19.03.2008
(14.06.2005) Stadtwerke eröffnen Wasser- und Brunnenmuseum

Ein Wasser- und Brunnenmuseum eröffnen die Stadtwerke Karlsruhe im geschichtsträchtigen Wasserwerk Durlacher Wald. Dort haben Mitarbeiter der Wasserwerke interessante Exponate aus Technik, Kunst und Geschichte zusammengetragen und lassen die Entwicklung der Karlsruher Trinkwasserversorgung Revue passieren. „Mit dieser dauerhaften Ausstellung möchten wir das Bewusstsein für den unschätzbaren Wert des Trinkwassers als Lebensmittel, Ursprung und Basis allen menschlichen Lebens schärfen", unterstrich Dr. Karl Roth, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke, bei der Einweihungsfeier Mitte Juni.

„Die Fächerstadt ist um eine kleine, aber feine Ausstellung reicher", betonte Erster Bürgermeister Siegfried König und dankte den Stadtwerken für ihr Engagement. Der Besuch des Museums sei eine spannende und abwechslungsreiche Zeitreise zu den Anfängen der Karlsruher Trinkwasserversorgung. Anfangs stellten Lauf- und Ziehbrunnen die Versorgung mit Trinkwasser sicher. Später waren dann immer komplexere technische Anlagen notwendig, um das kostbare Gut und Lebensmittel dem Kunden frei Haus zu liefern. Die historischen Exponate aus der Gründerzeit der zentralen Trinkwasserversorgung zeigen eindrucksvoll die Entwicklung der Technik. So sind etwa Hausanschlüsse und Wasserzähler aus dem 19. Jahrhundert, alte Flaschen oder auch historische Haushaltsgegenstände rund ums Wasser zu sehen. Ein komplett eingerichtetes Badezimmer mit einer Schaukel-Badewanne aus Zink, einem alten Boiler mit Holzfeuerung und verschiedenen Utensilien aus der damaligen Waschküche lassen vergangene Zeiten wieder lebendig werden.

Vergangenes und Modernes liegen im neuen Wassermuseum der Stadtwerke eng beieinander, das von dem Leiter der Karlsruher Wasserwerke, Dr. Matthias Maier, konzipiert und gestaltet wurde. So wird dem Besucher beispielsweise auch die Entwicklung von mikrobiologischen und analytischen Untersuchungsmethoden zur Beurteilung der Wasserqualität anhand von Schautafeln und Exponaten vor Augen gestellt. „Gerade die Erkenntnisse in der bakteriologischen Wasseruntersuchung waren Meilensteine, die bis heute das Rückgrat in der Sicherung der Wasserqualität sind", so Dr. Matthias Maier.

Auch der künstlerische Aspekt kommt nicht zu kurz, denn das Museum zeigt in wechselnden Ausstellungen ausgewählte Kunstwerke über die 204 öffentlich zugänglichen Karlsruher Brunnen in Form von Aquarellen, Collagen, Fotografien, Holzschnitten, Ölgemälden, Radierungen, Siebdrucke und Zeichnungen vieler namhafter Künstler. Das Modell des „Herrenbrunnens" von Jürgen Goertz findet sich in diesen Sonderausstellungen ebenso wie Entwürfe und Modelle der Professoren Arnold, Bauer, Dreher, Kalinowski, Kindermann, Lüpertz, Mohl, Reuter, Ringwald, Seemann, Wachter und Ziegler. Das Museum startet mit der Sonderausstellung „Menschen, Götter und Fabelwesen an Karlsruher Brunnen". „Sie gibt einen tiefen Einblick in die Entwicklung und Wertschätzung des göttlichen Elements in allen Kreisen der Bevölkerung", so Prof. Dr. Dietrich Maier, Präsident der Europäischen Brunnengesellschaft und Kunstliebhaber. Viele der ausgestellten Bilder und Modelle stammen aus seiner eigenen umfangreichen Privatsammlung.

Das Museum im Wasserwerk Durlacher Wald ist mittwochs von 16 bis 18 Uhr oder nach Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 599-3202 geöffnet. Der Eintritt ist kostenfrei.



 
 
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