(30.07.2008) Ungewollter Stromanbieterwechsel
Stadtwerke warnen und informieren:
Bereits Mitte Juni 2008 haben die Stadtwerke vor angeblich "wichtigen Tarifinformationen zum Stromanschluss“ von der „ESD Energie Service Deutschland AG“ gewarnt. Am besten solle man gleich die Finger davon lassen, riet damals schon die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.
Wer dort angerufen hat, erhielt zwar auch Tarifinformationen, in erster Linie wurde jedoch versucht, sofort einen neuen Versorgungsvertrag für Strom abzuschließen. Dies war aufgrund geschickter Gesprächsführung für viele Kunden allerdings nicht erkennbar. Deutlich machte das erst die einige Tage später zugestellte Bestätigung von ESD über den eingeleiteten Stromanbieterwechsel – oftmals ohne, dass der Kunde dies überhaupt gewünscht hat.
Für den, der darauf „hereingefallen“ ist, gibt es in verschiedenen Internetforen Hilfestellung und Musterbriefe für einen Widerruf des telefonisch geschlossenen Vertragsverhältnisses. In der Vertragsbestätigung von ESD ist im Übrigen ohnehin eine Widerrufsfrist von einem Monat vorgesehen. Aus Nachweisgründen ist es sinnvoll, dies per Einschreiben zu tun.
Auch gab es in den vergangenen Tagen verstärkt direkte Anrufe von ESD bei Stadtwerke-Kunden mit dem Versuch, sofort am Telefon einen Stromversorgungsvertrag abzuschließen. Die Stadtwerke weisen ausdrücklich darauf hin, dass diese Spontananrufe von ESD zur Kundengewinnung, die in der Regel auch mit ebenfalls unzulässiger Rufnummernunterdrückung arbeiten, ohne Einverständnis des Kunden ungesetzlich und wettbewerbswidrig sind. Empfehlenswert ist hier die Einschaltung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart.