(15.07.2009) Störche brüten auf Strommast
Unter den wachsamen Blicken der Storcheneltern, die dem Treiben aus sicherer Entfernung zusahen, beringte Stefan Eisenbarth von der Vogelschutzwarte Radolfszell im Juli einen Jungstorch. Die Storcheneltern hatten schon vor zwei Jahren ihr Nest auf einen Strommast in der Knielinger Rheinbergstraße gegenüber dem Sportplatz des VFB Knielingen gebaut. Die Stadtwerke Karlsruhe leiteten daraufhin die Stromleitung um, damit die Störche gefahrlos brüten können. Außerdem stellten sie einen Hubsteiger bereit, der Stefan Eisenbarth direkt ans Storchennest brachte.
„Leider überleben nur sechs Prozent der Jungstörche ihre erste Reise nach Afrika und kommen im nächsten Frühjahr wohlbehalten zurück“, berichtete Stefan Eisenbarth von seiner ehrenamtlichen Arbeit für die Vogelschutzwarte. Drücken wir also dem kleinen Knielinger Storch ganz fest die
Daumen.
Immer wieder versuchen Störche auf Freileitungsmasten zu Nisten. Durch Kunststoffmanschetten werden die Vögel vor einem tödlichen Stromstoß bewahrt. In dem aktuellen Fall wurde zusammen mit dem Bürgerverein Knielingen eine langjährige Nistmöglichkeit geschaffen, indem ein künstliches Nest auf ein von Verkabelungen befreiten Mast gesetzt wurde.
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