(08.08.2006) 1000. thermische Solaranlage in Karlsruhe bezuschusst
Seit 1993 flossen über 1,4 Millionen Euro aus dem Solar-Fördertopf
der Stadtwerke in den Bau von Solaranlagen / Inzwischen 700 Tonnen
jährliche CO2-Einsparung
Mit einer 12 Quadratmeter großen
Anlage fängt Familie Kiefer die Sonnenstrahlen auf dem Dach ihres
Zweifamilienhauses in Hohenwettersbach ein. Die gewonnene Energie nutzt
das Ehepaar für die Warmwasserbereitung und zur Heizungsunterstützung.
Im Vergleich zur herkömmlichen Heizmethode sparen die Kiefers bei einem
durchschnittlichen Energieverbrauch etwa 250 Euro im Jahr ein.
Solche
thermischen Solaranlagen gibt es auf Karlsruher Dächern viele, das
besondere an dieser ist jedoch, dass es die 1000. von den Stadtwerken
Karlsruhe bezuschusste Anlage ist. Die Anschaffungskosten für die
Anlage von rund 9.500 Euro musste Familie Kiefer nicht alleine tragen.
Durch den Zuschuss der Stadtwerke verringerte sich dieser Betrag
immerhin um 1.600 Euro.
„Trotz dieser Finanzspritze der
Stadtwerke und unter Berücksichtigung der staatlichen Zuschüsse ist
eine solche Anlage nach heutigem Entwicklungsstand in erster Linie
keine wirtschaftliche Investition, sondern eine Investition, die dem
Umweltschutz und der Ressourcenschonung dient“, betonte Dr. Thomas
Unnerstall, Geschäftsführer der Stadtwerke für die Bereiche Vertrieb
und Handel. Unter diesem ökologischen Gesichtspunkt sehen die
Stadtwerke auch ihr Solarförderprogramm. Denn immerhin sparen die
tausend thermischen Solaranlagen mit einer zusammengenommenen
Kollektorfläche von 6.700 Quadratmetern und einem durchschnittlichen
Ertrag von 350 Kilowattstunden pro Quadratmeter jedes Jahr mehr als
225.000 Liter Heizöl oder 2 Millionen Kilowattstunden Erdgas ein. Das
entlastet die Karlsruher Luft um nahezu 700 Tonnen Kohlendioxid.
Aus
dem Solar-Fördertopf der Stadtwerke flossen seit 1993 bereits mehr als
1,4 Millionen Euro in den Bau von 1.000 thermischen Solaranlagen in
Karlsruhe. Auch für dieses Jahr haben die Stadtwerke zur Förderung
thermischer Solaranlagen 230.000 Euro vorgesehen. "Wegen der großen
Nachfrage haben wir den Fördertopf dieses Jahr schon zweimal
aufgestockt“, berichtet Roland Schwarz, Vertriebsleiter der Stadtwerke.
Das Solarförderprogramm ist jedoch viel mehr als ein reines
Zuschuss-Programm: Kompetente Energieberaterinnen und -berater der
stadtwerkeeigenen Kundenberatung unterstützen die Bauherren bei Planung
und Realisierung der Solaranlagen. Die Kundenberatung der Stadtwerke in
der Karlsruher Innenstadt ist zu einer bekannten Einrichtung geworden,
in der sich jedes Jahr rund 14.000 Interessierte Rat rund ums Energie-
und Wassersparen, zu den Förderprogrammen und zur Ressourcenschonung
holen.