsruhe)