Auch bei anhaltender Hitze keine Engpässe bei den Grundwasserressourcen / Wasserwerk Kastenwört soll Trinkwasserversorgung langfristig sichern
Das Karlsruher Trinkwasser gehört zu den besten in Deutschland. Es wird ausschließlich aus Grundwasser gewonnen und ist von Natur aus so gut, dass es nicht gechlort werden muss. „Karlsruher Trinkwasser ist außerdem reich an Mineralstoffen wie Calcium und Magnesium und äußerst nitratarm. Deswegen ist es auch hervorragend für die Zubereitung von Babynahrung geeignet“, betonte Dr. Karl Roth, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe, am Trinkwassermobil beim Freibad Rappenwört. Dort informierten die Stadtwerke Ende Juli über das „Lebensmittel Nummer eins“ und schenkten Trinkwasser an die Badegäste aus. „Viel Wasser trinken fördert die Gesundheit“ so Dr. Roth. „Am besten löscht man seinen Durst mit Karlsruher Trinkwasser: Es ist kalorienfrei, gesund und vor allem konkurrenzlos günstig: Ein Liter kostet gerade mal einen viertel Cent.“
Von Natur aus gut und bestens überwacht
Das Karlsruher Trinkwasser ist deshalb so gut, weil die Wasserwerke der Stadtwerke alle in ausgedehnten Waldgebieten liegen, wo sich das Grundwasser weitgehend unbeeinflusst vom Menschen bilden kann. Damit das Trinkwasser zuverlässig und in gleich bleibend guter Qualität bei den über 400.000 Kunden ankommt, investieren die Stadtwerke jedes Jahr mehrere Millionen Euro in die Trinkwasserversorgung der Fächerstadt und von Umlandgemeinden, im Jahr 2008 waren es 8,4 Millionen Euro.
Keine Engpässe bei den Grundwasserressourcen
Nicht nur über die Qualität, sondern auch die Quantität ihres Trinkwassers können sich die Karlsruherinnen und Karlsruher freuen. „Selbst bei einer anhaltenden Hitzewelle kommt es in der Fächerstadt nicht zu Engpässen bei den Grundwasserressourcen“, erläuterte Dr. Karl Roth. Karlsruhe liegt in einer Region mit großen Grundwasservorräten, in der jedes Jahr fast 100 Millionen Kubikmeter Grundwasser neu gebildet werden. Sogar in trockenen Jahren entnehmen die Stadtwerke nur etwa ein Viertel davon für die Trinkwassergewinnung.
Wasserwerk Kastenwört soll Versorgung in Zukunft sichern
Doch die Förderung des in ausreichender Menge vorhandenen Grundwassers muss auch auf technischer Seite funktionieren. „Hier stoßen wir an Spitzenverbrauchstagen an die Leistungsgrenze unserer technischen Anlagen“, erklärte Prof. Matthias Maier, Leiter der Trinkwassergewinnung bei den Stadtwerken. „Umfangreiche Berechnungen zeigen, dass in heißen Sommermonaten schon heute bei Ausfall des stärksten Wasserwerkes (Rheinwald) nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Versorgung der Stadt Karlsruhe und deren Umlandgemeinden gefährdet ist. Daher ist das neue Wasserwerk Kastenwört dringend erforderlich.“
An heißen Tagen ist die Deckung des Tages- und Stundenspitzenbedarfes besonders wichtig. An solchen Tagen laufen die technischen Anlagen auf Hochtouren, damit der Trinkwasserbedarf gedeckt werden kann. „Um unsere Trinkwasserversorgung auch für zukünftige Generationen auf sichere Beine zu stellen und für Bedarfsspitzen im Sommer gewappnet zu sein, brauchen wir das Wasserwerk Kastenwört als neues Standbein“, unterstrich auch Dr. Roth. Dabei ist dieses neue Werk kein zusätzliches Wasserwerk für die Stadt Karlsruhe, sondern es ersetzt das im Durlacher Wald, das aufgrund von Qualitätsproblemen im Einzugsgebiet des Wasserwerkes langfristig nicht mehr mit der vollen Leistungsfähigkeit zur Verfügung steht.
Grundwasserförderung im Einklang mit der Natur
Die Stadtwerke sind überzeugt, dass die Sicherung der Trinkwasserversorgung durch das Wasserwerk Kastenwört im Einklang mit der Natur erfolgen kann. Hierfür sorgen ein umfangreiches Überwachungs- und Präventionsprogramm sowie ein Maßnahmenpaket für einen nachhaltigen Naturschutz. Das Wasserwerk Kastenwört soll nach diesen Planungen 2015 in Betrieb gehen, aktuell wird der entsprechende Wasserrechtsantrag bei den zuständigen Behörden bearbeitet.
