(26.04.2007) Solarstrom in Karlsruhe in zwei Jahren verdreifacht
Förderprogramme der Stadtwerke bundesweit vorbildlich
Aus Verantwortung für die Umwelt fördern die Stadtwerke seit vielen Jahren die Nutzung von erneuerbaren Energien, wie Wasser- und Windkraft, Biogas und die Sonnenenergie. Rund 16 Prozent des Stromes in Karlsruhe sind heute regenerativ erzeugt, 11 Prozent sind es bundesweit. „Allein der in Karlsruhe regenerativ erzeugte Strom kann den Bedarf eines Stadtteils decken. Der Solarstrom wurde in den vergangenen zwei Jahren verdreifacht“, unterstreicht Dr. Karl Roth, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke.
Die klimafreundliche Stromerzeugung aus Sonnenenergie bringen die Stadtwerke mit dem Solarpark I voran. Dieser wurde im Rahmen der Photovoltaik-Initiative der Stadtwerke mit einer Leistung von 840 Kilowatt realisiert. Der hieraus erzeugte Strom deckt den Bedarf von rund 300 Haushalten. An der Projektgesellschaft „Solarpark I“ sind 170 Privatpersonen mit ihrem Kapital beteiligt, daneben die Stadt Karlsruhe und die Stadtwerke selbst. Neben der größten PV-Anlage auf der Mülldeponie West, der Hochschule für Technik und Wirtschaft sowie der Walter-Eucken-Schule, gingen im vergangenen Jahr auch auf den Dächern des städtischen Klinikums, der Verkehrsbetriebe und eines aufgestockten Baus der Stadtwerke weitere Anlagen in Betrieb. In diesen Tagen wird die bereits Solarstrom produzierende Anlage der Europäischen Schule vorgestellt. Inzwischen sorgen 282 große und kleine Photovoltaik-Anlagen in Karlsruhe für „Sonnenstrom“.
Für alle Bauherren und Hausbesitzer, die mit einer thermischen Solaranlage die Sonnenenergie nutzen wollen, bieten die Stadtwerke ein Förderprogramm an. Kollektorflächen von bis zu 6 Quadratmetern werden mit 500 Euro bezuschusst. Ein ganz erfolgreiches Programm, durch das schon über 1.100 Solaranlagen in Karlsruhe auf den Weg gebracht wurden.
Für nachhaltige Energie sorgen auch vier Windkraftanlagen, die kleinen Laufwasserkraftwerke Appenmühle an der Alb und im Naturfreundehaus Obermühle in Durlach sowie drei deponiegasbetriebene Blockheizkraftwerke. Daraus resultieren zu Zeit fast 15 Millionen umweltfreundliche Kilowattstunden Strom, die ausreichen, um einen ganzen Stadtteil von Karlsruhe zu versorgen.
Die Wärme aus der Erde bietet eine weitere Möglichkeit, den CO2-Ausstoß zu vermindern. Seit Februar forciert das Unternehmen deshalb die Nutzung der „flachen Geothermie“ in Karlsruhe mit Hilfe von Wärmepumpen. Diese nutzt die Wärme aus dem oberflächennahen Bereich bis zu einer Tiefe von etwa 200 Metern. Für Privatkunden und Bauherren, die eine Erdwärme-Heizungsanlage realisieren wollen, bieten die Stadtwerke entsprechende Komplettangebote und auch Förderbeiträge an.
Über 50 Wärmepumpen, die 82 Wohnungen beheizen, wurden bisher von den Stadtwerken mit rund 100.000 Euro gefördert.
Über 1.700 Kunden haben sich inzwischen dazu entschlossen, das Regenerativ-strom-Angebot R-Plus zu nutzen. Sie unterstützen mit einem kleinen Aufschlag auf den Strompreis den Ausbau der regenerativen Energieerzeugung in der Fächerstadt.
Außerdem halten die Stadtwerke zahlreiche Förderprogramme neben denen für thermische Solaranlagen und Wärmepumpen, etwa für Erdgasfahrzeuge oder für die Heizungsumstellung auf Erdgas zur CO2-Einsparung, bereit. Im Vergleich zu den anderen Großstädten in Baden-Württemberg gehört das Förderangebot der Stadtwerke Karlsruhe zu den umfangreichsten. Darüber hinaus bieten die Stadtwerke in ihrer Kundenberatung in der Karlsruher City eine umfassende Energiesparberatung an, die schon lange bundesweit Vorbild-Charakter genießt. Pro Jahr kontaktieren rund 14.000 Kunden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Etwa 2.500 Kunden lassen sich jährlich intensiv rund ums Energie- und Trinkwassersparen beraten und 500 Bürger besuchen die kostenfreien Fachvorträge der Stadtwerke im Jahr.
Auf der Internetseite
www.zdee.de finden alle Umweltfreunde zusätzlich einen Überblick über Karlsruher Energie-Erzeugungsanlagen, deren Funktionen und Erzeugungswerte.