(16.07.2009) Tanja Gönner verleiht Bundesverdienstkreuz am Bande an Prof. Dr. Dietrich Maier
Presse-Information des Umweltministeriums Baden-Württemberg
Auszeichnung für einen Menschen, der sich für das Gemeinwohl in hohem Maße eingesetzt und durch sein ehrenamtliches Engagement Brücken geschlagen hat.
15.07.2009Umweltministerin Tanja Gönner würdigte Prof. Dr. Dietrich Maier bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande am 15. Juli 2009 bei den Stadtwerken in Karlsruhe. Es wird ein Mensch ausgezeichnet, der sich in hohem Maße für das Gemeinwohl eingesetzt und durch sein ehrenamtliches Engagement Brücken geschlagen hat. Er habe sich als ausgewiesener Fachmann für die Verbindung von Wissenschaft und praxisorientierter Forschung eingesetzt und Vorlesungen in den Bereichen Wasseranalytik, Trinkwasseraufbereitung gehalten. Viele wissenschaftliche Arbeiten wurden veröffentlicht und betreut und haben hohe Auszeichnungen erhalten. Der berufliche Einsatz galt dem vorsorgenden Gewässerschutz am Bodensee und Rhein und einer sicheren Trinkwasserversorgung für zukünftige Generationen, erklärte die Ministerin. Die umfangreichen Forschungsarbeiten seien immer parallel zum Hauptberuf erfolgt.
Nach der verheerenden Tsunami-Katastrophe in Sri Lanka im Dezember 2004 habe Prof. Dr. Maier die Leitung einer Gruppe aus Ärzten, Ingenieuren und Technikern vor Ort übernommen, um eine sichere Trinkwasserversorgung wieder herzustellen und die Ausbreitung von Seuchen zu verhindern. Gemeinsam mit lokalen Helfern wurden die Maßnahmen zu einer sauberen Trinkwasserversorgung eingeleitet - ein klassischer Fall von Hilfe zur Selbsthilfe, so Gönner. Zusammen mit den Wasserfachleuten in Sri Lanka sei die International Water Aid Organization (IWAO) gegründet worden, um Institutionen und Personen, die beruflich im Wasserfach tätig seien, für Not und Krisensituationen zu schulen. Dabei sei es gelungen auch Hersteller von Wasseraufbereitungsgeräten und Wasserchemikalien mit einzubeziehen. Mit dieser breiten Basis ist eine effektive Hilfe möglich, sagte die Ministerin. Aus diesen Erfahrungen sei ein Trinkwassermobil entwickelt worden, das speziell auf die Bedürfnisse bei Erste-Hilfe-Einsätzen in Katastrophengebieten abgestimmt sei. Ein angesehener Wissenschaftler und engagierter Brückenbauer für sauberes Trinkwasser weltweit, so die Ministerin.
In dem es gelungen ist, lokale Helfer einzubinden, sei ein Projekt entstanden, das über das Thema sauberes Trinkwasser weit hinausgehe. Die Wasserforschung, Wassertechnologie und Notwasseraufbereitung habe dabei Außergewöhnliches geleistet.
Prof. Dr. Dietrich Maier ist am 2. Februar 1944 in Heidelberg geboren und aufgewachsen in Karlsruhe. Nach dem Abitur 1963 hat er Chemie bei Professor Heinrich Sontheimer studiert. Nach Dissertation 1971 erfolgte 1981 die Habilitation und 1983 die Ernennung zum Honorarprofessor. 1972 bis 1987 Leiter des Betriebs- und Forschungslabors der Bodenseewasserversorgung. 1988 Tätigkeit als Leiter der Wasserwerke der Stadt Karlsruhe. Seit 2001 Leiter einer Forschungsgruppe im Heinrich-Sontheimer-Laboratorium im Wasserwerk Durlacher Wald der Stadtwerke Karlsruhe - Wasserforschung, Wassertechnologie und Notwasseraufbereitung.
Quelle: Umweltministerium Baden-Württemberg