Das Heinrich-Sontheimer-Laboratorium (HSL) feiert sein 10-jähriges Jubiläum. Gegründet wurde diese unabhängige Karlsruher Forschungseinrichtung 1995 vom ebenfalls in der Fächerstadt ansässigen Technologiezentrum Wasser (TZW) und den Stadtwerken Karlsruhe. Auf Initiative des TZW-Leiters Prof. Dr. Wolfgang Kühn und Prof. Jürgen Ulmer, dem ehemaligen Geschäftsführer der Stadtwerke und Honorarprofessor am Engler-Bunte-Institut, entwickelte sich von Anfang an eine fruchtbare und sehr intensive Zusammenarbeit zwischen dem renommierten Wasserzentrum und dem örtlichen Trinkwasserversorger. „Neben wichtigen Forschungsprogrammen wurden in den letzten zehn Jahren im Heinrich-Sontheimer-Laboratorium nahezu 20 Doktorarbeiten durchgeführt“, betonte Prof. Dr. Siegfried Eberle vom HSL bei der Schiffstaufe.
„Die langjährige Verbundenheit mit dem Heinrich-Sontheimer-Labor war für die Stadtwerke Grund, sich anlässlich des Jubiläums gemeinsam mit dem TZW für die Anschaffung eines Forschungsboots zu engagieren“, unterstrich Harald Rosemann, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang auch der enge Bezug der Arbeit des Labors zur Praxis. Sowohl Prof. Dr. Dietrich Maier, einst selber Schüler von Sontheimer und lange Jahre als stellvertretender Geschäftsführer der Stadtwerke für die Trinkwassergewinnung für Karlsruhe zuständig, als auch seine Kollegen im Lenkungskreis des Heinrich-Sontheimer-Labors - Prof. Dr. Siegfried Eberle, Prof. Dr. Wolfgang Höll, Prof. Wolfgang Kühn sowie der technische Geschäftsführer der Stadtwerke Dr. Karl Roth und Wasserwerkschef Dr. Matthias Maier - achten darauf, dass im Labor Arbeiten durchgeführt werden, die den deutschen Wasserwerken nützen und der Praxis dienen - ganz im Sinne von Heinrich Sontheimer.
Von
dem Forschungsboot, dessen Taufe Hilde Sontheimer selbst vornahm,
profitieren sowohl das HSL wie auch die Stadtwerke: Durch direkte
Probenahmen vom Boot aus wird das Sontheimer-Labor künftig noch sehr
viel effektiver in der Lage sein, die Qualität der Oberflächengewässer
von Karlsruhe zu kontrollieren. Gerade mit Blick auf das geplante
Wasserwerk Kastenwört sind diese Untersuchungen für die Stadtwerke sehr
wichtig, denn sie verschaffen dem Unternehmen gesicherte Daten über
möglicherweise ins Grundwasser eingetragene Schadstoffe.