Die Stadtwerke verbessern die Tanksituation für Erdgas in Karlsruhe durch eine zweite Erdgas-Zapfsäule im Westen der Stadt. Ab sofort kann bei der Agip-Tankstelle in der Neureuter Straße 5 der umweltschonende Treibstoff getankt werden. Dank modernster Technik dauert der Tankvorgang nur drei bis fünf Minuten. Rund 750 Tankstellen sind in den vergangenen Jahren bundesweit in Betrieb genommen worden.
Wie notwendig es ist, die Infrastruktur des Tankstellennetzes voranzubringen, zeigen die Zulassungszahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes. Erdgas-Fahrzeuge liegen voll im Trend: Deshalb stieg deren Zahl auf Deutschlands Straßen innerhalb eines Jahres um 40 Prozent auf über 50.000 Fahrzeuge. „Diese Entwicklung bringen auch wir aktiv voran. Mittlerweile halten wir 32 Erdgas-Autos“, betonte Dr. Karl Roth, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe, bei der Einweihung der neuen Tankstelle. Die von den Stadtwerken im Jahr 2004 in Betrieb genommene Zapfsäule bei der Esso-Station an der Durlacher Allee verzeichnet einen durchschnittlichen Erdgasabsatz von etwa 20.000 Kilogramm im Monat.
Stadtwerke unterstützen die Anschaffung
Das Förderprogramm der Stadtwerke sorgt dafür, dass auch in diesem Jahr mit mehr Erdgas-Autos in Karlsruhe gerechnet werden kann. Diejenigen Kunden des Energieversorgers, die sich für den Kauf oder die Umrüstung eines maximal drei Jahre alten Autos entscheiden, können einen Förderbetrag in Höhe von 500 Euro in Anspruch nehmen. Seit 2004 hat das Unternehmen fast 200 Erdgas-Autos bezuschusst. „Als kommunaler Energieversorger tragen wir Verantwortung für eine saubere Umwelt“, so Dr. Thomas Unnerstall, Geschäftsführer für Vertrieb und Handel, „deshalb unterstützen wir diese umweltbewusste Mobilität gerne.“
Umweltbilanz, die sich sehen lassen kann
Der Motor des Erdgas-Fahrzeugs stößt im reinen Gasbetrieb ein Viertel weniger CO2 aus als mit Benzin, drei Viertel weniger Kohlenmonoxid und rund 60 Prozent weniger Kohlenwasserstoffe. Außerdem gilt in Deutschland für den umweltschonenden Kraftstoff ein besonders günstiger und bis 2018 festgeschriebener Mineralölsteuersatz. Hierdurch können ihn die Stadtwerke für 81 Cent pro Kilogramm anbieten. Dies entspricht, umgerechnet auf den Energiegehalt, 1,6 Litern Benzin oder 1,4 Litern Diesel. Damit tankt man fürs halbe Geld und die etwas höheren Anschaffungskosten haben sich schnell amortisiert.