(31.03.2009) Behinderungen beim Durchgangsverkehr in Knielingen
Am 6. April starten die Bauarbeiten für einen weiteren Abschnitt der neuen Fernwärme-Transportleitung / Die zentrale Verkehrsader Rheinbrückenstraße in Knielingen verwandelt sich ab nächste Woche in eine Großbaustelle
In der Rheinbrückenstraße beginnen die Stadtwerke Karlsruhe am 6. April mit der Verlegung von zwei weiteren Abschnitten der neuen Fernwärme-Transportleitung zwischen der MiRO-Raffinerie und dem Heizkraftwerk West. Um den Baufortschritt zu beschleunigen, wird mit der Verlegung der Leitung an drei Stellen parallel begonnen. In zeitlich koordiniertem Zusammenhang nimmt das Tiefbauamt den Abbruch der Fußgängerunterführung am Elsässerplatz vor.
Im Rahmen der Bauarbeiten werden auch bestehende Leitungs- und Kanalsysteme, Bordsteine und Rinnenplatten erneuert sowie der Radweg neu asphaltiert.
Die den Verkehr regelnden Maßnahmen sehen eine Reduzierung der über die Südtangentenausfahrt Knielingen einfahrenden Fahrzeuge vor, indem eine vorgelagerte Ampelschaltung den Verkehrszufluss so drosselt, dass nach Freigabe die einspurigen Bauabschnitte in der Rheinbrückenstraße ohne größere Behinderungen passierbar sind. Um den Rückstau und die damit verbundenen langen Wartezeiten am Knielinger Ortseingang zu umgehen, wurde bereits eine Umleitung über den Honsellknoten/Rheinhafen nach Knielingen ausgeschildert und die Schaltzeiten der Signalanlagen im Hinblick auf ein erhöhtes Verkehrsaufkommen angepasst. Auf der Südtangente (B10) besteht für den aus Rheinland-Pfalz kommenden Verkehr besonders in den morgendlichen Spitzenstunden erhöhte Staugefahr.
Vier von zehn Bauabschnitten fertig gestellt
Ab 2010 kommt Abwärme aus dem Produktionsprozess der MiRO-Raffinerie als Fernwärme in die Häuser. Für dieses zurzeit größte Umweltprojekt Karlsruhes bauen die Stadtwerke seit Frühjahr letzten Jahres eine 5 km lange Fernwärmeleitung zum Heizkraftwerk West, über die die Prozessabwärme in das Fernwärmenetz der Fächerstadt eingespeist wird. Von insgesamt zehn Bauabschnitten sind vier weitestgehend fertig gestellt; bis Ende nächsten Jahres sollen die Bauarbeiten für die Leitung komplett abgeschlossen sein. Die Einsparung von Primärenergie und damit von Kohlendioxid-Emissionen – immerhin rund 65.000 Tonnen CO2 pro Jahr – rückt unter anderem dieses für Deutschland modellhafte und vom Bund bezuschusste Projekt mit einer Gesamtinvestitionssumme von rund 30 Millionen Euro ins Blickfeld.
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