(23.04.2006) Stadtwerke fördern erneuerbare Energien
Die Stadtwerke Karlsruhe setzen auf einen Energiemix – und zwar mit dem
Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien kontinuierlich auszubauen. 13
Prozent ihres Stroms wird bereits regenerativ erzeugt. Dazu gehört auch
der Strom aus dem so genannten „Solarpark I“, dessen größte Anlage mit
einer elektrischen Leistung von 430 Kilowatt im Herbst 2005 auf der
Mülldeponie im Westen Karlsruhes entstanden ist und an der sich fast
200 Bürgerinnen und Bürger beteiligt haben. „Dank der im vergangenen
Frühjahr gestarteten Solar-Initiative der Stadtwerke kann bereits jetzt
der Bedarf von rund 200 Haushalten mit solar erzeugtem Strom gedeckt
werden“, so Dr. Karl Roth, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke,
beim Tag der Erneuerbaren Energien am 23. April auf dem Karlsruher
„Energieberg“. „Rechnet man die vielen von uns betreuten privaten
Solaranlagen, die vergangenes Jahr im Rahmen unserer Solar-Initiative
entstanden, mit ein, dann haben wir es geschafft, die solare
Stromerzeugung, die solare Stromerzeugungskapazität in Karlsruhe binnen
eines knappen Jahres zu verdoppeln“, blickt Dr. Roth auf 2005 zurück.
Der
„Solarpark I“ soll noch in diesem Jahr komplettiert werden und dann mit
einer Leistung von 800 Kilowatt peak solaren Strom für insgesamt 320
Haushalte liefern. Nach den PV-Anlagen auf der Mülldeponie West, der
Hochschule für Technik und Wirtschaft und der Walter-Eucken-Schule
gehen im Sommer weitere Anlagen auf drei Dächern des städtischen
Klinikums, auf der Rennbuckelschule und auf einem gerade erst
aufgestockten Bau der Stadtwerke in der Daxlander Straße ans Netz.
Neben
den zurzeit rund 170 großen und kleinen Photovoltaik-Anlagen erzeugen
in Karlsruhe außerdem drei Windkraftanlagen, ein kleines
Laufwasserkraftwerk an der Alb und sehr effiziente,
deponiegasbetriebene Blockheizkraftwerke Strom aus erneuerbaren
Energiequellen. 2005 waren es fast 14 Millionen Kilowattstunden. „Eine
Menge, mit der ein ganzer Stadtteil von Karlsruhe mit regenerativ
erzeugtem Strom versorgt werden kann“, unterstreicht Dr. Roth.
Mit den Ressourcen verantwortungsbewusst umgehen Mit
ihrem Umwelt-Stromangebot „R plus“ bieten die Stadtwerke ihren Kunden
die Möglichkeit, den Ausbau erneuerbarer Energien in der Fächerstadt
weiter zu forcieren. Außerdem hat das Unternehmen für seine Kunden
zahlreiche Förderprogramme etwa für Erdgasfahrzeuge, thermische
Solaranlagen, Wärmepumpen oder auch für die Heizungsumstellung auf
Erdgas zur CO2-Einsparung im Angebot. Im Vergleich zu den anderen
Großstädten in Baden-Württemberg gehört das Förderangebot der
Stadtwerke Karlsruhe zu den umfangreichsten. Darüber hinaus bieten die
Stadtwerke in der Karlsruher City eine umfassende Energiesparberatung
an, die schon lange bundesweit Vorbild-Charakter genießt. Pro Jahr
kontaktieren rund 14.000 Kunden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in
der Kundenberatung des Unternehmens. Etwa 2.500 Kunden lassen sich
jährlich intensiv rund ums Energie- und Trinkwassersparen beraten und
500 Bürger besuchen die kostenfreien Fachvorträge der Stadtwerke im
Jahr.
Neben der Förderung erneuerbarer Energien sind die
Stadtwerke in mehreren nationalen und internationalen
Forschungsprojekten im Bereich der dezentralen Energieversorgung, wie
etwa dem Einsatz von Brennstoffzellen, tätig.
Die Stadtwerke, die bereits seit Anfang der neunziger Jahre nach europäischen
Standards umweltzertifiziert sind, geben ihre Erfahrungen auf diesem Gebiet
an
Dritte weiter und haben andere kommunale Unternehmen der Energie- und
Abfallbranche beim Aufbau eines Umweltmanagementsystems begleitend
unterstützt. Auch auf Bundesebene wurde das Umweltengagement der
Stadtwerke Karlsruhe
honoriert: 2005 würdigte die damalige
Verbraucherschutzministerin Renate Künast die Umweltarbeit des
Unternehmens und zeichnete dessen Umwelterklärung als beste in
Deutschland mit dem so genannten „Umwelt Reporting Award“ aus.