Stark gestiegene Kosten für die Primärenergien Erdgas und Kohle sowie zunehmende gesetzliche Belastungen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und dem Emissionshandel wirken sich nun auch auf die Strompreise der Stadtwerke Karlsruhe aus. Zum 1. Januar 2006 wird das Unternehmen seine Tarife für Strom um durchschnittlich 4,5 Prozent anheben. Für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.000 Kilowattstunden Strom ergeben sich hierdurch Mehrkosten von rund 2 Euro pro Monat. „Die Preisentwicklung nach oben findet bundesweit statt, denn die gestiegenen Kosten bei der Strombeschaffung treffen alle Stromversorger“, so Dr. Thomas Unnerstall, Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe und betont: „Unsere Preisanpassung findet so moderat wie möglich statt, so dass wir auch weiterhin zu den günstigen Anbietern in ganz Deutschland gehören“.
Die Energienachfrage wächst weltweit: Insbesondere in Wachstumsregionen wie China, Indien und Südamerika ist der Energiebedarf ungebrochen groß, aber auch in Europa steigt die Nachfrage. Das bedeutet, dass der Bedarf insbesondere an fossilen Primärenergieträgern wie Öl, Kohle oder Gas rapide zunimmt. Dies wirkt sich auch auf die Rohstoffpreise auf den Energiemärkten aus. In Deutschland wird über die Hälfte des Stroms aus Kohle und Gas erzeugt. Somit beeinflusst die global wachsende Energienachfrage auch die Großhandelsmarktpreise an der Leipziger Strombörse EEX. Die Großhandelspreise bestimmen den Haushaltsstrompreis zu rund einem Viertel. Der weitaus größere Teil sind regulierte Netzentgelte und vor allem die staatlichen Sonderlasten. Allein 40 Prozent des Strompreises bezahlen Haushaltskunden für Mehrwertsteuer, Ökosteuer, Konzessionsabgabe, Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz und Einspeisevergütungen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz.
„Der Entwicklung auf dem Weltenergiemarkt können wir uns nicht entziehen; wir können nur durch einen sparsameren Umgang mit Energie gegensteuern“, betont Dr. Unnerstall. Aus diesem Grund haben die Stadtwerke eine breit angelegte Energiespar-Aktion gestartet, die neben wöchentlichen Energiespartipps in der örtlichen Presse und Plakaten an den Haltestellen auch Energiespar-Aktionen auf den Karlsruher Marktplätzen und ein umfangreiches Beratungsangebot im Internet beinhaltet.
Nähere Informationen zu den Tarifen der Stadtwerke gibt es beim Call Center unter der kostenfreien Telefonnummer 0800-200 300 6. Dort kann auch das neue Energiespar-Infoblatt „Heiße Tipps für kalte Tage“ angefordert werden. Die neuen allgemeinen Stromtarife und auch das günstigere Treueangebot „Vorteil 24“ sind in der StadtZeitung, dem Amtsblatt der Stadt Karlsruhe, vom 16. Dezember nachzulesen.