09.01.2009
(08.01.2009) Versorgungssicherheit an diesen kalten Tagen
In Karlsruhe gibt es rund 145.000 Haushalte. Von ihnen werden rund 91.000 mit Erdgas und 22.500 mit Fernwärme beheizt.

„Wir freuen uns, dass sich in Karlsruhe rund 80 Prozent für die Versorgung mit den umweltschonenden Energien Erdgas und Fernwärme entschieden haben, sind uns allerdings auch unserer großen Verantwortung gerade in diesen extrem kalten Tagen bewusst“, so Harald Rosemann, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke. „Als kommunaler Versorger dieser Stadt haben wir den Auftrag und die Verpflichtung, für die notwendige Versorgungssicherheit der Menschen und der Wirtschaft zu sorgen. Wir können uns dabei auch auf unseren bewährten Vorlieferanten Eon-Ruhrgas verlassen, der uns seit über 30 Jahren auch bei extremer Kälte absolut zuverlässig mit Erdgas versorgt. Davon können wir und unsere Kunden auch jetzt ausgehen.“

Im Gasbereich erreichen wir an diesen kalten Tagen erfahrungsgemäß die höchste Last immer morgens zwischen 9.00 und 10.00 Uhr. Werden an einem normalen kalten Wintertag rund 60.000 Kubikmeter Erdgas in dieser Stunde verteilt, waren es am Donnerstagmorgen durch die Minustemperaturen 63.000 Kubikmeter, am 18. Dezember 2008 aber bereits auch schon 68.000. In den vergangenen Jahren gab es auch schon Stundenspitzen von 90.000 Kubikmetern.

Der Grund für den aktuell relativ geringen Anstieg der Stundenabgabe liegt darin, dass durch die verlängerte Weihnachtspause die Industriebetriebe und das Gewerbe noch nicht vollständig wieder produzieren. Daher erwarten wir beim Erdgas die Verbrauchsspitze in diesem Winter am kommenden Montag, falls es weiter so kalt bleibt.

Bei der Fernwärme sind unsere Anlagen durch die extrem niedrigen Temperaturen sehr gut ausgelastet. An einem „normalen“ Wintertag haben wir eine Tageshöchstleistung von rund 200 Megawatt Wärmeabgabe. Am Donnerstag waren es 275 Megawatt, das heißt fast 40 Prozent mehr. Dennoch haben wir immer noch eine genügend hohe Leistungsreserve für noch kältere Temperaturen.

Die Karlsruher Fernwärmeversorgung steht im übrigen auf drei Beinen: Das Rheinhafen-Dampfkraftwerk der EnBW, unser eigenes Heizkraftwerk West und unser Heizwerk im Ahaweg. Zusätzlich haben wir eine weitere Reserve mit dem Heizwerk in der Waldstadt.

Zum Hintergrund: Die Hauptlast der Fernwärme kommt dabei vom Rheinhafen-Dampfkraftwerk, Block 7. Die Fernwärme wird dort in der so genannten Kraft-Wärme Kopplung (Strom und Fernwärme gemeinsam) erzeugt, was besonders umweltschonend ist: Die bei der Stromerzeugung anfallende Abwärme wird so in der Stadt zur Beheizung der Wohnungen genutzt. “Wir leiten in Karlsruhe die Wärme in die Stadt nicht in den Rhein, gerade auch an diesen kalten Tagen“, so Harald Rosemann.


 
 
Aktuelles
Ausbildung: Wir machen Sie fit für die Zukunft!
1
Schüler auf den Energieberg
Ein Angebot der KVVH und der Windmühlenberg-Gesellschaft: Klimakolleg für Schüler ab Klasse 8 auf dem Karlsruher Energieberg
2
Veranstaltungskalender
3
Energiesparshop
Strompreisrechner
Presseclips