(29.09.2008) Fernwärme wird teurer – bleibt aber im Vergleich trotzdem günstig
Der Fernwärmepreis in Karlsruhe muss zum 1. Oktober aufgrund stark gestiegener Produktionskosten angepasst werden: Die Fernwärme wird mit Kohle und Gas erzeugt, und beide Energieträger sind auf den internationalen Märkten in den letzten Jahren um über 50 Prozent teurer geworden. Dies zwingt die Stadtwerke dazu, den Fernwärmepreis um durchschnittlich 17 Prozent anzuheben. Das bedeutet beispielsweise für eine dreiköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 12.000 Kilowattstunden eine Mehrbelastung von rund 10 Euro im Monat. „Die Erhöhung bei Fernwärme ist deutlich, bleibt aber dennoch weit hinter den Preissteigerungen bei Heizöl und Gas seit dem letzten Herbst zurück“, so Dr. Thomas Unnerstall, Geschäftsführer für Vertrieb und Handel bei den Stadtwerken. „Mit anderen Worten: Auch nach dem 1. Oktober werden die Preise der Fernwärme gegenüber den anderen Heizenergien sehr günstig sein. Darüber hinaus garantieren wir unseren Kunden, den Fernwärmepreis bis mindestens Oktober 2009 stabil zu halten.“
Auch im Vergleich zu anderen Fernwärmeversorgern in Deutschland und in Baden-Württemberg sind die Preise der Stadtwerke sehr gut: Sie liegen derzeit an Platz 4 unter 160 Fernwärmeversorgern und etwa 25 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Die Fernwärmetarife der Stadtwerke gehören bereits seit vielen Jahren zu den niedrigsten in Deutschland.
„Die Fernwärme bleibt eine ökonomisch und ökologisch besonders attraktive Heizener-gie“, betont Dr. Thomas Unnerstall. Rund 22.000 Wohnungen werden in Karlsruhe mit der umweltschonenden Fernwärme beliefert, die aus Kohle und Erdgas in Kombination mit der Stromerzeugung, der so genannten Kraft-Wärme Kopplung, produziert wird. Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG), dessen Anforderungen am 1. April 2008 in Kraft getreten sind, lässt die Fernwärme als so genannte Ersatzmaßnahme zu. Das heißt, statt wie vorgeschrieben bei Bestands- und Neubauten regenerative Energien einzusetzen oder aufwändige Sanierungsmaßnahmen durchzuführen, haben Eigentümer und Bauherren durch den Einsatz der Fernwärme alle Vorschriften der Wärmegesetze erfüllt.
„Der Entwicklung auf dem Weltenergiemarkt können wir uns nicht entziehen, wir können nur durch einen sparsameren Umgang mit Energie gegensteuern“, so Dr. Unnerstall. Aus diesem Grund bieten die Stadtwerke in ihrer Kundenberatung, Kaiserstraße 182, ein umfangreiches Beratungsangebot an. Nähere Informationen zu den neuen Preisen gibt es im Call-Center unter der kostenfreien Telefonnummer 0800-200 300 6.
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