(09.06.2006) Europäische Brunnengesellschaft legt Spendenbilanz vor
17 Monate nach der schrecklichen Tsunami-Katastrophe in Südostasien
kann die Europäische Brunnengesellschaft, die sich - dank städtischer
Unterstützung sowie vieler öffentlicher und privater Spender - sofort
nach der Katastrophe im Süden von Sri Lanka um die Versorgung der
Flutopfer mit Trinkwasser kümmern konnte, auf eine sehr erfolgreiche
Arbeit zurückschauen.
Mit den insgesamt eingegangen Spenden
von rund 290.000 Euro konnten unter anderem zwei Lager mit insgesamt
700 Personen von Anfang an bis zur Auflösung im Februar 2006 täglich
mit 10.000 Litern hygienisch einwandfreiem Trinkwasser versorgt werden.
Nach der aktiven Soforthilfe im Januar und Februar 2005 unter
Mitwirkung der Stadtwerke Karlsruhe, der Technischen Werke
Ludwigshafen, der Feuerwehr Ludwigshafen und des Technologiezentrum
Wasser Karlsruhe wurde diese Versorgungsaufgabe von Mitarbeitern der
Universität Ruhuna im Süden von Sri Lanka übernommen.
Bei
seinem vierten Besuch im Januar 2006 überließ der Präsident der
Europäischen Brunnengesellschaft e.V., Prof. Dr. Dietrich Maier, die
mit Spendengeldern beschaffte 105.000 Euro teure
Wasseraufbereitungsanlage der Universität Ruhuna mit der Auflage, diese
bei weiteren Notwassersituationen zum Nutzen der Bevölkerung in Sri
Lanka einzusetzen. Maier entwickelt zurzeit mit der Universität Ruhuna
ein Trinkwassermobil, das nach Katastrophen sowohl für die Sanierung
von Brunnen als auch für die Aufbereitung und Verteilung von
Trinkwasser und für die Notstromerzeugung eingesetzt werden kann. Ein
Prototyp wird voraussichtlich Ende 2006 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Zu den weiteren mit Spendengeldern finanzierten längerfristigen
Aufgaben der Europäischen Brunnengesellschaft zählen auch Maßnahmen zur
Erstellung von Grundwasserbilanzen und zur Sanierung von kontaminierten
Brunnen im Norden von Sri Lanka. Gemeinsam mit der Universität Surrey
in England wurde im Februar 2006 ein zunächst dreijähriges Projekt zur
Untersuchung und Sanierung von 80.000 Brunnen im Distrikt Jaffna
begonnen, das von der Europäischen Brunnengesellschaft in
Zusammenarbeit mit der Stadt Karlsruhe mit rund 80.000 Euro unterstützt
wird.
Die Europäische Brunnengesellschaft verwendete jeden
Cent der zweckgebunden eingegangen Spendengelder für die aktive
Trinkwasserhilfe. Dabei war zunächst ein rasches und überlegtes Handeln
erforderlich. Besonderen Wert legt die Gesellschaft jedoch auch auf
eine längerfristige Wirkung der von ihr getroffenen Maßnahmen. Sie
möchte sich nochmals bei allen Firmen, Institutionen und Einzelpersonen
für die schnelle und großzügige Hilfe bedanken.