19.03.2008
(26.09.2005) Weltweit steigende Energiepreise verteuern Erdgas- und Fernwärmetarife in Karlsruhe

Der rapide Anstieg der Energiepreise auf den Weltmärkten treibt nicht nur die Benzinpreise, sondern auch die Kosten für den Erdgas- und Fernwärmeeinkauf der Stadtwerke Karlsruhe in die Höhe. Aus diesem Grund müssen zum 1. Oktober die Tarife um durchschnittlich etwa 10 Prozent erhöht werden. „Wir können uns von den weltweiten Entwicklungen bei der Energie leider nicht abkoppeln, wir können nur versuchen, sie so weit wie irgend möglich abzupuffern“, so Dr. Thomas Unnerstall, Geschäftsführer für den Vertrieb und Handel der Stadtwerke. Steigt der Ölpreis, dann folgt ihm auch der Erdgaspreis. In Karlsruhe, durch gute Verträge mit dem Vorlieferanten, im Vergleich zum Heizöl nur moderat und mit mehrmonatiger Verzögerung. „Dies ist der Grund, warum wir trotz der extremen Preissprünge auf den internationalen Energiemärkten, unseren Kunden eine Preisgarantie über die heizintensiven Wintermonate geben können“, betont der Geschäftsführer.

Auswirkungen für Kunden

Welche Auswirkungen die erhöhten Erdgaspreise auf die einzelnen Kunden haben, ist abhängig vom Verbrauch: Wer Erdgas zum Kochen oder zur Warmwasserversorgung einsetzt und im Jahr 3000 Kilowattstunden verbraucht, zahlt künftig monatlich 1,45 Euro mehr. Eine Familie, die Erdgas zum Heizen und zur Warmwasserversorgung in einer Etagenwohnung oder einem Einfamilienreihenhaus nutzt, muss künftig je nach Verbrauch monatlich 7 bis 9 Euro mehr veranschlagen. „Diese Belastungen unserer Kunden bedauern wir sehr, aber sie sind unvermeidlich“, so Dr. Unnerstall. Auch nach der Preiserhöhung sind die Kunden der Stadtwerke noch deutlich besser dran als viele andere, denn die Preise des Unternehmens in der Fächerstadt gehören im Vergleich zu denen von Erdgasanbietern anderer Großstädte in Baden-Württemberg zu den günstigsten.

Bester Fernwärmepreis in Baden-Württemberg

Die Fernwärmekunden der Stadtwerke haben seit zwei Jahren gleich bleibende Preise. Jetzt ist ein Punkt erreicht, an dem eine Anpassung der Fernwärmetarife an die weltweite Energiepreisentwicklung aufgrund der stark gestiegenen Produktionskosten – die Karlsruher Fernwärme wird mit Kohle und Gas produziert - unumgänglich ist. Im Moment liegen die Karlsruher Fernwärmepreise um rund 25 Prozent unter dem deutschen Durchschnitt, und auch nach der Anpassung bleiben die Stadtwerke der günstigste Fernwärmeversorger in Baden-Württemberg.

Auch für die Fernwärmekunden der Stadtwerke steigt der Preis im Mittel um rund 10 Prozent. Bewohner eines Einfamilienhauses müssen so mit Mehrkosten von rund 12 Euro im Monat rechnen. Bei einem 12-Familienhaus sind es zum Beispiel rund 5 Euro pro Monat und Wohneinheit.

Steigende weltweite Energienachfrage ist die Ursache des Allzeithochs auf den internationalen Energiemärkten

„Nach Meinung der Fachleute werden die Energiepreise leider auf hohem Niveau bleiben beziehungsweise aller Voraussicht nach noch weiter steigen“, unterstreicht Dr. Unnerstall. Die Nachfrage nach Energie, insbesondere im Wachstumsmarkt Asien steigt immens. Experten sagen voraus, dass der Weltenergiebedarf bis 2030 um 60 Prozent steigen wird, der Gasverbrauch sogar um 100 Prozent. Dabei gehen zwei Drittel des prognostizierten Verbrauchszuwachses auf das Konto von China und Indien. „Vor diesem Hintergrund befinden sich die Energiepreise derzeit in einem Allzeithoch, die Auswirkungen spürt jeder auch bei den Benzinpreisen“, so Dr. Unnerstall weiter.

Energiesparen wird immer wichtiger

In dieser Situation bekommt das Energiesparen eine immer stärkere Bedeutung. Manchmal sind es schon kleine Änderungen im Umgang mit Energie, die spürbare Einsparungen mit sich bringen. So sorgt eine um ein Grad abgesenkte Raumtemperatur in der Wohnung für sechs Prozent weniger Energiekosten. Die Stadtwerke bieten an, sich in ihren Kundenberatungen in der Karlsruher Innenstadt und in Durlach kostenlos etwa über sparsames Heizen und richtiges Lüften, Wärmedämmung und Heizungsmodernisierung zu informieren. Gerade jetzt machen sich Energiesparinvestitionen in relativ kurzer Zeit bezahlt.

Unter der Telefonnummer 0800/200 300 6 bekommen Kunden der Stadtwerke nähere Informationen zu den neuen Erdgas- und Fernwärmepreisen. Um Nachzahlungen bei der Jahresverbrauchsabrechung zu vermeiden, empfehlen die Stadtwerke wie die Mieterverbände, die monatlichen Abschlagszahlungen anpassen zu lassen. Auch das ist unter der kostenfreien Servicenummer möglich. Bei Fragen zum Energiesparen helfen die Energieberater der Stadtwerke unter 599-2222 gerne weiter.



 
 
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