„Brunnenmahl" der Stadtwerke als Dankeschön für die Brunnenpaten
Die in Karlsruhe ansässige Europäische Brunnengesellschaft zog am Dienstag Abend, ein Jahr nach ihrer Gründung, eine erste Bilanz: Gemeinsam mit neun Gründungsmitgliedern, darunter auch die Stadtwerke Karlsruhe, rief der Wasserexperte Prof. Dr. Dietrich Maier im März vergangenen Jahres die Brunnengesellschaft ins Leben, die sich neben mehreren nationalen und internationalen Projekten sehr für die Pflege und Instandhaltung der mehr als 200 Zier- und Laufbrunnen in Karlsruhe einsetzt.
Heute zählt die gemeinnützige Verein mittlerweile über 60 Mitglieder aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz, ist in vielen ganz konkreten Projekten aktiv und kann bereits einige Erfolge vorweisen: So bewahrte sie etwa fünf Brunnen in der Fächerstadt vor deren Stilllegung. Im vergangenen Sommer startete sie ihre Brunnenpatenaktion. Unterstützt vom Karlsruher Oberbürgermeister Heinz Fenrich und den Stadtwerken warb die Brunnengesellschaft für die Übernahme von Brunnenpatenschaften und konnte seitdem 20 Privatleute und Firmen hierfür gewinnen. Nach der großen Flutkatastrophe in Südostasien machte die Gesellschaft dann im Januar mit ihrem Hilfseinsatz in Sri Lanka von sich reden. Im Auftrag der Stadtwerke leistete sie dort Soforthilfe bei der Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser und hilft auch zukünftig mit, die Trinkwasserversorgung im Katastrophengebiet nachhaltig wieder aufzubauen.
„Ich bin froh, dass dem Wasser und der Wasserforschung in unserer Stadt nicht zuletzt auch durch die Europäische Brunnengesellschaft ein so großer Stellenwert eingeräumt wird", betonte Erster Bürgermeister Siegfried König beim „Brunnenmahl", zu dem die Stadtwerke die Karlsruher Brunnenpaten als Dankeschön für ihr ehrenamtliches Engagement Mitte März einluden. Karlsruhe sei nicht nur Stadt des Rechts, sondern auch die Wasserstadt schlechthin in Deutschland, denke man neben der Brunnengesellschaft etwa das Technologiezentrum Wasser, die Bundesanstalt für Wasserbau oder die zahlreichen Wasserorientierten Institute an der Universität Karlsruhe.
Die Stadtwerke Karlsruhe unterstützen maßgeblich die Arbeit der Europäischen Brunnengesellschaft. „Wir sind uns unserer besonderen Verantwortung als größter Trinkwasserversorger der Region bewusst und helfen der noch jungen Gesellschaft bei ihrer wichtigen Aufgabe", unterstrich Harald Rosemann bei der Dankesfeier. „Das ist bestes bürgerschaftliches Engagement in unserer Stadt und da helfen wir gerne", richtete sich der Geschäftsführer der Stadtwerke an die Brunnen-Paten und dankte ihnen für ihr ehrenamtliches Tun.
Auch wenn das Engagement der Brunnengesellschaft weit über die Stadtgrenzen hinausgeht, spiegelt sich ihre lokale Verbundenheit in vielen Karlsruher Projekten wider. So eben auch in der Brunnenpatenaktion, deren Idee es ist, Menschen, die in der Nähe von Brunnen wohnen oder arbeiten, für die Übernahme einer Brunnenpatenschaft zu gewinnen. „Sie halten entweder durch eigenen Einsatz oder durch Spendengelder ‚Ihren' Brunnen sauber und leisten hiermit einen Beitrag zur Lebensqualität in der Fächerstadt", so Prof. Dr. Dietrich Maier. Der Präsident der Brunnengesellschaft ist selbst bereits zum „Brunnenputzer" geworden. Zusammen mit den Familien Ganz, Heineke, Hess und Lampson aus Daxlanden hat er die Patenschaft für den „Schlaucherbrunnen" übernommen.
Wer Brunnenpate werden oder die Arbeit der Brunnengesellschaft unterstützen möchte kann sich direkt unter Telefon 0172/7206309 an Prof. Maier wenden. Infos gibt es auch im Internet unter http://www.brunnengesellschaft.de/. Beitrittsformulare kann man unter 599-1900 anfordern - oder Geld spenden: Kontonummer 4815564 bei der BB Bank Karlsruhe, BLZ 660 908 00.