(29.03.2010) NatuR-Kunden der Stadtwerke pflanzten Bäume
Im Hardtwald wurden am Freitag die Schaufeln geschwungen. Auf einer 6.000 Quadratmeter großen Aufforstungsfläche pflanzten die Stadtwerke zusammen mit einigen ihrer rund 400 neuen NatuR- und NatuR plus-Kunden sowie mit Hilfe der Forstverwaltung zahlreiche junge Eichen. Wer sich nämlich im letzten Jahr für eines der beiden Ökostromangebote NatuR oder NatuR plus entschied, erhielt von den Stadtwerken einen Bonus zur Verbesserung der persönlichen CO2-Bilanz. Neben einer Box mit vier Energiesparlampen stand das Pflanzen eines Baumes, der das schädliche Kohlendioxid bindet, zur Wahl. Den Baum bevorzugten im vergangenen Jahr 200 Ökostromkunden.
„NatuR“ ist Natur pur
Mit dem 2007 eingeführten NatuR-Tarif nutzen schon über 2.300 Stadtwerke-Kunden die Möglichkeit, Strom aus 100 Prozent regenerativer Erzeugung zu beziehen. Er kommt überwiegend von einem Wasserkraftwerk in Norwegen. Seine Herkunft lässt der Energieversorger regelmäßig von den unabhängigen Gutachtern des TÜV Süd prüfen und schriftlich bestätigen. Der Strom aus der Natur ist ab einem Jahresverbrauch von rund 1.200 Kilowattstunden durchweg günstiger als die gesetzlichen Grundversorgungstarife der Stadtwerke. „Gegenüber unserem Treueangebot Vorteil 24 kostet der NatuR-Tarif zwar ein wenig mehr, dafür haben die Kunden aber in ihrem individuellen Stromherkunftsnachweis die verbürgte Garantie, dass ihr Strombedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt wird“, erklärte Dr. Thomas Unnerstall, Geschäftsführer der Stadtwerke auf der zur Bepflanzung geeigneten Freifläche. „NatuR-Kunden sorgen nicht nur durch die heutige Baumpflanzaktion sondern auch beim Stromverbrauch für einen nachhaltigen Klimaschutz.“
Das Plus für den Ausbau erneuerbarer Energien
Mehr als 1.100 NatuR plus-Kunden der Stadtwerke verbessern direkt die Lebensqualität in Karlsruhe. Sie zahlen, unabhängig vom gewählten Stromtarif, pro Kilowattstunde einen Aufschlag von 4 Cent brutto. Dabei kann jeder selbst bestimmen, ob der Aufschlag für den gesamten Strombedarf oder eine begrenzte Strommenge gelten soll. „Das Einnahme-Plus fließt vollständig in den Bau regenerativer Energieerzeugungsanlagen mit Wasser- und Windkraft oder Sonnenenergie hier in Karlsruhe“, so Bürgermeisterin Margret Mergen. Unabhängige Wirtschaftsprüfer überwachen die zweckgebundene Verwendung des NatuR plus-Zuschlages. Mit den aus dem ursprünglich als R-Plus bekannten Tarif resultierenden Mitteln, wurden bereits viele Projekte realisiert.
Bäume machen CO2 unschädlich
„Jeder einzelne Baum, den die Ökostromkunden der Stadtwerke heute pflanzen, leistet seinen Beitrag zur Minderung des Treibhauseffektes“, erklärte Ulrich Kienzler, Leiter der Forstabteilung der Stadt Karlsruhe, der die erste Eiche pflanzte. Bevor jeder einzelne zur Schaufel griff, erläuterte er Schritt für Schritt, mit welcher Technik und wie sorgfältig ein Baum in die Erde eingesetzt werden muss. Mit Hilfe von Wasser und dem Kohlendioxid, das er der Atmosphäre entzieht, bildet ein Baum den lebenswichtigen Sauerstoff und Zucker. Jeder Hektar Wald bindet im Jahr rund 10 Tonnen CO2. Sogar das zu Möbeln oder anderen Holzprodukten verarbeitete Waldholz bindet den Klimaschadstoff auf Dauer weiter.
Die Baumpflanzaktion im März ist bereits die dritte Aktion dieser Art der Stadtwerke. Bereits im März 2008 und im April 2009 pflanzte das Unternehmen mit seinen Kunden insgesamt 700 Bäume im Oberwald.
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