Bei seinem dritten Besuch Ende Juli/Anfang August in Weligama und Matara in Sri Lanka konnte sich der Präsident der Europäischen Brunnengesellschaft, Prof. Dr. Dietrich Maier, in Begleitung des Karlsruher Bürgermeisters Harald Denecken persönlich davon überzeugen, dass die von der Europäischen Brunnengesellschaft im Januar 2005 nach der Tsunamikatastrophe in Südostasien mit Spendengeldern angeschaffte 105.000 Euro teure Wasseraufbereitungsanlage nach wie vor täglich 700 Menschen in zwei Flüchtlingslagern mit einwandfreiem Trinkwasser versorgt.
Nach der Einarbeitung eines Teams der Universität Ruhuna in Matara durch Mitarbeiter der Stadtwerke Karlsruhe, der Technischen Werke Ludwigshafen und der Berufsfeuerwehr Ludwigshafen sorgen nun einheimische Kollegen bereits seit 200 Tagen ununterbrochen für die „tägliche Trinkwasserhilfe“. „Besser könnte es gar nicht ablaufen“, unterstreicht Prof. Maier und weist darauf hin, dass bisher weder apparative noch personelle Probleme zu beklagen waren.
„Die Wasserqualität wird täglich mikrobiologisch und chemisch untersucht. In keiner Wasserprobe wurden bisher Hinweise auf Krankheitserreger oder sonstige Schadstoffe entdeckt. Das Trinkwasser ist 100-prozentig sicher“, freut sich Maier.
Ein weiterer Erfolg der Reise ist darin zu sehen, dass es gelang, eine langjährige Zusammenarbeit des Heinrich-Sontheimer-Labors im Technologiezentrum Wasser mit der Universität Ruhuna/Matara zu vereinbaren. Inhalt der Vereinbarung ist die Entwicklung eines „Trinkwassermobils“, mit dem unmittelbar nach Naturkatastrophen netzunabhängig und mobil sofort aus jedem Rohwasser ein sicheres, hygienisch einwandfreies Trinkwasser für die betroffenen Menschen geliefert werden kann. Dieses Trinkwassermobil enthält neben Pumpen, Notstromaggregat und Wasseraufbereitungsanlage auch ein komplettes Feldlabor und eine Tankanlage.
„Wir sind sehr froh, dass wir damit aus den Erfahrungen unseres Tsunami-Trinkwasserhilfeprojektes in Sri Lanka auch für künftige Einsätze nach Naturkatastrophen, bei denen die öffentliche Trinkwasserversorgung unterbrochen ist, ein wesentlich verbessertes „mobiles Wasserwerk“ einsetzen können", sagte der Präsident der Europäischen Brunnengesellschaft und sprach der BB-Bank für die großzügige Unterstützung dieses Projektes seinen herzlichen Dank aus.