(07.11.2006) Sonnenstrom vom Dach des Städtischen Klinikums
Die siebte große Solaranlage der Stadtwerke-Beteiligungsgesellschaft ist am Netz Das
Dach von Haus D des Städtischen Klinikums beherbergt seit Anfang
Oktober eine große Photovoltaikanlage. Der aus Sonnenlicht gewonnene
Strom wird in das Stromnetz eingespeist. Die Stadtwerke Karlsruhe haben
die Anlage im Rahmen ihrer Photovoltaik-Initiative errichtet um sie
schlüsselfertig an die Beteiligungsgesellschaft Solarpark I zu
übergeben. Damit ist die siebte große Anlage des Solarparks I am Netz.
„Wir
freuen uns, dass das Dach unseres Klinikums so ideal für die
Photovoltaik genutzt werden kann“, betonte Peter Schäfer,
Geschäftsführer des Städtischen Klinikums bei der Inbetriebnahmefeier.
„Gerade wir, als eines der größten Krankenhäuser Deutschlands, haben
unseren Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Denn zu einem gesunden
Leben gehört auch eine gesunde Umwelt, die nicht zuletzt mit
Luftreinhaltung und Klimaschutz einhergeht. Einen kleinen Beitrag dazu
leistet nun die neue Solarstromanlage.“
Die 247 Module auf dem
Dach der Zweiten Medizinischen Klinik haben eine Leistung rund 50
Kilowatt peak. „Diese Anlage ist ein weiterer Meilenstein unserer
Photovoltaik-Initiative. Ein Jahr nach Beginn der Aktion im letzten
Frühjahr konnten wir eine Verdoppelung der solaren Anlagenkapazität in
Karlsruhe erreichen“, resümierte Dr. Karl Roth, technischer
Geschäftsführer der Stadtwerke. „Bis zum Jahresende wird sie sogar
verdreifacht sein.“
Im Rahmen ihrer Solar-Initiative errichten
die Stadtwerke einen Anlagenpark mit mehreren hundert Kilowatt Leistung
auf Dächern öffentlicher Gebäude in der Fächerstadt. Kernstück des so
genannten Solarparks I ist die im letzten Dezember in Betrieb genommene
Photovoltaikanlage auf der ehemaligen Mülldeponie West mit 430
Kilowatt. Mit der neuen Anlage auf dem Dach des Städtischen Klinikums
ist nun die siebte Großanlage fertig gestellt. Zwei weitere PV-Anlagen
sind auf den Dächern der Europäischen Schule und den Verkehrsbetrieben
Karlsruhe geplant. In der Endausbaustufe wird der Solarpark eine
Leistung von 800 Kilowatt peak erreichen. Mit dem solar erzeugten Strom
können dann rund 200 bis 300 Vier-Personen-Haushalte versorgt und
jährlich rund 500 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.
Die
Resonanz der Bürgerinnen und Bürger an der Solarbeteiligung war sehr
groß. Mehr als 170 private Anteilseigner haben sich am Kommanditkapital
des Solarpark I beteiligt. Damit sind 60 Prozent der Anteile in Händen
von Privatpersonen, 26 Prozent behält die Stadt Karlsruhe und 14
Prozent verbleiben bei den Stadtwerken. „Die große Resonanz hat
gezeigt, dass die Vision der Stadtwerke, eine echte Bürgerbeteiligung
zu schaffen, verwirklicht werden konnte“, freut sich Dr. Roth. Aufgrund
der großen Nachfrage stellen die Stadtwerke derzeit Überlegungen an,
einen Solarpark II zu gründen.