(24.11.2006) In 35 Jahren 350.000 defekte Straßenlampen geortet
Dankesfeier für die „Lampenfahnder“ bei der Brauerei Hoepfner
Seit
35 Jahren heißt es „Wo leuchtet eine Straßenlampe nicht?“. Die
Bürgeraktion, die die Stadtwerke Karlsruhe 1971 ins Leben riefen, ist
wohl die längste in der Geschichte des Unternehmens. Seither spürten
engagierte Karlsruher Bürgerinnen und Bürger fast 350.000 defekte
Straßenlampen auf und meldeten diese an die Stadtwerke weiter. „Den
Erfolg dieses ‚Dauerbrenners’ sichern die so genannten Mehrfachmelder“,
so Erster Bürgermeister Siegfried König bei der Dankesfeier, die dieses
Mal bei der Brauerei Hoepfner stattfand. Die Mehrfachmelder sind jene
Gruppe engagierter Karlsruher, die jedes Jahr über 100 defekte
Straßenlampen an die Entstörtrupps der Stadtwerke weitergeben, erklärte
König. Viele von ihnen sind schon mehr als zehn Jahre dabei.
Auch
in diesem Jahr gingen über 6.000 der insgesamt fast 7.800 Meldungen auf
ihr Konto; 2.705 dunkle Ecke in Karlsruhe spürte allein Helmut Zöller
auf. Das Engagement des „Lampenfahnder-Königs“ ist beinahe so lang wie
die Bürgeraktion selbst; vergangenes Jahr feierte er sein 30-jähriges
„Dienstjubiläum“. In 31 Jahren fand und meldete er insgesamt fast
83.000 defekte Straßenlampen - eine Leistung, die ihm bereits einen
Eintrag ins Guinnesbuch der Rekorde einbrachte.
Alle
"Spürnasen" nehmen als Dankeschön an einer Verlosung teil: Jede
Meldung, die das Jahr über bei den Stadtwerken einging, ob schriftlich
oder telefonisch, erhöht die Gewinnchancen. Als Hauptgewinne gibt es
zehn Geldpreise zwischen 225 und 500 Euro.
„Dank des
Engagements dieser Bürgerinnen und Bürger können die Stadtwerke Gelder
einsparen, die sie für die Modernisierung und den Ausbau der
Straßenbeleuchtung verwenden“, so Dr. Karl Roth, Technischer
Geschäftsführer der Stadtwerke. Hierfür wurden allein dieses Jahr über
680.000 Euro - fast 100.000 Euro mehr als 2005 - investiert. Die
Stadtwerke tauschten rund 17.000 Lampen des mittlerweile mehr als
39.000 Leuchten umfassenden Straßenbeleuchtungsnetzes der Fächerstadt
aus. Außerdem stellten die Fachleute der Stadtwerke die
Haltestellenbeleuchtung für die Nordstadtbahn, bei der speziell für
diesen Zweck entwickelte Leuchten mit sehr kleinem Brenner und
besonders hoher Lichtausbeute zum Einsatz kamen, fertig. Des Weiteren
realisierten sie die aufwändige und technisch anspruchsvolle
Anstrahlung des Prinz-Max-Palais und haben vor kurzem mit den ersten
Arbeiten für die Illumination der Orangerie der Staatlichen Kunsthalle
begonnen.
Die Stadtwerke setzen sowohl bei der
Straßenbeleuchtung wie auch der Gebäudeanstrahlung auf energiesparende
Leuchtmittel. Vermehrt kommen so genannte Natriumdampflampen mit
Doppelbrennern zum Einsatz, die wegen ihrem geringen Energieverbrauch
und Langlebigkeit eine sehr gute Energiebilanz aufweisen. Außerdem
sparen die Stadtwerke durch eine ausgeklügelte Regelung der Lichtstärke
weitere Energie ein: So reduzieren sie etwa ferngesteuert zwischen 23
und 6 Uhr an großen Ausfall- oder Verbindungsstraßen sowie in
Kreuzungsbereichen die Leistung der Lampen oder betreiben dort so
genannte Halbnachtschaltungen.