(03.04.2008) Stadtwerke Karlsruhe starten Initiative "energie 2010"
„
Wärme mit Zukunft“, unter diesem Motto wollen die Stadtwerke Karlsruhe
gemeinsam mit ihren Kunden auch die neuen Herausforderungen beim
Thema Klimaschutz aktiv angehenMit dem „Erneuerbare-Wärme-Gesetz“ will das Land den Klimaschutz aktiv fördern und langfristig den CO2-Ausstoß von Wohngebäuden reduzieren. Denn die Bereitstellung von Wärme und die Warmwasserbereitung für Wohnzwecke sind zu rund einem Drittel an den jährlichen Kohlendioxid-Emissionen beteiligt - in Baden-Württemberg sind das etwa 25 Millionen Tonnen pro Jahr. Die effizientere Nutzung fossiler Energieträger und der sinnvolle Einsatz erneuerbarer Energien bei der Heizung und der Warmwasserbereitung können also einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Stadtwerke Karlsruhe möchten mit ihrer neuen Initiative
"energie 2010 – Wärme mit Zukunft" ihre Kunden bei der Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben unterstützen. Die Initiative läuft von 2008 bis 2010.
„Die gesetzlichen Vorgaben sind eine richtige und wichtige Weichenstellung für den Klimaschutz“, so Dr. Thomas Unnerstall, Geschäftsführer für Vertrieb und Handel bei den Stadtwerken. „Für unsere Kunden bedeuten sie allerdings teilweise große finanzielle Herausforderungen. Genau hier setzt unsere neue Initiative an: Wir bieten Förderzuschüsse an und leisten intensive Beratung für die betroffenen Bürger, also für Bauherren und Hauseigentümer.“ Insgesamt 1 Million Euro an zusätzlichen Fördergeldern hat das Versorgungsunternehmen für die fünf Bausteine der Initiative zur Verfügung gestellt. Das Programm soll eine Einsparung von insgesamt etwa 6.000 Tonnen CO2 jährlich erwirken.
Folgende Maßnahmen sind geplant:
Brennwert und Solar effektiv kombinierenMit dem neuen Förderprogramm „Erdgas+Solar“ unterstützen die Stadtwerke die besonders effektive Kombination einer Erdgas-Brennwertheizung mit einer thermischen Solaranlage bei bestehenden Gebäuden oder Neubauten mit 1.700 bis 4.050 Euro, je nach der Anzahl der Wohnungen. Thermische Solaranlagen allein werden mit 500 bis 1.250 Euro gefördert, und Erdgas-Brennwertheizungen allein mit 1.200 bis 2.800 Euro. Einen Teil der Fördergelder stellt die E.ON-Ruhrgas den Stadtwerken zur Verfügung.
Mit Wärmepumpen die Erdwärme nutzen
Das bereits bestehende Förderprogramm für Wärmepumpen wird ausgebaut, die maximale Fördersumme erhöht sich von 3.000 auf 4.000 Euro, die Förderung der ersten 15 Kilowatt wird von 150 auf 200 Euro je Kilowatt aufgestockt, für jedes weitere Kilowatt Leistung gibt es 100 statt bisher 50 Euro.
Bio-Erdgas als CO2-arme AlternativeAb Oktober 2008 können Erdgaskunden der Stadtwerke neben fossilem Erdgas auch
ein neues Erdgasangebot, das zehn Prozent Bio-Erdgas beinhaltet, in Anspruch nehmen. Bio-Erdgas ist ein veredeltes Biogas. Bei der Verbrennung von Biogas wird nur so viel Kohlendioxid freigesetzt wie die zu seiner Herstellung genutzte Biomasse zuvor der Atmosphäre entzogen hat.
Abwärme aus der Stromproduktion nutzenIm Rahmen eines neuen Förderprogramms „Mini-BHKW“ fördern die Stadtwerke den Bau von kleinen, dezentralen Kraft-Wärme-Koppelanlagen, die aus Erdgas sowohl Strom als auch Wärme erzeugen. Gefördert werden Anlagen mit einer elektrischen Leistung von bis zu 50 Kilowatt. Die Fördersumme kann je nach Leistung etwa 4.000 bis maximal 20.000 Euro betragen.
Fernwärme weiter ausbauenFernwärme ist eine äußerst umweltschonende und CO2-arme Heizenergie, da auch sie im Wesentlichen aus der Abwärme der Stromerzeugung gewonnen wird. Fernwärme gilt daher im Rahmen des Erneuerbaren-Wärme-Gesetzes als gute Alternative und befreit von vielen zusätzlichen Umweltauflagen. Die Stadtwerke werden die Karlsruher Fernwärmeversorgung weiter ausbauen und unter anderem die Neubaugebiete auf den ehemaligen Kasernengeländen in Knielingen und Neureut-Kirchfeld mit Fernwärme versorgen. Mit der Nutzung der Abwärme aus dem Produktionsprozess der Karlsruher MiRO-Raffinerie für die Fernwärmeversorgung wird ab 2010 die CO2-Bilanz der Fernwärme nochmals verbessert.
Ambitionierte Ziele für Karlsruhe„Unsere neue Initiative soll Kunden helfen, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen und zukunftsorientierte Heizungslösungen zu wählen“, fasst Dr. Thomas Unnerstall zusammen. „Gemeinsam können wir in Karlsruhe aktiv die neuen Klima-Herausforderungen angehen und setzen damit gleichzeitig das langjährige Engagement der Stadtwerke für Umwelt- und Klimaschutz fort, getreu unserem Motto ‚Versorgung mit Verantwortung’“.
Mehr erfahren / Infomobil im Mai unterwegsAuskünfte zur Initiative „energie2010“ geben gerne die Energieberater der Kundenberatungen in der Kaiserstraße 182 und in der Durlacher Pfinztalstraße 65. Telefonisch sind sie unter 599-2222 bzw. -3333 erreichbar. Vom 5. bis 25. Mai macht das Infomobil der Stadtwerke Station vor Wochen-, Bau- und Supermärkten und informiert die Bürger direkt vor Ort. Weiter Infos gibt es auch auf den Internetseiten der Stadtwerke unter www.stadtwerke-karlsruhe.de.
> Initiative "energie2010 - Wärme mit Zukunft"