(23.04.2009) Stadtwerke fördern seit vielen Jahren erneuerbare Energien
Zum Tag der Erneuerbaren Energien am 25. April 2009
Der Einsatz von erneuerbaren Energien hat bei den Stadtwerken Karlsruhe Tradition: Seit vielen Jahren fördern sie deren Nutzung. „Wir erzeugen in Karlsruhe heute regenerativ eine Strommenge von knapp 15 Millionen Kilowattstunden, mit der rund 6000 Haushalte versorgt werden können. Eine Größenordnung, die in etwa dem Bedarf eines Stadtteils entspricht. Das ist zum Teil auf unsere Initiativen zurückzuführen, aber in erster Linie ein Verdienst von zahlreichen Umweltfreunden in der Fächerstadt“, so Dr. Thomas Unnerstall, Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe. Die Energie stammt aus verschiedenen Karlsruher Quellen: Vier große Windkraftanlagen, zwei Wasserkraftanlagen, zwei große Solarparks, Deponiegasanlagen und etliche private Photovoltaikanlagen.
Erfolgreiche Förderprogramme
Mit umfangreichen Förderprogrammen tragen die Stadtwerke dazu bei, den Ausbau regenerativer Energieerzeugung in Karlsruhe voranzutreiben und ihren Kunden somit die Möglichkeit zu geben, mit dieser umweltfreundlichen Energie zu heizen, Brauchwasser zu erwärmen oder Strom zu erzeugen. Allein in den vergangenen fünf Jahren haben die Stadtwerke Karlsruhe fast zwei Millionen Euro an Fördergeldern für ihre Kunden bereitgestellt. Diese flossen unter anderem in Förderprogramme für nahezu 2000 Solaranlagen, rund 100 Wärmepumpen und Mini-Blockheizkraftwerke. Dabei ist das Solaranlagenprogramm das älteste und erfolgreichste Förderprogramm. Seit es 1993 eingeführt wurde, konnten schon über 1.400 Anlagen mit rund 1,8 Mio. Euro gefördert werden.
Neben den Förderprogrammen sehen sich die Stadtwerke Karlsruhe aber auch in der Verantwortung für nachhaltige Produkte und Initiativen: Mit den Ökostromangeboten NatuR und NatuR plus bieten sie weitere Möglichkeiten, den Umweltschutz aktiv zu unterstützen. Bei dem Angebot NatuR plus zahlt der Kunde auf die abgenommene Strommenge oder auf einen von ihm selbst bestimmten Anteil einen Aufschlag von 4 Cent pro kWh. Diese zusätzlichen Erlöse fließen in den Ausbau regenerativer Energieerzeugungsanlagen im Stadtgebiet von Karlsruhe. Ein weiteres Angebot ist das Stromangebot NatuR, mit Strom aus 100 Prozent regenerativen Quellen (überwiegend Wasserkraft). Seit Oktober 2008 bieten die Stadtwerke zudem NatuRgas an. Es hat einen Anteil von 10 Prozent Bio-Erdgas und kostet 0,5 Cent pro Kilowattstunde mehr.
Solarpark I und II mit Bürgerbeteiligung
Das jüngste Projekt ist die zweite Solaranlage auf einem Dach des städtischen Klinikums. Sie gehört zum Solarpark II, der aus mehreren großen Photovoltaikanlagen auf Dachflächen öffentlicher Gebäude besteht. Mit ihr hat der Anlagenpark nun eine Ausbaugröße von 480 Kilowatt erreicht. Dazu gehören auch die Anlagen auf den beiden Hallen des neuen Betriebshofs der Verkehrsbetriebe in der Gerwigstraße. Weitere Module zieren die Grund- und Hauptschule Grötzingen und das Sonnenbad im Rheinhafen. Insgesamt haben sich die Karlsruher Bürger mit 700 Anteilen zu je 2.000 Euro finanziell am Solarpark II beteiligt. Der Solarpark I, den die Stadtwerke in den Jahren 2005 und 2006 realisiert hatten, hat sogar eine Größe von 840 Kilowatt bei rund 1000 verkauften Anteilen.
„energie2010“ – umfangreichstes Förderprogramm im Land
Mit der Initiative „energie2010 – Wärme mit Zukunft“ reagieren die Stadtwerke speziell auf das „Erneuerbare-Wärme-Gesetz“ des Landes und auf das „Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz“ des Bundes, welche zum Ziel haben, den CO2-Ausstoß von Wohngebäuden zu reduzieren. Eine Summe von einer Million Euro steht für die fünf Bausteine der Initiative, bestehend aus den Förderprogrammen Erdgas und Solar, Mini-BHKW, Wärmepumpen sowie dem Produkt NatuRgas und dem Ausbau der Fernwärme, zur Verfügung. Das Programm läuft noch bis 2010 und soll eine Einsparung von insgesamt 6.000 Tonnen CO2 jährlich erwirken.
„Im Vergleich zu den anderen Großstädten in Baden-Württemberg gehört das Förderangebot der Stadtwerke Karlsruhe zu den umfangreichsten“, so Dr. Unnerstall. Darüber hinaus bieten die Stadtwerke in ihrer Kundenberatung in der Karlsruher City eine umfassende Energiesparberatung an, die schon lange bundesweit Vorbild-Charakter genießt. Pro Jahr kontaktieren rund 18.000 Kunden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Etwa 2.700 Kunden lassen sich jährlich intensiv rund ums Energie- und Trinkwassersparen beraten und 700 Bürger besuchen die kostenfreien Fachvorträge der Stadtwerke im Jahr.
Mit ihrer Photovoltaik-Initiative haben die Stadtwerke den Anteil an solarer Energieerzeugung in Karlsruhe erheblich vorangebracht. Hier die Anlage auf dem Sonnenbad.