08.03.2008
(06.06.2007) Stadtwerke modernisierten zwei wichtige Umspannwerke
Für mehr Effizienz und Sicherheit in der Stromversorgung: 5 Millionen Euro Investition in neue Anlagentechnik

Die Schaltanlagen und Transformatoren des Umspannwerks Ost in der Nähe des Einkaufscenters Real (ehemals Walmart) wurden erneuert. Moderne Technik löst sie ab, die Stadtwerke Karlsruhe investierten rund 3,5 Millionen Euro. Auch für das Umspannwerk Nord bei der Fachhochschule nahmen die Stadtwerke 1,5 Millionen Euro in die Hand, um die dortigen Transformatoren zu modernisieren.

Langfristige Investition, die sich bezahlt macht

„Das Umspannwerk Ost hat für die Karlsruher Stromversorgung eine zentrale Bedeutung; es ist neben dem Umspannwerk West die zweite Einspeisestelle des Regionalversorgers EnBW in das Stadtgebiet“, betont Harald Rosemann, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke. Die beiden dortigen Transformatoren, die den Strom von 110 auf 20 Kilovolt herunter spannen, und die 110- und 20-kV-Schaltanlagen stammen in der Grundsubstanz aus den 50er und 60er Jahren.

Die Stadtwerke bezogen auch das Umspannwerk Nord, das für die Stromversorgung der Innenstadt wichtig ist, in die Modernisierungsarbeiten mit ein. Die dortigen Transformatoren kamen nach einer Werkssanierung ins Umspannwerk Ost. Im Umspannwerk Nord bauten die Stadtwerke im Anschluss daran zwei neue Transformatoren mit größerer Leistung (40 Mega-Volt-Ampere) ein. Ohne zusätzliche Lüfter für Kühlung erbringen sie diese Leistung wesentlich geräuschärmer. Dies ist umso wichtiger, weil das Umspannwerk Nord in einem Wohngebiet liegt.

„Die Erneuerung der Schaltanlagen und Transformatoren stellt eine langfristige Investition dar, die vor allen Dingen auch den Kunden zu Gute kommt, denn sie erhöht die Versorgungssicherheit der Karlsruher Stromversorgung“, so Rosemann weiter. Die Modernisierung der beiden Umspannwerke ist in ein umfangreiches Investitionsprogramm eingebettet: Allein in diesem Jahr investieren die Stadtwerke rund 33 Millionen Euro in ihre Anlagen und Leitungsnetze zur Energie- und Trinkwasserversorgung.

Ein „Mammut-Projekt“ für mehr Versorgungssicherheit

Die Arbeiten im Umspannwerk Ost erfolgten in drei Bauabschnitten, da während der Umbauarbeiten der Großteil der 110-kV-Anlage in Betrieb bleiben musste. Die Stadtwerke und die beauftragte Fachfirma bauten eine komplett neue 20-kV-Schaltanlage, deren Metallkapselung im Störungsfall Auswirkungen nach außen verhindert und somit eine große Personensicherheit gewährleistet. Zusätzlich ist sie teilgeschottet, damit sich ein eventueller Fehler nicht auf die gesamte Anlage, sondern nur auf den unmittelbar betroffenen Teilbereich auswirken kann. Außerdem wurden alle alten, druckluftbetriebenen Trenn- und Leistungsschalter in der 110-kV-Schaltanlage durch elektrisch betriebene Schalter ersetzt. Die wartungsaufwändige Drucklufterzeugung gehört damit der Vergangenheit an. Daneben erneuerten die Stadtwerke die komplette Schutz- und Leittechnik für die 110- und 20-kV-Schaltanlagen und bauten eine Nahsteuerung auf, von der aus das Umspannwerk unabhängig von der zentralen Netzleitstelle gesteuert und überwacht werden kann.

„Die neue Anlagentechnik arbeitet höchst effizient und garantiert ein hohes Maß an Betriebssicherheit“, hebt Dr. Karl Roth, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke, hervor.

Auf dem Arbeitsprogramm stand auch der Bau eines großen Gebäudes, in dem nun die beiden neuen Transformatoren und die Erdschluss-Spulen untergebracht sind. Bisher standen diese Anlagen im Freien. Außerdem wurde ein neues Fertigteilgebäude erstellt, in dem die komplette Schutz- und Feldleittechnik der 110-KV-Schaltanlage untergebracht ist.

 
 
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