(31.03.2006) Brunnenpflege in Karlsruhe und Trinkwasserhilfe für Sri Lanka bildeten Arbeitsschwerpunkte
„Brunnenmahl“ der Stadtwerke als Dankeschön für die Brunnenpaten Die
in Karlsruhe ansässige Europäische Brunnengesellschaft blickte am
Donnerstagabend, 30. März, zwei Jahre nach ihrer Gründung, auf die
geleistete Arbeit zurück:
Gemeinsam mit neun
Gründungsmitgliedern, darunter auch die Stadtwerke Karlsruhe, rief der
Wasserexperte Prof. Dr. Dietrich Maier im März 2004 die
Brunnengesellschaft ins Leben, die sich neben mehreren nationalen und
internationalen Projekten auf lokaler Ebene sehr für die Pflege und
Instandhaltung der mehr als 200 Zier- und Laufbrunnen in Karlsruhe
einsetzt. Heute zählt der gemeinnützige Verein mittlerweile über 80
nicht nur deutsche, sondern auch französische, britische,
schweizerische, österreichische und niederländische Mitglieder, die
sich um den Erhalt und den Betrieb von Zierbrunnen in Europa kümmern.
Auch
wenn das Engagement der Brunnengesellschaft weit über die Stadtgrenzen
hinausgeht, spiegelt sich ihre lokale Verbundenheit in vielen ganz
konkreten Projekten wider: So konnte die Europäische
Brunnengesellschaft etwa im vergangenen Jahr die Sanierung des so
genannten „Stundenbrunnens“ am Ettlinger Tor von Gerhard Karl Huber
abschließen.
Die Europäische Brunnengesellschaft hat sich in
2005 durch ihre Soforthilfe in Sri Lanka nach der Tsunami-Katastrophe
in Südostasien auch international einen Namen gemacht. In
Zusammenarbeit mit den Stadtwerken hat sie dafür gesorgt, dass Menschen
in zwei Flüchtlingslagern bis heute täglich mit 10.000 Liter
Trinkwasser versorgt werden. Dieses Soforthilfeprojekt mündet in ein
Projekt zur langfristigen Trinkwasserhilfe im Distrikt Jaffna, das
maßgeblich von der Stadt Karlsruhe mit Mitteln aus dem Projekt
„Karlsruhe hilft“ finanziell gefördert und persönlich durch
Oberbürgermeister Heinz Fenrich unterstützt wird.
„Dass aus
dieser Aufgabe nun eine hervorragende Zusammenarbeit auf dem Gebiet der
Wasser- und Aufbereitungstechnik zum Nutzen der Menschen in Sri Lanka
gewachsen ist, in die die Universitäten Karlsruhe und Ruhuna in Sri
Lanka, das Heinrich-Sontheimer-Laboratorium am Technologiezentrum
Wasser in Karlsruhe, die Stadtwerke Karlsruhe und nicht zuletzt die
Stadt Karlsruhe eingebunden ist, zeigt, dass die Brunnengesellschaft
den Begriff ‚Hilfe zur Selbsthilfe’ verstanden hat“, betonte Harald
Rosemann, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Karlsruhe, beim
„Brunnenmahl“ am 30. März. „Sie und ihre tatkräftigen Mitglieder
verstehen es meisterlich, den großen Bogen von der Forschung zur Praxis
zu schlagen. Das hilft den Menschen ganz konkret und darauf kann die
Gesellschaft stolz sein.“
Zum „Brunnenmahl“ luden die
Stadtwerke auch die Brunnenpaten als Dankeschön für ihr Engagement ein.
Die Stadtwerke unterstützen maßgeblich die Arbeit der
Brunnengesellschaft. „Wir sind uns unserer besonderen Verantwortung als
größter Trinkwasserversorger unserer Region bewusst und helfen der noch
jungen Gesellschaft bei ihrer wichtigen Aufgabe. Für mich sind die
Brunnenpaten Botschafter des Wassers“, unterstrich Rosemann. Wichtige
Helfer sind die insgesamt 27 Brunnenpaten, die vor Ort die Brunnen
sauber halten und pflegen. „Sie haben sich mit großem Engagement dafür
eingesetzt, dass die Brunnen in Karlsruhe in ihrer vollen Schönheit zur
Geltung kommen und die Brunnen als Oasen der Stadt erhalten bleiben“,
lobte Rosemann ihren Einsatz. „Auch Ihren Aktivitäten ist es zu
verdanken, dass die Brunnengesellschaft bereits im letzten Jahr ihren
Platz unter den ‚Top ten’ der ehrenamtlich tätigen Vereine in der
Fächerstadt gefunden hat und von der Stadt Karlsruhe mit einem
Ehrenpreis ausgezeichnet wurde.“
Auch im Jahr 2006 hat die Brunnengesellschaft viel vor: So ist etwa die Restaurierung des
Arnold-Brunnens
an der Europäischen Schule und des Siegfried-Brunnens am
Richard-Wagner-Platz geplant. „Ende Juli wird es im Rahmen der
Freiwilligenwoche auch wieder umfangreiche Messungen der Wasserqualität
der Karlsruher Trinkbrunnen geben“, kündigte Dr. Matthias Maier, der
Vizepräsident der Europäischen Brunnengesellschaft, an. „Im vergangenen
Jahr waren alle Brunnen hygienisch einwandfrei und so wird es auch in
diesem Jahr sein“, ist sich Maier, der bei den Stadtwerken die
Trinkwassergewinnung verantwortet sicher.
Wer die Arbeit der
„Europäischen Brunnengesellschaft“ unterstützen möchte, kann ihr
beitreten - Beitrittsformulare kann man unter 599-1900 anfordern - oder
Geld spenden: Kontonummer 4815564 bei der BB Bank Karlsruhe, BLZ 660
908 00. Informationen zur Brunnengesellschaft oder zur
Brunnenpatenschaft gibt es unter Telefon 0172/7206309 oder auch im
Internet unter
www.brunnengesellschaft.de.