(18.12.2008) Ursachen der Cholera-Epidemie in Simbabwe liegt in verunreinigtem Brunnenwasser
Die beiden Karlsruher, Prof. Dr. Dietrich Maier und Uwe Faulhaber, sind von ihrem Einsatz in Simbabwe um dort die Cholera-Epidemie zu bekämpfen zurück. Mit Hilfe der Stadtwerke Karlsruhe, den Firmen ABCR in Karlsruhe und der weltweit operierenden Heidelberger Wasseraufbereitungsfirma ProMinent sowie vielen privaten Spendern gelang es beiden Fachleuten über die Deutsche Botschaft in Harare innerhalb kürzester Zeit eine Million Chlortabletten im Wert von 10 000 Euro in das notleidende Land zu bringen. Dort wurden die Wasserdesinfektionstabletten direkt an Krankenhäuser im Umfeld von Harare und im Landesinnern verteilt.
„Unsere Philosophie besteht darin, die Verbreitung der Krankheit an der Quelle zu bekämpfen“, so Prof. Maier. Da in Harare und in weiten Teilen des Landes die Wasserversorgung zusammengebrochen ist, wurden viele tausende private Brunnen (boreholes) gebaut, aus denen mit Pumpen ohne weitere Aufbereitung und Desinfektion das Grundwasser in die Wasserleitungen gepumpt wird.
„Dies ist die Ursache der galoppierenden Verbreitung der Cholera-Epidemie“ erklärte der Wasserchemiker Prof. Dr. Maier, da um die Brunnenlöcher herum kein Schutzwall existiert und das gesamte kontaminierte Schwemmwasser, verseucht mit Fäkalien und Krankheitserregen in die Brunnen zurückfließt. „Mit einem Sack Zement lässt sich das Übel an einem Bohrloch beseitigen.“ Diese bisher im Land unbekannte Ursache muss dringend der gesamten Bevölkerung im Land bekannt gemacht werden. „Mit Hilfe der vielen Hilfsorganisationen und der Botschaften im Land sollte dies möglich sein“, so Uwe Faulhaber.
Die Initiative der beiden Karlsruher wurde ermöglicht durch das Engagement von Stadt, Stadtwerken und zahlreichen Spendern. „Es ist vorbildlich zu erleben, wie die Hilfe so direkt ankommt, dafür steht Prof. Maier und Uwe Faulhaber“, unterstreicht Dr. Karl Roth, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe.
Prof. Maier und Uwe Faulhaber sind Mitglieder der Europäischen Brunnengesellschaft e.V. (EBG) und der Internationalen Wasserhilfsorganisation IWAO, die 2004 gegründet wurden. Die EBG hat bereits im Jahr 2005 in Sri Lanka nach der schrecklichen Tsunami-Katastrophe zwei Flüchtlingslager für zwei Jahre mit täglich 10 000 Litern Trinkwasser versorgt. Prof. Maier ist Mitglied der Universität Karlsruhe, Uwe Faulhaber kann auf eine fast 40-jährige Berufserfahrung bei der Landesvermessung im In- und Ausland zurückblicken.
Bisher erhielt die Europäische Brunnengesellschaft e.V. für dieses Projekt Spendengelder in einer Höhe von 19 000 Euro für die Verteilung von Chlortabletten in Simbabwe. „Wir wollen weitere Hilfe leisten und benötigen dringend weitere Spenden“. so der Präsident der Europäischen Brunnengesellschaft. e.V. spenden an die Europäische Brunnengesellschaft e.V. können auf das Konto Nr. 48 15 564 bei der Badischen Beamtenbank Karlsruhen (BLZ 660 908 00) überwiesen werden.
Die beiden Karlsruher Prof. Dr. Dietrich Maier (2. v. r.) und Uwe Faulhaber (rechts) während
ihres humanitären Einsatzes in Simbabwe