(05.12.2006) Stadtwerke haben Sicherheits-Check erfolgreich bestanden
Fachverbände bestätigen einjährige intensive Arbeit der Sparten
Strom, Gas und Wasser / Auch Betriebsführungsgemeinden profitieren
Für ihr technisches Sicherheitsmanagement (TSM) sind die Stadtwerke
Karlsruhe Anfang Dezember ausgezeichnet worden. Nach einer intensiven,
mehrtägigen Prüfung durch die Experten der Deutschen Vereinigung des
Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) und des Verbandes der Netzbetreiber
e.V. (VDN) bescheinigten die Prüfer den Stadtwerken in ihrem
Abschlussbericht ein gut funktionierendes Sicherheitsmanagement.
Gerade
Unternehmen, die mit Erdgas, Strom und Wasser umgehen, sind im
besonderen Maße von Sicherheitsfragen berührt. Die Überprüfung der
Einhaltung der Sicherheitsstandards nach dem Verbände-Leitfaden hat der
Gesetzgeber dem DVGW beziehungsweise dem VDN übertragen. Sie dient
dazu, durch effektive Organisation und Betriebsführung die Einhaltung
aller rechtlichen, behördlichen und branchenspezifischen Normen und
Vorgaben sicherzustellen und dadurch dem Risiko von Schäden und einem
möglichen Organisationsverschulden vorzubeugen.
Die
Landesgeschäftsführerin des DVGW Baden-Württemberg, Barbara Müller, und
Hartwig Roth vom VDN überreichten im Rahmen einer Feierstunde die
Urkunden für die Sparten Erdgas, Wasser und Strom an Dr. Karl Roth,
Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke. „Die Stadtwerke Karlsruhe
sind ein technisch, personell und organisatorisch sehr gut
aufgestelltes Unternehmen mit engagierten Mitarbeitern. Die
ausgezeichnete Organisation des Unternehmens hat durchaus
Vorbildcharakter“, unterstrich Barbara Müller bei der Urkundenübergabe.
„Ich freue mich, dass sich unsere intensive Vorbereitung gelohnt hat“,
äußerte sich Dr. Karl Roth. „Die Versorgungssicherheit hat für uns
oberste Priorität. Und die können wir letztendlich nur mit einem guten
innerbetrieblichen Sicherheitsmanagement gewährleisten.“
Erstmals
hatten die Stadtwerke im Jahr 2001 die Anforderungen der
DVGW-Richtlinien G 1000 und W 1000 an Versorgungsqualität und
-sicherheit für die Gas- und Wasserversorgung erfüllt. Damals gehörten
sie zu den ersten fünf Versorgungsunternehmen in Baden-Württemberg, die
diese freiwillige Überprüfung durchführen ließen. Nachdem sich durch
eine Umstrukturierung im technischen Bereich zahlreiche Zuständigkeiten
und Abläufe geändert hatten, war eine neuerliche Überprüfung notwendig,
in die nun auch die Stromversorgung mit eingebunden wurde. Für die
Sparte Strom ist die VDN-Richtlinie S 1000 relevant. Darin sind die
Anforderungen für den Betrieb elektrischer Energieversorgungsnetze
geregelt.
Vom Technischen Sicherheitsmanagement der Stadtwerke
Karlsruhe profitieren auch die drei Gemeinden Bietigheim, Ötigheim und
Elchesheim-Illingen. Für sie übernehmen die Stadtwerke seit einiger
Zeit die technische Betriebsführung ihrer Netze und Anlagen zur
Trinkwasserversorgung. Zuletzt hatte sich Elchesheim-Illingen im
Februar 2005 entschieden, zukünftig die Erfahrung und den
Bereitschaftsdienst des größten Trinkwasserversorgers in der Region zu
nutzen. Neben den hierdurch freigesetzten Synergien war die
Verschärfung der Trinkwasserverordnung mit zahlreich vorgeschriebenen
Trinkwasseranalysen einer der Gründe für die Zusammenarbeit. Da die
Betriebsführung der Stadtwerke nun ausgezeichnet wurde, durfte
Geschäftsführer Dr. Karl Roth den Bürgermeistern Ernst Kopp, Werner
Happold und Joachim Ertl für ihre jeweilige Trinkwasserversorgung die
TSM-Urkunden überreichen.
Mit der erfolgreichen Erweiterung
des branchenspezifischen Qualitätsmanagements TSM haben die Stadtwerke
neben dem Umweltmanagement nach EMAS und der internationalen Norm ISO
14001 ein weiteres „Gütesiegel“ für ihr Unternehmen erhalten.